Die Spielmechanik wurde auch noch einmal einer neuen Behandlung unterzogen. Auf Knopfdruck klettert Sam oder hangelt sich an Abhängen entlang, was ein wenig an Assassin’s Creed erinnert. Ein weiterer Knopfdruck genügt, um seine Gegner zu markieren. Mit gezogener Waffe konzentriert sich die Spielfigur dann auf die markierten Ziele.
Während der Vorführung fiel uns noch ein kleiner Bug auf: Das Fadenkreuz, sowie die Bildschirmanzeigen verschwanden plötzlich vom Schirm und mussten erst durch einen Sprung ins Pausenmenü wieder reaktiviert werden. Man versicherte uns jedoch, dass dieser Fehler bekannt sei und bereits in der neuesten Fassung der Vergangenheit angehöre. Am Wickel hatten wir die Xbox-360-Version, die man auf einer Entwicklerkonsole zeigte.
Zimperlich geht es wahrlich nicht zu.Neben der filmreifen Inszenierung versetzte aber auch die Grafik in starkes Erstaunen. Die Texturen waren auch in der Nahaufnahme messerscharf, keine schwammige Auflösung belästigte unser Blickfeld. Die Farben stachen kräftig hervor, wenn man sich nicht gerade in einer Schattenposition befand. Der Schatten war schon immer das Element Fishers. Kaum ein Gegner wird Verdacht schöpfen, dass das Unheil bereits jetzt auf ihn lauert. Dementsprechend färbt sich seine Umwelt in blasse Graustufen, wenn er sich in unentdeckter Lauerhaltung befindet.
Bei offenen Kämpfen, in denen er gut sichtbar um sich ballert, orientieren sich die Feinde an der letzten Position, an der Sam gesichtet wurde. Ein transparentes Abbild des Ex-Agenten zeigt die Stelle an, an der ihn seine Widersacher vermuten. Darauf konzentrieren sie dann ihre Blaue-Bohnen-Verteilung, während unser Held unbemerkt die ballernde Feindesschar flankieren kann.
Die Effektpalette, die man aus der Konsole herausgekitzelt hat, ließ eine stark beeindruckte Fachpresse zurück: Tiefenunschärfe während der Ingame-Sequenzen, heftige Soundeffekte und umfangreiche Anzeigen im Tutorial machen optisch eine Menge her und gehören zur Oberklasse des Machbaren. Hinzu kommen viele Spielelemente, die ein tiefes Erlebnis garantieren. So können Waffenupgrades erworben werden und die Funktion des Agentenwerkzeuges ungemein aufbohren.
Die Grafik ist dieses Mal atemberaubend.Auch die Fähigkeiten Sams werden nach und nach verbessert. Auch die neuen Bewegungsfeatures kommen gut an: Grabs, Anvisierungen und Quick-Time-Events sind bereits jetzt sehr gut ausgearbeitet. Dazu kommen noch die stylishen Hinweise, die übergroß die nächsten Spielzipps an den Wänden hinterlassen und schon sind wir mittendrin im interaktiven Agentenfilm.
Zusätzlich wird es einen Online-Modus geben, der mehrere Spieler in Multiplayer-Missionen stürzen wird. Viel wurde darüber noch nicht bekannt gegeben. Allerdings gab es auch schon Details zur PC-Version: Ubisoft wird die Spielstände nur online abspeichern lassen. Gespielt werden kann dann nur dort, wo auch eine Internetverbindung verfügbar ist. Dieser Kopierschutz ist bereits aus anderen Spielen bekannt und wird bei Splinter Cell: Conviction keine Ausnahme bilden.
Wer darüber nun die Nase rümpft und sich in eine Boykotthaltung begibt, bringt sich jedoch um ein düsteres Agentendrama, das auf dem besten Weg ist, zur Genre-Referenz zu werden. Fisherman’s Freunde, fangt schon mal die Tage an zu zählen!
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