Gewaltdarstellung in Spielen ist schon lange eine Thema, das die Gemüter erhitzt. In der letzten Zeit wurde in der Medienpolitik allerdings verstärkt ein andere Frage diskutiert: Ob und inwieweit können Spiele und insbesondere Onlinespiele süchtig machen? Nachdem am 9. April bereits eine erste Anhörung im Kultur- und Medienausschuss des Bundestags stattgefunden hatte, äußerte sich nun der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) zu dieser Problematik.

Der Verband schloß sich der differenzierten Sichtweise an, die verschiedene Experten dem Gremium vorgetragen hatten: Der Begriff "Sucht" solle nicht vorschnell verwendet werden, da aktuell einfach zu wenig Erkenntnisse vorlägen, um eine wissenschaftlich fundierte Aussage treffen zu können. Die Politik solle nicht Gefahr laufen, voreilige Maßnahmen zu ergreifen.

Der Verband gab außerdem zu bedenken, dass die Spieleindustrie bereits zum jetzigen Zeitpunkt technische Hilfsmittel zur Verfügung stellt, welche die Spielzeit begrenzen. Eine Vielzahl der betreffenden Spiele beinhaltet bereits Systeme, mit deren Hilfe die Spielzeit von vornherein festgelegt werden kann.