Der Streit um die Rundfunklizenzen für Let's Player auf Twitch geht schon eine ganze Weile. Jetzt wurde auch Gronkh ein Ultimatum gesetzt: Bis zum 10. Juli 2017 soll er eine Lizenz für bis zu 10 000 Euro erwerben, während die Medienanstalt ein aufsichtsrechtliches Verfahren gegen ihn prüft. Eine Drohung?

Gronkh - Kampf gegen die Rundfunklizenz: Medienanstalt droht mit Verfahren

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Gronkh (links) und Dr. Bernd Fakesch (rechts) beim DCP 2017
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Wie GamesWirtschaft berichtet, ginge es hier nicht nur um einen Sack voll Geld, den Gronkh bezahlen müsste – sondern um die gesamte Let's-Play-Szene auf Twitch. Denn sobald die größten Twitch-Stars nachgeben, werden sich die Medienanstalten womöglich kleineren Kanälen zuwenden und nicht jeder Twichter kann eine Summe in dieser Höhe blechen.

Gronkh hat inzwischen einen Anwalt hinzugezogen, welcher der Lizenz mit einem Antrag auf „rundfunkrechtliche Unbedenklichkeit“ entgehen möchte. Schließlich muss entschieden werden, ob die Inhalte auf dem Kanal des Twitch-Stars regelmäßige Veranstaltungen sind, die einer Art Sendeplan zu Grunde liegen. Dann nämlich könnte die Medienanstalt rechtlich auf die Beschaffung einer Rundfunklizenz pochen.

Es bleibt die Frage, ob solche Forderungen seitens der Medienanstalten in Zukunft überhaupt noch für Twitch infrage kommen: Im Koalitionsvertrag zwischen der CDU und NRW soll die Rundfunklizenz für Streaming-Portale nämlich abgeschafft werden: Ein Hoffnungsschimmer? Jetzt heißt es erst einmal abwarten, wie Gronkh bis zum 10. Juli auf das Ultimatum reagiert – und ob er womöglich wie PietSmiet den Betrieb seines Kanals einstellen wird.