Es gibt immer weniger Easter Eggs und Gerüchte in Videospielen, hat das Zeitalter des Internets doch jeglichen Zweifel an der Echtheit dieser Sagen ausgeräumt. Mehr als ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der Nintendo Switch haben Hacker aber etwas Wahnsinniges enthüllt: “Golf”, das ursprünglich für das NES erschien, ist auf jeder Switch vorprogrammiert - ein Glücksbringer des verstorbenen Satoru Iwata.

Vor wenigen Tagen meldete der Hacker yellows8 im Forum gbatemp, dass ein NES-Emulator auf der Switch vorprogrammiert sei. Und zwar unter dem kryptischen Namen “flog”. Tatsächlich aber ist dieser Name gar nicht so mysteriös, denn “flog” ist “golf” rückwärts geschrieben. Außerdem könnte der Emulator lediglich Golf abspielen, keine anderen Virtual Console-Versionen von NES-Spielen.

Ein Video von einem Hacker, der erfolgreich Golf starten konnte, findet ihr hier:

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Wie genau man den Emulator freischaltet, daran bissen sich die Hacker zunächst die Zähne aus. Nachdem sich ein halbes Dutzend mit dem Thema befasst hatten, kamen sie zu einer erstaunlichen Entdeckung: Golf ist nur am 11. Juli spielbar - dem Todestag von Satoru Iwata. Das ist kein Zufall, war Iwata doch selbst der Entwickler von Golf, lange bevor er zum CEO zum Nintendo wurde und 2015 seiner Krankheit erlag. Zudem war Golf auch das allererste Videospiel, das Iwata entwickelt hat.

Golf war eines von vielen tollen NES-Spielen, die besten haben wir hier zusammengetragen:

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So weit, so schön. Aber es kommt noch rührender. Denn am 11. Juli diesen Jahres waren schon hunderttausende Switch-Konsolen verkauft, eigentlich hätten einige Zocker merken müssen, dass Golf auf einmal als spielbare Version vorzufinden ist. Dass das nicht der Fall war, liegt an der Art wie man Golf aktiviert: Nicht nur ist es nur am Todestag spielbar, man muss außerdem Iwatas berühmte Handgeste mit den Joy-Cons nachahmen um das Spiel zu starten.

Diese Geste ist gemeint:

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Eine tolle Idee von Nintendo, so ihren verstorbenen CEO zu ehren. Doch wem immer noch keine Tränen in die Augen geschossen sind, der sollte schon ein paar Taschentücher bereit halten: Dem Übersetzer Justin Epperson nach handelt es sich hierbei um einen sogenannten “omamori”, einen Glücksbringer, den man normalerweise an japanischen Schreinen findet. So soll diese Entscheidung ausdrücken, dass ein Teil von Iwata über jede einzelne Switch wacht und sie beschützt. Verdammt noch mal, wer hat hier angefangen Zwiebeln zu schneiden?! Verdammte Ninjas…

Für alle Switch-Besitzer gilt also sich jetzt schon, den 11. Juli 2018 rot im Kalender zu markieren. Denn: Wer jetzt versucht, das Datum der Switch zurückzustellen, wird wenig Erfolg haben - wenn die Switch einmal mit dem Internet verbunden war, wird sie sich nicht reinlegen lassen. Wer aber noch nicht mit seiner Switch online war, der kann den Trick selbst zuhause ausprobieren. Wir wünschen viel Erfolg.

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Nintendo ist aber bei weitem nicht alleine, was das Thema Easter Eggs angeht: Auch große Firmen wie beispielsweise Google haben so einige nette Gesten, Witze und Erinnerungen an vergangene Größen im System versteckt. Wir haben ein paar davon zusammengesucht, schaut doch mal rein!