Zum Auftakt der Tokyo Game Show 2011, hielt Square Enix‘ Präsident Yoichi Wada eine Vortrag über die Zukunft der Spieleindustrie. Dabei machte er einige Ankündigungen - sehr große Ankündigungen - die eine Revolution im Spieledesign ankündigten. Wada sieht die Zukunft der Industrie in den Wolken.

Square Enix - Cloud-Gaming und Holodecks als nächster großer Schritt?

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Square Enix sieht die Zukunft in den Wolken.
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Cloud-Dienste sind in aller Munde. Rechenleistung wird „irgendwo im Internet“ agglutiniert, gewaltige Rechenzentren speichern die Daten von Millionen von Nutzern. Statt etwas zu Hause auf externen Festplatten abzulegen oder mit einem USB-Stick zu transportieren, ist es en vouge seine Daten in die Cloud zu stellen und überall zu synchronisieren. Es ist einfach, schnell und auf den meisten Geräten verfügbar. Die Schattenseite daran ist, dass die wenigsten Anbieter die Dateien online verschlüsseln oder gar die Übertragung von Passwörter über SSL-Verbindungen möglich ist.

Für die Spieleindustrie sieht Wada, der zudem der Computer Entertainment Software Association ist, die Zukunft im Remote-Gaming, wie es der Dienst OnLive bereits vormacht. Die Computertechnologie hat große Fortschritte gemacht, die Prozessorleistung moderne Systeme ist immens. Genau da sieht der Präsident des Deus-Ex-Entwicklers zukunftsträchtiges Potenzial:

„Wenn man diese Rechenleistung in der Cloud konzentrieren könnte, dann wird es zu einem gewaltigen Paradigmenwechsel kommen.“

Diesen Paradigmenwechsel, weg vom Plattform-Gaming und hin zu Cloud-Diensten sieht Wada in einem Zeitraum innerhalb der nächsten vier Jahre. Ein Wechsel, der schon längst im Gange ist. Angefangen hat es mit dem Aufkommen der Smartphones, das dazu führte, dass die Industrie von schlichter Prozessorleistung entfernte und sich kleinen, mobilen Geräten zuwandte, die jeder überallhin mitnehmen kann. Mehr und mehr wurden Handheld-Spielkonsolen wie der Nintendo DS vernetzt, bekamen, wie der 3DS und die demnächst erscheinende PS Vita Online-Stores. Und auch am PC kommen mehr und mehr Spiele auf, die im Browser laufen, aber dennoch hochwertige Grafiken bieten, wie es beispielsweise bei Big Points Battlestar Galactica Online der Fall ist.

Was als nächster Schritt auf die Industrie wartet, ist auch für Wada nicht sicher. Er stellte die Vermutung auf, dass holografische Spiele der nächste Schritt sein könnten, was die Spieler dann aber wieder an die geschlossenen Spielkonsolen-Systeme zurückdrängen könnte. Letztere treiben mit ihren Innovationen nach wie vor den Markt an. Eine Idee, die nicht einmal unbedingt so verrückt ist, wie sie auf den ersten Blick aussieht: Auch Nintendos Präsident Satoru Iwata hat auf einer Pressekonferenz einmal „laut nachgedacht“ und erwähnt, dass er nach der Einführung des brillenlosen 3-D-Gamings durchaus an Systemen mit Projektionsfähigkeiten interessiert wäre.

Bekommen wir also in Zukunft holodeckartige Spielplattformen, die ihre Rechenleistung aus der Cloud ziehen? Wir werden es sehen - laut Wada spätestens 2015.