Nachdem Entwickler West Games mit dem Projekt Areal scheiterte und einiges an Kritik auf sich zog, versucht es das Studio mit STALKER Apocalypse erneut. Doch das Ganze wirft neue Fragen auf. Nur so viel vorweg: es handelt sich bei dem Spiel nicht um ein neues, offizielles S.T.A.L.K.E.R.

Kurz zur Vorgeschichte: bei Areal sollte es sich um einen geistigen S.T.A.L.K.E.R.-Nachfolger handeln. Einerseits zeigte das Studio bis auf Artworks nie Material, um die Existenz des Spiels überhaupt zu bestätigen. Andererseits gab es einige Ungereimtheiten, darunter die Behauptung, West Games bestehe aus einigen ehemaligen GSC-Angestellten – also ehemaligen Mitarbeiter des Studios hinter S.T.A.L.K.E.R.

Nach einer Auseinandersetzung mit GSC Game World und plötzlich auftauchenden hohen Summen auf Kickstarter, die sich niemand so richtig erklären konnte, wurde die Kampagne durch Kickstarter selbst gestoppt.

West Games versucht es mit STALKER Apocalypse jetzt erneut. Es dürfte kein Zufall sein, dass die Schrauben auf dem Logo zum Spiel die Punkte der Schreibweise S.T.A.L.K.E.R. darstellen. Ob das so überhaupt zulässig ist, dürfte GSC bereits prüfen lassen. Laut West Games sicherte man sich die Markenrechte an "STALKER Apocalypse" und hat nach eigenen Angaben jedes Recht, diese auch nutzen zu dürfen.

Mindestens 600.000 Dollar will das Team über die Crowdfunding-Plattform World Wide Funder einnehmen. Noch nie von der Plattform gehört? Kein Wunder, kristallisiert sich doch immer mehr heraus, dass diese Plattform von West Games selbst stammt. Interessant ist daher ein Blick in die FAQ.

Dort heißt es: "What if I don't reach my funding goal?"
Die Antwort: "Don't worry, it's not the end of the world! You still get to keep whatever funds that you raise, which is in stark contrast to other crowd-funding platforms."

Bedeutet also, dass das Studio das Geld behalten dürfte, selbst wenn die Kampagne scheitern würde.

Bevor die FAQ bearbeitet wurde, stand dort sogar noch folgender Hinweis: "Once you make a pledge, you cannot cancel or lower your pledge, but you can increase your pledge."

Wer also bereits Geld gespendet hat, kann nicht mehr von dieser Spende zurücktreten.

Somit lohnt sich an dieser Stelle also gar nicht, überhaupt auf das Spiel selbst einzugehen, das doch ziemlich interessant klingt. Vielmehr sollte man diese Kampagne meiden – zumindest, bis einige der aufgekommenen Fragen geklärt sind.

Interessierte finden Details zu dem Projekt über den Quellenlink bzw. in dem folgenden Video.

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