Es quiekt und piepst und schnattert und pfeift aus allen Ecken in der gamona-Redaktion. Beinahe scheint es, als wären wir an einem lauen Frühlingssamstag in den Zoo gegangen, mit einer riesigen Tüte voller Brotkrümel in der Hand. Stimmt aber nicht ganz. Es ist Donnerstag. Und Brotkrümel haben wir ebenfalls nicht dabei. Nur die Sache mit dem Zoo – die könnte hinkommen.

Des Rätsels Lösung: Das Spore Labor, also die Quasi-Demo zum witzig-genialen Hauptspiel, ist eingetroffen und lässt uns seither nicht mehr los. Jeder will sich mit seiner eigenen Kreatur verewigen, beweisen das seine Einfälle die „crazy-sten“ sind und ein paar ganz gemeine Redakteure (wir nennen keine Namen) wollen sogar den Chefredakteur in Alien-Gestalt auf ihrem PC gesehen haben. So macht spielen nicht nur Spaß, sondern gleich noch arbeitslos. Aber der Reihe nach…

SPORE Labor Kreaturen Designer - Trailer: Gameplay

Mancherorts wird man sie dieser Tage schreien hören. Diejenigen Gerechtigkeitsfanaten und Sparfüchse, die sich angesichts einer kostenpflichtigen Vorab-Demo zu einem Vollpreistitel wutentbrannt die Haare raufen. Aber Vorsicht: Auch wenn die Veröffentlichungsform stark an ein Gran Turismo 5 Prologue erinnert, ist das „Spore Labor“ doch ein klein wenig mehr als teure Abzocke.

SPORE Labor Kreaturen Designer - Tüfteln, basteln, ausprobieren - mit dem Spore-Editor schon jetzt abgefahrene Kreaturen schaffen.

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Aller Anfang ist...äh knubbelig.
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Da Spore nämlich erst zum 5. September fertig wird, hat sich EA dazu entschlossen, den fantastischen Kreaturen-Editor aus dem Hauptspiel auszukoppeln und bereits jetzt als „Starterpaket“ feil zu bieten. Zum Preis von akzeptablen 10 Euro darf man also schon drei Monate früher basteln, malen und erschaffen. Das Schöne daran: Den Anschaffungspreis des Spore Labors kann man sich komplett auf die Vollversion anrechnen lassen. Äußerst fair.

Möchte man dennoch keinen seiner hart ersparten Cents ausgeben, greift man zur Spore Labor Basisversion. Diese gibt es auch bei uns zum Download und ist völlig kostenfrei. Allerdings muss man dann auf rund 25 Prozent der Inhalte verzichten. Viele Farben, Körperteile und Emoticons gibt es also nur in der Spore Labor-Vollversion – und dass, obwohl schon deren Features nicht wirklich ausufernd sind.

Packshot zu SPORE Labor Kreaturen DesignerSPORE Labor Kreaturen DesignerErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

So verdient man seine Sporen

Doch worum geht’s in Spore eigentlich? Keine einfache Frage, deren Antwort sicherlich den Rahmen dieses kleinen Specials sprengen würde. Wer bisher also noch gar nichts vom potentiellen Will Wright-Meisterwerk gehört hat, liest sich am besten unsere ausführliche Vorschau durch. In München durften wir nämlich alle fünf Phasen der Spore-Evolution anspielen und frei mit dem genialen Editor herumbasteln.

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Noch sind die Körperteile nur Spielerei, im fertigen Spore werden diese aber an Bedeutsamkeit gewinnen.
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Letzteren können nun auch alle Käufer des „Spore Labors“ austesten. Das eigentliche Spore wurde hierfür um sämtliche Spielelemente erleichtert, nutzbar ist ausschließlich der Kreaturenbaukasten – der allerdings zu den Kernfeatures des Hauptspiels gehören soll. Wieso, zeigt sich nach wenigen Minuten mit dem Spore Editor. Denn derart viel Freude am neugierigen Ausprobieren und kreativen Basteln wecken wohl nur die wenigsten Titel.

Als Ausgangsform setzt euch der Editor ein birnenförmiges Etwas vor die Nase, welches als Torso für den späteren Alienkörper dient. Schon jetzt könnt ihr den fleischigen Knubbel mit der Maus nach Belieben strecken, verformen oder dehnen und so bestimmen, ob ihr ein besonders mopsiges Alien oder die Heidi Klum unter den Spore-Tierchen kreieren wollt. Lebensfähig wird die skurrile Kreatur allerdings erst mit den richtigen Bauteilen.

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Im Malstudio dürft ihr das drollige Viech kolorieren, greift jedoch lediglich auf vorgefertigte Muster zurück.
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Aus einem Menü wählt ihr die Körperteile, um das gurkige Viech für die raue Welt da draußen fit zu machen. Ohne Sinnesorgane, Münder, Stacheln zur Verteidigung und vor allem Beine behauptet es sich schließlich schwer gegen andere Arten. Jedes Bauteil bietet zudem bestimmte Fähigkeiten, lässt eure Kreatur also besser jagen oder erleichtert die Partnersuche erheblich.

Den Mysterien des Alls auf der Spore

Während man im fertigen Spore aber tatsächlich darauf achten muss, dass sein Tierchen auf einem angesiedelten Planeten überleben kann, könnt ihr im Spore Labor natürlich frei drauflos basteln. Da darf euer Alien dann auch schon mal die Augen am Hintern tragen, zwölf Arme auf dem Kopf haben oder aussehen, als wäre ihm ein Lastwagen direkt ins Rückgrat gebrettert – Hauptsache kreativ.

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Im Testlauf lasst ihr euer Alien verrückte Gesten und Tanzstile performen.
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Im Hauptspiel erwerbt ihr jedes Bauteil übrigens durch so genannte DNA-Punkte, dem Bezahlmitteln in Spore. Müsst ihr euch diese dort dann im Laufe der Kampagne erst hart erarbeiten, um die Kreatur mit der Zeit zu stärken, stellt euch Entwickler Maxis im Spore Labor schon ein stattliches Guthaben von 2000 Punkten zur Verfügung, mit denen sich eigentlich jegliche Spinnereien anstellen lassen.

Wenn euer Tierchen dann vor lauter Körperteilen kaum noch aufrecht stehen kann, geht es ans Bemalen. Hier verpasst ihr dem Nachwuchs-Alien den passenden Anstrich. Ob grummelig düster oder fröhlich bunt – erlaubt ist, was Spaß macht und schick aussieht. Leider dürft ihr den Pinsel nicht selbst ansetzen, sondern wählt lediglich aus vorgegebenen Grundierungen und Farbmustern das passende Muster aus – schade.

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Sogar Filme und Fotos dürft ihr hier schießen.
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Wer jetzt noch einen Namen für das extraterrestrische Fabelwesen auswählt, kann das Knubbeltier entweder speichern und somit in seine Sporepedia-Bibliothek (der Online-Sammelstelle für sämtliche Spore-Kreationen) hochladen oder er schickt es in den virtuellen Testlauf. Vor verschiedenen Hintergründen könnt ihr hier euer Alien ausführen, Emoticons wie tanzen oder jubeln testen und lustige Fotos bzw. Videos eures Schützlings schießen.

Spore-t ist Mord

Schon hier wird deutlich, in welche Richtung sich das fertige Spore einmal bewegen soll. Community-Features werden im Maxis-Titel nämlich groß geschrieben. Ob ihr nun einfach eure Kreationen im World Wide Web präsentiert, Baukästen anderer Spieler in eure Sporepedia-Datenbank ladet oder eigene MySpore-Pages bastelt, steht euch jederzeit frei. Die Möglichkeiten sich auszutoben sind dabei ebenso zahlreich wie spaßig.

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Die Sporepedia bietet schon jetzt eine beeindruckende Kreaturen-Bibliothek.
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Im Spore Labor sind derartige Features noch begrenzt, trotzdem dürft ihr schon jetzt eigene Aliens auf Spore.com hochladen, Profile erstellen und animierte Bilder eurer Kreatur als Forenavatar erstellen. Zudem können sich registrierte User Fotos aus dem Spiel heraus per E-Mail schicken oder Videos bei Youtube hochladen – mit wenigen Mausklicks. Web 2.0 war gestern, mit Spore kommt das Spiel 2.0 auf uns zu.

Auf eine abschließende Bewertung verzichten wir an dieser Stelle übrigens bewusst. Unter fairen Maßstäben lässt sich der ausgekoppelte Mini-Editor nämlich nur schwer bewerten – vor allem deshalb, weil auch dieser stark beschnitten wurde. In Spore dürft ihr neben den witzig-skurrilen Kreaturen nämlich beinahe alles selbst gestalten – von Gebäuden über Gegenstände bis hin zu Fahrzeugen.

Download: Spore Labor Kostenlos-Version