Kompakt, bezahlbar und bald in eurem Haushalt

Natürlich würde ich euch, den Lesern, niemals unterstellen, erotische Inhalte zu konsumieren. Wer macht das auch schon?! Doch solltet ihr es tun, würden die meisten von euch es sicherlich im kleinen Kämmerlein, allein (oder mit einem Partner) zu Hause versuchen anstatt in einem Erlebnispark oder einem anderen Etablissement, das diese Möglichkeiten bietet.

Unter diesem Aspekt wird die Erotik-Industrie umso wichtiger für VR-Geräte und bezahlbare Neuerungen in der Technik-Industrie. Auch René Pour ist weniger daran interessiert, was die Wissenschaft schon alles theoretisch könnte, und das ist eine Menge, sondern an umsetzbaren Geräten, die sich lohnen. Ein Ganz-Körper-Anzug als Gaming-Gadget gehört leider noch nicht dazu:

Der Rasemähermann (1992): Werden VR-Anzüge irgendwann Realität?

Technologische Tendenzen in diese Richtung (Anm.d.A.: bezüglich eines Ganz-Körper-Anzugs) gibt es schon länger. Doch auch hier muss die Technologie so weit sein, dass sich die Anschaffung eines solchen Anzugs rentiert. Je teurer so ein Gadget ist, desto schwieriger die Verbreitung. Dasselbe gilt auch für die VR-Brillen.

Noch nicht. Da ein Ganz-Körper-Anzug jedoch sicherlich recht vorteilhaft für eine Branche wäre, die nicht nur visuell sondern vor allen Dinge haptisch funktioniert, können wir auf eines hoffen: Nämlich, dass Reality Lovers und andere Unternehmen im selben Bereich den VR-Laboren und -Bastlern hin und wieder eine Geldspritze zukommen lassen und so die technischen Neuerungen vorantreiben.

Was wird es bald geben?

Kein Ganz-Körper-Anzug also. Oder doch? Erst kürzlich wurde ein Gerät angekündigt, das an einen derartigen Anzug so nahe herankommt, wie nichts zuvor. Nichts, dass bezahlbar ist. In einem gänzlich anderen Industriezweig verweilt der Unterhaltungs-Gigant Nintendo und hinter dem neuen Papp-Bastel-Spaß-für-Groß-und-Klein Nintendo Labo verbirgt sich eine genial-billige Variante eines Ganz-Körper-Anzugs – der Roboter:

Nintendo Switch - First Look at Nintendo Labo12 weitere Videos

Mit einer einzigen Nintendo-Switch und dem Roboter-Set, das aus verschiedenen Papp-Teilen besteht, die zusammengebaut werden müssen, könnt ihr euch einen Anzug basteln, der die Bewegungen eurer Arme, Beine, eures Rumpfs und eures Kopfes ins Spiel überträgt. Dort steuert ihr einen Roboter. Genial einfach, wenngleich der Anzug noch nicht mit einem VR-System verbunden ist (aber auch das ist nur eine Frage der Zeit)

Zurück zu René Pour und Reality Lovers. Ich habe ihn gefragt, was in naher Zukunft auch auf dem Gaming-Markt erscheinen wird; zu einem bezahlbaren Preis. Um die Immersion in das Geschehen zu intensivieren, wird die bereits genannte Haptik zum visuellen Reiz hinzukommen; allerdings zunächst in Form von Handschuhen:

Ein Blick in die baldige Zukunft?

In zehn Jahren werden VR-Brillen noch leistungsstärker und günstiger sein. Die VR-Erfahrung wird deshalb deutlich realistischer sein. Spezielle Handschuhe werden es uns erlauben die Welt um uns herum zu spüren und mit der virtuellen Umgebung so noch intensiver zu interagieren. Die Technologie-Riesen wie Samsung oder Google werden viel Geld in diesen Markt investieren, wodurch auch wir wachsen werden. Die Variation der Inhalte wird vergleichbar mit den heutigen Medien sein: Von Filmen über Dokumentationen bis hin zu Games und Erotik wird alles dabei sein.

Ferne Zukunft: Alice im Wunderland?

Werden wir irgendwann eine Matrix-ähnliche Technologie besitzen? Science Fiction hat Wissenschaftler schon immer inspiriert; der Blick in die Sterne ist einer der stärksten Motoren des Fortschritts. Klassiker wie Star Trek, der Rasenmähermann oder Matrix werfen die Frage auf, ob wir wirklich so weit gehen können – ob wir Technologien wie ein Holodeck oder eine virtuelle Realität, die sich nicht mehr von unserer Realität unterscheidet, umsetzen können.

Können wir? Noch ist es zu früh, um das mit Sicherheit zu sagen. Die Voraussetzungen sind jedoch schon in ihren Anfängen da; und mit einem Antrieb durch die verschiedenen Industriezweige ist es nur eine Frage der Zeit.

Ein kleines Gedankenexperiment: Theoretisch ist es möglich, die Matrix zu realisieren (denkt euch bitte die bösen Maschinen sowie die bösen zwei weiteren Filmteile weg). Würden wir einen dünnen Ganz-Körper-Anzug sowie eine VR-Brille mit einem Sensory-Deprivation-Tank (ein Wassertank, in dem die äußeren Reize auf ein Minimum reduziert werden) kombinieren; allerdings so, dass die Person im Anzug komplett unter Wasser wäre, würde eine völlig Bewegungsfreiheit möglich werden. Eine fast völlige Immersion. Es gibt Experimente in dieser Richtung, die aber nur zeigen, wie weit wir noch voranschreiten müssen.

Kuriose Dinge gibt es überall:

Die Zukunft ist voller Wunder. Das stimmt vielleicht für jede Generation; und doch ermöglichen uns Bildung, neue Technologien und der exponentielle Anstieg des Fortschritts in unserer Gesellschaft ein unermessliches Ausmaß an Möglichkeiten und Träumen, die bald realisierbar sein werden. Manche Menschen werden immer die rote Pille nehmen und sich getrieben von ihrer Neugier in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus führen lassen. Andere frönen den eigenen Instinkten und warten auf den neuen, besseren Porno; die noch realere Befriedigung. Das ist gut, das ist menschlich und letztendlich führt beides zum selben Ziel.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: