Erst im März diesen Jahres nahm Square Enix' CEO Yoichi Wada nach rund 13 Jahren an der Spitze des Unternehmens seinen Hut. Als Grund nannte er die "außergewöhnlichen Verluste" im vergangenen Geschäftsjahr, denn aus einem anfänglich erwarteten Gewinn von 28 Millionen Euro wurden plötzlich satte 111 Millionen Euro Verlust. Knapp zwei Monate später folgte ihm nun auch der CEO von Square Enix of America, Mike Fischer.

Square Enix - Präsident von Square Enix of America nimmt ebenfalls seinen Hut

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Muss unbedingt wieder zu alter Stärke zurückfinden.
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Fischer, der erst im Juli 2010 die Führung bei Square Enix of America übernahm, sagte noch letztes Jahr in einem Interview anlässlich der E3, dass er plane, von großen und damit auch teuren AAA-Titeln zu mehr experimentellen und kleineren Titeln umzusatteln.

"Ich denke, wir sehen das Ende von Spielen wie Dungeon Siege 3, das hier bei Square Enix in Amerika entwickelt wurde. Es war ein gutes Spiel, aber es ist nicht mehr notwendig für uns, solche Spiele zu machen, weil wir diese unglaubliche Pipeline an Produkten haben, die aus Japan zu uns kommen," so Fischer zu der Zeit. "Ich habe diese Titeln, viele von denen, die ihr hier seht, kommen aus Europa. Wir brauchen sie nicht zu duplizieren."

Der Plan sah es eigentlich vor, mehr auf kleinere Projekte zu setzen und neue Geschäftsmodelle zu erproben. So erschien unter anderem Quantum Conundrum. Zudem sollten nicht neue Studios gegründet, sondern ein internes Team erschaffen werden, das die Independent Studios unterstützen sollte, für welche Square Enix veröffentlichte.

Scheinbar ist dieser Plan schlussendlich nicht aufgegangen, weswegen Fischer seinen Platz räumen musste. Einen neuen Arbeitgeber hat er auch schon, er ist jetzt der Vice President of Digital Music and Video für Amazon in Japan.

Seinen Platz nimmt nun Phil Rogers ein, der derzeitige CEO von Square Enix of Europe, der nun auch die Posten in den USA bekleidet und damit CEO und Präsident von beiden Niederlassungen wird.