Spiele von Square Enix gehörten auf dem Nintendo DS und der PSP von Sony mit zu den Highlights. Final Fantasy Tactics, Final Fantasy Dissidia, die Final Fantasy: Crystal Chronicles-Reihe, Final Fantasy XII: Revenant Wings, Final Fantasy VII: Crisis Core gehören für Handheld-Fans zur Must Have-Liste.

Square Enix - Weg von Handhelds hin zu Smartphones/Tablets

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Der Handhelds überdrüssig?
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Doch in letzter Zeit scheint ein Trend bei der traditionellen Rollenspielschmiede erkennbar zu sein. Ein Trend, weg von Handhelds hin zu Smartphones und Tablets.

Schaut man sich beispielsweise im Google Play-Store um, so findet man eine Handvoll Square Enix-Titel wie Final Fantasy III oder das legendäre Chrono Trigger. Portierungen berühmter Konsolenklassiker. Aber auch Experimente, wie es sie wohl nur im App-Dschungel der Smartphones geben kann. So handelt es sich bei Imaginary Range um ein Manga/Spiel-Hybriden.

Selbst komplett neuentwickelte Spiele wie Chaos Rings, ohne jegliche Konsolen-/Handheldvergangenheit kann man exklusiv auf Smartphones und Tablets spielen.

Das lässt sich Square Enix allerdings auch einiges kosten. So muss man für Chaos Rings im Google Play-Store 10.49 Euro hinblättern. Für den Klassiker Final Fantasy III gar 12.99 Euro. Ein hoher Preis, wenn man beachtet, dass die meisten Indie-Entwickler entweder garnichts verlangen und auf Werbung setzen oder wenn, nur zwischen 99 Cents und ein paar Euro verlangen. Selbst für Modern Combat 4 von Gameloft zahlt man lediglich 5.99 Euro. Für GTA III gar nur 4.63 Euro.

Die Preispolitik Square Enix' ist durchaus ein Kritikpunkt. Doch die Preise, die Square Enix verlangt, sind im direkten Vergleich zum Handheld-Markt mit Preisen zwischen 34.99 Euro für DS-Spiele, 39.99 Euro für 3DS-Spiele und 29.99 Euro für PS Vita-Spiele noch ein Schnäppchen. Den Ausverkauf der PSP-Spiele mit 9.99 Euro pro Spiel mal ausgenommen.

Zudem bietet der Smartphone-/Tablet-Markt bedeutend mehr Käufer. Da können die 3DS- und PS Vita-Besitzer nicht mithalten.

Im App-Markt herrscht momentan noch eine gewisse Goldgräberstimmung und Square Enix gehört mit zu den traditionellen Spielepublishern, die an vorderster Front mitmischen (wollen). Es ist also kein Wunder, dass Square Enix nach und nach immer mehr Spiele für iOS und Android portieren, um aus den Marken noch etwas Geld herauszuholen. Die von Raubkopien erschütterten Handhelds sind schon lange keine sicheren Einnahmequellen mehr. Und wenn sie noch nicht gehackt sind, wie das 3DS, ist da noch immer die, im direkten Vergleich mit Smartphones/Tablets, relativ niedrigere Nachfrage.

Neue, potentielle Marken erscheinen exklusiv für iOS/Android, während ehemalige Exklusivtitel für die genannten Plattformen neu aufgelegt werden. Auch wenn Square Enix noch immer Spiele für Handhelds entwickelt, darunter durchaus auch Exklusivtitel wie Bravely Default: Flying Fairy für das 3DS, so ist es unübersehbar, dass die Prioritäten der Firma sich verlagert haben. Es bleibt abzuwarten, wie und wohin sich das ganze noch entwickeln wird.