Es gibt Dinge, die Filme haben und Spiele nicht. Wie eine hundertjährige Vergangenheit, große Hallen, in denen sich auch heute noch Menschen versammeln, um zusammen in der Dunkelheit zu sitzen und, natürlich, J.J. Abrams. Ein Mann, der Star Trek sowie Star Wars über die 2000er-Schwelle in die Hände der neuen Generation legte und einige Drehbücher zu Fringe, Lost und Alias - die Agentin schrieb. Wenn er sich auch nicht völlig auf die Seite der Videospiele schlagen wird, eröffnet jetzt zumindest seine Produktionsfirma Bad Robot, mit dem traurigen Roboter auf dem Cover, eine Spiele-Division. Dürfen wir jetzt auf Blockbuster-Linseneffekte im nächsten Triple-A-Titel hoffen?

Warner Bros. (Batman: Arkham City, Justice League) & Tencent Games (LOL, Smite, Path of Exile) greifen Bad Robot beim Spielemachen unter die Arme - was meint ihr zu einem Justice League mit Abrams-Flavour?

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Bad Robot + Tencent Games + Warner Bros.

Bad Robots neue Videospiele-Division darf sich über den chinesischen Medien-Giganten Tencent Games als Partner freuen; Warner Bros. krabbelt indes als kleiner Investor daneben. Ziel ist es, sich an großen Blockbuster-Spielen und kleinen Indie-Perlen im Bereich Mobile, PC und Konsole zu beteiligen; oder kurz gesagt: An allen möglichen Titeln.

Ein Lachen, ein J.J. Abrams

Völlig neu ist die Idee allerdings nicht, denn Bad Robot hat sich bereits seit 2006 an diversen Videospielen produktiv beteiligt, etwa an Team Fortress 2’s Pass Time mode oder am unbekannten Epic-Games-Spiel Spyjinx. Mit einer brandneuen Abteilung auf dem Markt können wir stark davon ausgehen, dass Bad Robot jetzt auch bei den großen Jungs mitspielen will:

"Ich bin ein wahnsinniger Spiele-Fan und schaue mit wachsendem Neid auf die wundervollen Tools, mit denen Spielentwickler arbeiten dürfen sowie auf die tollen Welten, in denen sie spielen. Mit dieser einzigartigen Kooperation im Videospielemarkt verdoppeln wir unser Engagement in diesem Bereich und hoffen, dass wir ein bedeutungsvoller Multiplikator für unsere Partner sein können", erzählt Abrams The Hollywood Reporter.

Ein Monat, viele Spiele:

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Ob Abrams selbst seine Finger auch in die Entwicklung von Videospielen stecken will, bleibt erst einmal abzuwarten. Da er sich jedoch schon als Autor mehr als bewährt hat, könnte es umso interessanter sein, ein Spiel mit seiner Handschrift auf dem derzeitigen oder zukünftigen Markt zu sehen.