Great Battles of WWII - Stalingrad (PC Test)
von Thomas Bayer

Den Satz "historische Echtzeitstrategiespiele erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit" kann der eine oder andere von euch wahrscheinlich schon nicht mehr hören. Dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage tut das aber keinen

Abbruch, denn tatsächlich überschwemmen nach wie vor RTS-Titel mit historischem Setting den Markt. Dass darunter nicht nur Perlen wie »Codename: Panzers - Phase Two« sein können, steht natürlich außer Frage. Mit »Great Battles of WWII - Stalingrad« tritt Entwickler DTF Games den Beweis dafür an.

Lass knacken!
Wie der Name unschwer erkennen lässt, erlebt der Spieler die Schlacht um Stalingrad 1942/43 nach. Wahlweise auf deutscher Seite, oder in der Rolle der roten Armee. Insgesamt wollen 36 Missioen gemeistert werden, wobei der Schwierigkeitsgrad auf deutscher Seite deutlich moderater ausfällt.

Echte Profis dürfen aber auch direkt als Kommandant der Russen ins Geschehen einsteigen, sollten sich dann aber auf ein knackig schweres Spiel einstellen. Ähnlich wie beim Konkurrenten »Panzers« ist Truppennachschub auch bei »Stalingrad« Fehlanzeige. Nur selten bekommt der Spieler Verstärkung durch nachrückende Einheiten. In den meisten Fällen muss jede Mission mit dem Gerät absolviert werden, das zu Anfang zur Verfügung steht.

Echter als die Realität
Dem Spiel ist anzumerken, dass die Entwickler viel Wert auf Authentizität gelegt haben. Um die Schlachtfelder möglichst realistisch zu gestalten, kamen Luftaufnahmen aus den

Stalingrad - Taktik: verbrannter Spielspaß!

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Jahren des zweiten Weltkriegs zum Einsatz. Ähnlich realistisch hat DTF die Einheiten gestaltet. Über 100 originalgetreue Panzer, Geschütze und sonstiges Kriegsgerät wurden ins Spiel integriert.

Augenkrebs & Tinitus
Die Missionen zwingen zwar zu taktischem Vorgehen und überlegter

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Truppenwahl, oftmals sucht man seine Einheiten aber vergeblich auf dem Schlachtfeld. Grund: Die völlig veraltete Optik. Was die Engine in 2D auf den Bildschirm "zaubert", lässt einen mit dem Kopf schütteln. Im direkten Vergleich mit der Edeloptik von »Codename: Panzers - Phase Two« wirkt die Technik von »Stalingrad« geradezu vorsintflutlich. Zumindest lockern Videos zwischen den Missionen das Geschehen etwas auf. Auf Sound bzw. Musikseite wirkt der Titel gerdaezu unfreiwillig komisch. Die Band SKAFANDR aus St. Petersburg begleitet das Kriegsgeschehen mit dröhnenden Metal-Klängen. Manche Spieler mögen auf sowas stehen, die Mehrzahl der Zocker wird die Musik aber bereits nach wenigen Minuten abschalten. Sprachausgabe und Effekte gehen in Ordnung, reißen aber niemanden von Hocker.

Steuer mich!
Für die Steuerung bei RTS-Games hat sich schon Ur-C&C-Zeiten ein Standard etabliert, mit dem auf »Stalingrad« verständlicherweise nicht bricht.

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Das fehlende Tutorial erschwert den Einstieg ins Spiel allerdings unnötig, speziell auf russischer Seite überfordern die vielen Möglichkeiten Einsteiger zu Anfang. Hier hätte DTF mit wenig Aufwand punkten können.Pro&Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ guter Preis (30 Euro) + sehr realistische Umsetzung des Schlachtfeldes

Contra:
- Optik und Praesentation - benoetigt sehr gedultigen SpielerPro&Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ guter Preis (30 Euro) + sehr realistische Umsetzung des Schlachtfeldes

Contra:
- Optik und Praesentation - benoetigt sehr gedultigen Spieler