Mit Splatoon hat Nintendo im letzten Jahr nach langer Zeit wieder eine große neue inhouse-produzierte Marke angekündigt. Dank eines 10-seitigen Features des japanischen Videospielmagazins Famitsu sind nun viele neue Informationen über den Tintenfisch-Shooter ans Licht gekommen - darunter gute wie auch schlechte.

Die positiven Nachrichten zuerst: Neben der Kampagne, dem "Hero Mode", und dem Online-Multiplayer arbeitet das Entwicklerteam auch an einem lokalen Mehrspieler, in dem mehrere Spieler an einer Konsole loslegen können. Ob es sich da um einen kompetitiven Modus im Stil des Online-Multiplayers oder um einen Couch-Coop handelt, ist noch unklar - weitere Details bleiben aus.

Das Team selbst besteht aus zahlreichen Entwicklern, die zuvor an Launch-Titeln für die Wii U gearbeitet und sich nun zusammengefunden haben, um etwas neues und innovatives zu erschaffen. Darunter befindet sich auch Komponist Tooru Minegishi, der zuvor schon an der Musik von Zelda, Super Mario und Animal Crossing mitgewirkt hat - er ist für den Großteil des Soundtracks von Splatoon verantwortlich.

Splatoon - Neue Infos: Kein Voice Chat, Offline-Multiplayer geplant und mehr

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Splatoon bleibt eines der interessantesten Projekte, die Nintendo in der Pipeline hat.
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Gegen Ende letzten Jahres hat Nintendo erstmals die Kampagne des Spiels in einem Trailer präsentiert. In der Famitsu wird der "Hero Mode" hauptsächlich als ein "3D-Platformer mit Fokus auf Mensch-Tintenfisch-Transformation" beschrieben.

So viel zu dem Positiven - allerdings steht im Artikel auch vieles drin, das die Vorfreude auf Splatoon eher hemmt und nicht für Begeisterung sorgen dürfte.

Im Online-Multiplayer wird es zwar ein internationales Matchmaking geben, in dem die Gruppierungen nach Spielerfahrung und "Ranking" ausgewählt werden. Allerdings soll es wohl nur einen einzigen Spielmodus geben (den bereits zur Ankündigung präsentierten 4-vs.-4-Modus), da mehrere Spielmodi die Spieler auf die unterschiedlichen Modi verteilten und dies das Matchmaking erschwere. CPUs sind auch keine Lösung - die kommen im Online-Multiplayer nämlich gar nicht vor, weswegen ein Match erst beginnt, sobald sich acht Spieler gefunden haben.

Der größte Wermutstropfen dürfte aber etwas anderes sein. So wird es im Online-Modus keine Möglichkeit geben, mit den Mitspielern zu kommunizieren - Voice Chat steht also wohl nicht auf dem Plan. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens bei Partien mit Freunden Sprachchat stattfinden kann - andernfalls dürfte das erhoffte Taktieren wohl ins Wasser fallen. Ursprünglich hatte man mit einem "Befehlssystem" für Mitspieler experimentiert, dieses allerdings wieder verworfen, da sie in der Hektik der Farbschlacht uneffizient waren.

Splatoon - Mensch gegen Tentakel9 weitere Videos

An dieser Stelle darf man wohl wieder die Frage stellen, inwieweit Nintendo der heutigen Internet- und Multiplayer-Generation hinterherhinkt und ob die Traditionalität des Unternehmens dem Spielkonzept von Splatoon nicht eher im Wege steht. Drücken wir die Daumen, dass diese Einschränkungen dem Spiel nicht das Genick brechen. Im Mai 2015 soll es auf den Markt kommen - exklusiv für die Wii U.

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