Zum aktuellen Vorfall zwischen Konami und ihrem Noch-Angestellten Star-Designer Hideo Kojima hat sich nun auch Square Enix' ehemaliger Präsident Yoichi Wada über Facebook geäußert. Seiner Meinung nach sei das einfach nur grausam und Konami schade sich damit nur selbst.

Square Enix - Ehemaliger Präsident Yoichi Wada: Was Konami mit Hideo Kojima macht, ist grausam

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuSquare Enix
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 13/141/14
Yoichi Wada und Hideo Kojima bei einem Meeting im Jahre 2013
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Eigentlich hätte Star-Designer Hideo Kojima bei den Video Game Awards als Gremiumsmitglied dabei sein und einen Preis für seine Arbeit an Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain erhalten sollen. Doch der Grund für sein Fehlen sorgte bei Fans wie auch innerhalb der Videospielindustrie für Bestürzung und Fassungslosigkeit: Konami verbot ihm die Teilnahme, wie Moderator Geoff Keighley mitteilte:

"Wie euch aufgefallen ist, befindet sich Hideo Kojima heute Abend nicht unter uns und ich möchte euch ein wenig darüber mitteilen", so Keighley. "Herr Kojima wollte heute Abend bei uns sein, aber unglücklicherweise wurde er kürzlich von einem Anwalt Konamis darüber unterrichtet, dass es ihm nicht gestattet sei, zur heutigen Award-Show zu reisen und einen Award zu empfangen."

Auch Square Enix' ehemaliger Präsident meldet sich nun zu Wort

Nun meldete sich auch Square Enix' ehemaliger Präsident Yoichi Wada über seinen Facebook-Account zu Wort.

"Da ich Kojima-san kenne, möchte ich sagen, dass ich diese grausame Behandlung nicht fassen kann", so Wada. "Aber ich möchte hier meine Gedanken als Führungskraft eines Unternehmens mitteilen. Wie man auch darüber denken mag, das war sehr schlecht für das Geschäft. Den Heimkonsolenmarkt zu verlassen, das mag die Entscheidung des Managements sein, aber sich überall auf der Welt Feinde zu schaffen, das hat absolut keinen Nutzen. In der Regel geschieht das, wenn es keine echte Führungskraft gibt. Ich schätze, es ist niemand Verantwortliches da, der aufmerksam ist und dem Unternehmen all die kleinen Details offenbart. Wenn man sich nicht darüber im Klaren ist, dass das Empfinden des eigenen Unternehmens nicht dem der Welt entspricht, kann das ziemlich bedauerlich sein."

Konami und Kojimas unlösbare Probleme

Dass es zwischen Kojima und Konami kriselt, wurde erstmals publik, als erste Cover-Artworks zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain ohne das Logo von Kojima Productions und ohne den Zusatz: A Hideo Kojima Game erschienen. Schnell wurde klar, dass sich Kojima und sein langjähriger Arbeitgeber überworfen hatten. Spätestens dann war es auch dem Letzten klar, als die Arbeiten an Silent Hills eingestellt und die US-Niederlassung von Kojima Productions geschlossen wurde.

Es heißt, Kojima sei nicht einverstanden mit Konamis Neuausrichtung auf den Mobile-Markt. Wohin es ihn als nächstes verschlägt, steht noch nicht fest. Aber zu diesem Zeitpunkt kann man wohl sagen, dass alles besser ist als bei Konami zu bleiben.

2 weitere Videos