Wo es zu Beginn der Spielgeschichte noch piepte und quakte, verleihen heute riesige Orchester einem "Modern Warfare" oder "Mass Effect" den epochalen Bombast. Im Gedächtnis haften, bleiben solche Songs aber dennoch immer wieder. Warum also nicht mal die schönsten, coolsten oder groovigsten Tracks der Gaming-Landschaft zusammentragen?

"Metal Gear Solid"? Nein - eher "Diablo 2". Oder doch ein Medley von Chris Hülsbeck? In der Redaktion rauchen seit Tagen die Köpfe und mindestens so oft wie oben stehende Fragen, hört man verzweifelte Klagelaute: "Bitte was? Nur sieben Titel? Was lasse ich denn da weg?" Trotzdem haben wir es geschafft: Die gesamte Redaktion hat ihre To 7 der liebsten Spiele-Soundtracks gewählt.

Spielekultur

- Der beste Spiele-Soundtrack
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Dem Olli seine Top 7

Platz 1: Donkey Kong Country 2 - Stickerbrush Symphony (SNES)

Euer erster Gedanke wird wohl sein: Donkey Kong!? Richtig, und mal Hand aufs Herz: Wenn ihr euch die "Stickerbrush Symphony" anhört, wollt ihr sofort Donkey Kong Country 2 spielen, nicht? Dieser Song steht für mich stellvertretend für den Charme der guten alten SNES-Ära: Atmosphärisch, mitreißend und episch. Zudem ist Donkey Kong Country 2 bis heue eines meiner absoluten Lieblingsspiele.

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Platz 2: Terranigma Ressurection (SNES)

Ich höre schon die ersten Rufe: "Du SNES-Fanboy"! Ja, ihr habt mich, ich bin geprägt. Terranigma ist eines der letzten Spiele, das für den Super Nintendo erschien und es ist dementsprechend legendär. Das "Ressurection"-Musikstück weckt instantly (!!) meinen Rollenspiel-Geist. Wenn ich es höre möchte ich Kontinente auferstehen lassen, Pflanzen und Tiere retten und natürlich irgendeinem Bösewicht den Arsch versohlen.

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Platz 3: Secret of Mana - Star of Darkness (SNES)

Wenn die absolut beste Spielemusik auf das absolut beste Spiel trifft, müsste eigentlich das Universum implodieren. Zumindest dachte ich das, als ich während meiner Kindheit Secret of Mana spielte. "Star of Darkness" habe ich stellvertretend für alle Titel des großartigen "Secret of Mana"-Soundtracks ausgewählt. Sehr zu empfehlen ist auch das "Dark Lich Theme". Noch heute bekomme ich eine fette Gänsehaut, wenn ich mir diesen Soundtrack anhöre.

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Platz 4: Super Metroid - Main Theme (SNES)

Das "Super Metroid"-Theme schafft es so gut wie kein anderer Soundtrack, die Stimmung seines Spiels einzufangen: Alleine auf einem fremden Planeten in einer verlassenen Forschungsstation. Das der Super Nintendo zu seiner Zeit einen unvergleichlich guten Soundchip hatte, lässt sich jetzt wohl kaum noch leugnen. Verantwortlich für dieses Meisterstück ist Kenji Yamamoto, der sich einige Stücke des Soundtracks singend auf seinem Motorrad erdachte.

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Platz 5: Turrican 2 Theme (Amiga)

Wenn der Midi-Synthesizer brennt, dann heißt es: Chris Hülsbeck, ich liebe dich! Warum seine Musik so verdammt gut ist? Mit einem Trick hat Mr. Hülsbeck aus dem normalerweise vierstimmigen Amiga unglaubliche sieben Stimmen herausgeholt. Kein Wunder also, dass das "Turrican 2"-Theme bis heute zu den größten soundtechnischen Meisterwerken der Heimcomputerszene zählt.

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Platz 6: Battlefield Theme (PC)

Hach, was waren das für schöne Zeiten als man sich mit seinen Freunden getroffen hat, um Battlefield 1942 per LAN zu spielen. Das "Battlefield"-Theme steht für mich bis heute noch für die große Vorfreude, mit meinen Kumpels unbeschwerte Stunden an einem Wochenende voller Weltkrieg, Pizza und Energy Drinks zu zelebrieren.

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Platz 7: Duck Tales The Moon (GB)

Viele werden es nicht kennen: "Duck Tales" für den Game Boy. Zugegeben, das Spiel war nicht unbedingt eines der größten Highlights der Weltgeschichte, aber ein Titel des Soundtracks war es meiner Meinung nach schon: "The Moon". Für den GameBoy war dieses Stück eine echte Meisterleistung, für die sich übrigens Yoshihiro Sakaguchi verantwortlich zeichnet. Wer ihn nicht kennt: Der gute Mann hat auch für Street Fighter 2 und Mega Man komponiert.

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David sagt: Nur seine Top 7 ist korrekt!

Platz 1: The Last Ninja 2 – Central Park (C64)

Bei aller Ehrerbietung für Chris Hülsbeck, aber die wahren Magier der Midi-Ära hießen anders. Matt Gray zum Beispiel. Der schusterte 1988 für „The Last Ninja 2“ aus vier Tonspuren ein fettes Beatmonstrum, das man mit etwas Politur und Produktion selbst heute noch in amtlichen Technoschuppen laufen lassen könnte. Technisch meisterhaft - wer hätte gedacht, dass man aus ein paar „Blips“ und „Blops“ solch einen Ohrwurm produzieren kann?

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Platz 2: Parodius (GB/SNES)

Grandios! Im verrücktesten Shoot’em Up der 16Bit-Ära gab es nicht eine (!) – ich wiederhole – nicht eine (!!) Stage, deren Soundtrack nicht sofort vom Stuhl reißen würde. Schon im ersten Level fangen meine Füße unkontrollierbar an zu wippen, spätestens beim "Adler Boss" kann ich mich nicht mehr halten. Das witzige daran: Sämtliche Stücke fußen auf Klassikern der Musikgeschichte, etwa Richard Wagners „Ritt der Wallküren“, die per Synthesizer „reinterpretiert“ wurden. Könnt’ ich mich reinlegen. Die Gameboy-Version ist übrigens die bessere *duck*.

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Platz 3: C&C Generals - China Battle Theme 2 (PC)

Legendär sind sie ja irgendwie alle: „C&C1“ wegen seines mitreißenden Industrialsoundtracks, “Red Alert” vor allem wegen “Hell March”. Aber wirklich gut…? Für mich hat sich „Command & Conquer“ erst in der Ära nach C&C-Stammkomponist Frank Klepacki aus der Infantilität erhoben. Sprich: Mit „C&C Generals“. Der Komponist Bill Brown spielte für die drei Fraktionen völlig unterschiedliche Scores ein – von denen die asiatisch angehauchten, hochgradig epischen „China Themes“ mit Abstand die besten sind. Wer möchte nicht zu dieser Musik seine Overlords ins Feld führen?

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Platz 4: Medal of Honor: Allied Assault - Main Theme (PC)

Eigentlich klingen Soundtracks zu Kriegsspielen ja irgendwie immer gleich, aber: vor “Medal of Honor” gab es gar keine Orchester-Scores in diesem Genre. Zumindest nicht auf derart atmosphärischem Hollywood-Niveau. Verantwortlich dafür zeichnet ein frisch gebackener Oscar-Preisträger: Michael Giacchino gewann dieses Jahr den Goldjungen für „Oben“ und komponierte u.a. die grandiose Musik zum TV-Phänomen „Lost“.

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Platz 5: Dragon Age - Unreleased Ostagar Track (PC)

Dragon Age” ist ein Kunstwerk, für mich eines der besten Spiele der letzten Jahre, vielleicht sogar der gesamten Gaming-Historie. Zum sagenhaft guten Gesamtbild trägt vor allem auch der klassisch, orchestrale Soundtrack von Inon Zur bei, der das düstere Bild einer rauen Fantasywelt trefflich untermalt. Kruderweise ist der schönste Track des Scores (spielt im Hintergrund während des ersten Besuchs im unzerstörten Ostagar) auf dem offiziellen Soundtrack gar nicht enthalten – danke, geliebtes Youtube, für die Aushilfe.

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Platz 6: WoW: Wrath of the Lich King - Grizzly Hills Soundtrack (PC)

Schon klar – „WoW“ als Außenstehender ohne Vorurteile zu betrachten, ist sicherlich nicht leicht. Lohnt sich aber. Denn abseits von hypnotischer Massenwirkung und fragwürdiger Omnipräsenz, hat das Über-MMO auch eine künstlerisch berauschende Seite an sich, die man sonst vielleicht leicht übersehen würde – kleiner Tipp: Die Grafik ist es nicht. Der Soundtrack der neuen Gebiete in Nordend ist zum Dahinschmelzen schön.

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Platz 7: Mega Man 2 – Wood Man 2 (SNES)

Schon die Musik im Boss Selection-Screen ist besser, als 90% der restlichen SNES-Soundtracks. Zusammen! Aber auch in den Levels setzt „Mega Man 2“ auf eingängiges Ohrwurm-Gedudel, das trotz beinhartem Schwierigkeitsgrad zum Weiterspielen animiert. Warum ich ausgerechnet den Woodman-Musik wähle? Nun, ganz altkluge Naturen könnten jetzt behaupten, ich wäre nie über die ersten Stages (zu denen Woodman gehört) hinaus gekommen. Aber das…*hust*…entbehrt selbstredend jeglicher Grundlage!! Genau!

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Die Top 7 des Leo S.

Platz 1: Metal Gear Solid – The Best Is Yet To Come (PS1)

Man mag über die Reihe sagen, was man will, doch dieses Stück, das gleichzeitig die Endmusik der Spionageseifenoper und die Untermalung einiger ihrer emotionalsten Momente ist, treibt mir Tränen in die Augenwinkel. Nur allzugerne hätte ich Harry Gregson-Williams' (Die Chroniken von Narnia, Shrek) kongeniales Thema für MGS 2 und 3 als meinen Favoriten benannt, aber dieser gefühlvolle Track putzt das Orchesterstück weg, wenn auch vielleicht nicht mühelos. Gänsehautfaktor: 12 (für Fans der Reihe zumindest).

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Platz 2: Civilization 4 – Baba Yetu (PC)

Kurios an manchen Spielmusiken ist, dass sie uns ermöglichen, uns teilweise selbst an so uninteressante Dinge wie ein Hauptmenü zu erinnern. Bei Civ 4 saß ich wirklich nach jedem Starten dreieinhalb Minuten rum, um dieses Lied zu hören und habe sogar bei den Erweiterungen die entprechenden Files ausgetauscht, um es auch fortan genießen zu können. Der Komponist Christopher Tin hat dieses berauschende Stück World Music geschaffen, das auch Gegner von ethnisch geprägten Sounds mitzureissen vermag. “Baba Yetu” heißt übrigens “Vater Unser”, der Text ist die Übersetzung des berühmten Gebets auf Swahili.

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Platz 3: Duke Nukem 3D – Grabbag (PC)

So rotzig, martialisch und hart wie der Held des kultigen Egoshooters ist auch das zugehörige Thema. Grabbag (Weiß eigentlich wer, warum das Lied so heißt?) beschreitet den schmalen Grat zwischen Wiedererkennungseffekt und schierer Metal-Güte, indem es ein paar der prägnantesten Riffs der Spielegeschichte durch einen Verzerrer und dann in die Ohren der Fans jagt. Die mittlerweile sehr populäre Version von Megadeth und die Verwendung des Tracks in zehn Jahren Trailergeschichte zu Duke Nukem Forever tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, diesen Song unvergessen und unvergessbar zu machen. Stellt die Verstärker auf 11 und dann: Come get some.

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Platz 4: Grim Fandango - Companeros (PC)

In einem Spiel, das aus mexikanischer Folklore, Film Noir und Art Deco zusammengebastelt ist, darf natürlich ein ebenso vielfältiger Soundtrack nicht fehlen. Zwischen all dem smoothen Jazz und den rhythmischen Beats hat es mir aber immer das Mariachi-Stück „Companeros“ angetan, das einem das erste Mal entgegenschallt, wenn man mit Manny die Straße betritt. Es setzt schlagartig die richtige Stimmung und ist verantwortlich dafür, dass ich damals sofort begonnen habe, Trompete und Violine zu lernen. Gut, es hielt nur zwei Wochen, aber was soll's?

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Platz 5: Silent Hill – Main Theme (PS1)

Tom hat seit “Alone in the Dark 3” Angst vor Maultrommeln. Ich verstehe gut, wenn jemand nach der Titelmusik zum ersten Silent Hill Angst vor Mandolinen entwickelt, obwohl es eine Schande wäre, denn dieses schaurig-schöne Stück Musik ist auch ganz unabhängig von dem tollen Spiel, zu dem es gehört, eine fabelhafte Komposition. Silent Hill 2 mag den meisten Spielern als Höhepunkt der Reihe gelten, aber an das Gruselthema des ersten Teils reichte die Musik keiner der Fortsetzungen heran.

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Platz 6: Diablo – Tristram (PC)

Als die technischen Möglichkeiten der Spiele noch beschränkter waren, mussten sich die Komponisten auf einprägsame Melodien verlassen, um z.B. einen 8-Bit Soundtrack ansprechend klingen zu lassen. So erkennt man z.B. die Mario-Melodie schon nach den ersten fünf Tönen. Die Kunst, so für Spiele zu komponieren, ist nach und nach eingeschlafen, aber als Matt Uelmen den später preisgekrönten Soundtrack zu Diablo schrieb, ging er noch einen Schritt weiter: Die Tristram-Melodie erkennt man tatsächlich bereits am ersten Akkord. Uelmen schuf ein Stück, dessen Anfang so prägnant ist, dass es auf der Diablo 3-Ankündigung nur angespielt werden musste, um einen Saal voller Menschen zum Brüllen zu bringen. Stay a while and listen? Bei so toller Musik sehr gerne.

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Platz 7: Monkey Island 2 - Jojo (PC)

"Sometimes when it's quiet I can still hear the monkeys." Monkey Island gehört natürlich auf die meisten Soundtracklisten, aber die wenigsten werden sich an das Stück erinnern, das mir am meisten hängen geblieben ist: Betritt man zu einem relativ späten Zeitpunkt die „Blutige Lippe“, die Kneipe in Woodtick, sitzt dort Jojo der Affe an einem Klavier mit Metronom und spielt leicht arhythmisch eine karibische Melodie, die mir seitdem nicht mehr aus dem Schädel will. Er spielt sogar mit seinem Schwanz und einem Fuß. Es tat mir in der Seele weh, sein Lied unterbrechen zu müssen, um mit dem Spiel fortzufahren.

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Tom und die glorreichen Sieben

Platz 1: Terranigma - Intro (SNES)

Bei Terranigma fällt es mir unglaublich schwer, nur ein Stück aus dem gesamten Soundtrack auszuwählen, von daher könnten an dieser Stelle auch genauso gut das Overworld- oder das Ressurection-Theme stehen. Arks Reise von einem kleinen Dorf in der Unterwelt bis hin zur Wiederbelebung der Kontinente, der Flora und Fauna und schließlich der Zivilisation hat mich als Kind bezaubert und daran ist zu keinem kleinen Teil auch diese fantastische Musik verantwortlich, bei der ich noch heute Gänsehaut bekomme.

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Platz 2: Final Fantasy VI - Terra's Theme (SNES)

Final Fantasy VI ist das einzige Spiel auf dieser Liste, das ich selbst nicht wirklich gespielt habe (guckt mich nich so böse an!) und doch bin ich vom Soundtrack – speziell von Terra's Theme – einfach nur hingerissen. So einem schönen, melancholischen Track kann man mit Worten gar nicht gerecht werden.

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Platz 3: Lufia 2 - Boss Battle Theme (SNES)

Okay, ich bin mit einem SNES aufgewachsen, da ist es nur logisch, dass auch irgendeine J-RPG Kampfmusik den Weg in meine Top 7 finden muss. Und Lufia 2 ist nicht nur eines der besten Rollenspiele seiner Zeit, es hat auch die meiner Meinung nach immernoch dramatischste 'Dem-Boss-hau-ich-jetzt-ordentlich-aufs-Maul'-Musik. Punkt.

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Trotz simplen Gameboy-Gedudels hat diese Melodie etwas Magisches, das mich schon als Kind sofort in den Bann gezogen hat. Wenn ich heute diese Musik höre, denke ich nicht nur an Link's Awakening, sondern auch automatisch an den Ozean... und nunja, einen riesigen fliegenden Windfisch, der eigentlich gar kein Fisch ist, sondern eher ein Wal und wie kann der sich mit diesen winzigen Flügeln eigentlich in der Luft halten und überhaupt, warum guckt der immer so gelangweilt!?

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Platz 5: Mass Effect - Main Theme

Die Intro-Musik aus Mass Effect steht stellvertretend für den gesamten Soundtrack an fünfter Stelle meiner Liste. Ob man nun auf der Normandy seiner Crew auf die Nerven geht oder den Angriff auf die Virmire-Basis leitet – stetig wird man von einer rundum passenden Soundkulisse begleitet, die die Raumfahrt so gut wie noch kein Spiel zuvor mit Tönen interpretiert.

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Platz 6: Monkey Island - A Pirate I Was Meant To Be (PC)

Da man sich bei der deutschen Version eine adäquate Übersetzung dieses Meisterstücks wohl nicht zugetraut hat, kamen die meisten Adventure-Süchtlinge von uns erst mit der YouTube-Ära in den Genuss des Piraten-Geträllers von Haggis McMutton, Edward Van Helgen, Cutthroat Bill und (wenn auch unfreiwillig) Guybrush Threepwood. We'll surely avoid scurvy if we all eat an orange?

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Platz 7: Star Fox - Corneria Theme (SNES)

3D-Grafik im Embryo-Stadium und noch keine nervige Sprachausgabe, die einem in einer Frequenz höher als das Feuer des eigenen Lasers "Do a Barrel-Roll!" zubrüllt – das war das alte Star Fox auf dem Super Nintendo, das zwar spielerisch von seinem 64-Bit Nachfolger deklassiert wurde, aber dem zumindest muskalisch weit vorraus ist. Der Grund: Allein das Corneria-Theme.

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Denis' Top 7

Platz 1: Final Fantasy III / VI: Dancing Mad

Akustisch konnte mich bisher nichts stärker umhauen, als der achtzehnminütige Soundtrack zum letzten Bosskampf in Final Fantasy IV (in den USA bekannt als Final Fantasy III). Es gibt durchaus Super Nintendo-Spiele mit schönenen Klangsamples, aber was Nobuo Uematso hier abzieht, ist einfach nur grandios, episch, furchteinflößend und eines Orchesters würdig, auch wenn im Original dafür lediglich acht Synthi-Stimmen herhalten mussten.

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Platz 2: Shadow of the Colossus - Revived Power

Koh Otanis Meisterwerk ist der Grund und Boden des emotionalen Erlebnisses von Shadow of the Colossus. Mangels Unterhaltungen mit NPCs, Shops oder anderem typischem Action-Adventure-Ballast ist man den bewegenden, oft hochtrabend emotionalen Klängen seiner Sinfonie gnadenlos ausgeliefert. Es gibt gefühlvollere Stücke als Revived Power im Soundtrack zu diesem Spiel, aber kaum ein anderes Musikstück fängt die Faszination des Abenteuers, des Wagemuts und des Strebens nach dem Unmöglichen besser ein, als dieser.

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Platz 3: We Love Katamari: Katamari on the Swing

Mit quietschigem Japano-Käse kann man mich normalerweise gut von jeder Party verjagen, aber We Love Katamari ist die große Ausnahme. Es reicht bereits das übertrieben optimistische „C'moooooon everybody“ des Sängers beim Start von „Katamari on the Swing“, um mir ein dickes fettes Grinsen in's Gesicht zu meißeln. Und der Song selbst ist ebenfalls klasse – Engrishe und japanische Texte, von denen ich kein Wort verstehe, eingehült in flippigem Swing, ergänzt durch ein spitzen Klaviersolo ... einfach nur klasse! Ich brauch nur daran zu denken, und schon singt der Kerl in meinem Kopf „OK, Mr. Sunshine! Na naaa nanananaaa....“

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Platz 4: R-Type Intro (Amiga)

Schwere Wahl für mich: Klar gehört hier ein Hülsbeck-Tune rein, aber welcher. Zur Wahl standen einerseits das Thema des ersten Levels in Apydia, der Turrican 2 Titeltrack (siehe Ollis Liste) und das speziell für den Amiga geschriebene Intro zu R-Type. Alle drei Tracks sind verdammt episch, aber ich entscheide mich für den letzten. Mit nur vier PCM- Stimmen solche Gänsehaut zu erzeugen, ist das Werk eines Meisters!

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Platz 5: Monty on the Run (C64)

Ich kann es selbst heute kaum fassen, was Rob Hubbard für das Hüpfspiel „Monty on the Run“ aus den drei Stimmen des Commodore 64 gekitzelt hat. Der treibende Bass, die quäkigen, aneinandergereihten Melodien und der gradlinige Rhythmus vermittelten deutlich mehr Not zur Eile, als der ganze Rest des Spiels. Schon witzig, bei einem Spiel, das Monty auf der Flucht heißt. Klar sind die C64-Klangfarben heutzutage etwas gewöhnungsbedürftig, aber rein handwerklich dürfte Monty on the Run der beste Soundtrack der frühen 8-Bit Ära sein. Sechs Minuten treibende Sid-Chip-Power pur!

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Platz 6: Rage Racer - Silver Stream

Uuuuh, ein heißes Eisen. Wenn man den Rage-Racer-Soundtrack heute hört, kann es einem durchaus die Fußnägel hochdrehen, so altbacken klingt der 1997er Rave-Verschnitt. Abgesehen von einem Titel: „Silver Stream“ ist ein eher typisches Ambience / Trance-Stück mit vielen Breaks und einer kaum fassbaren Melodie. Aber darauf kommt es nicht an. Es vermittelt dieses Gefühl, das einen bei einer Autofahrt in einer lauen Sommernacht einholt. Dieses Gefühl, entspannt in die Freiheit zu fahren, völlig sorglos, mit den Sternen als Dach über dem Kopf. Für mich ist der Song ein sehnsüchtiges, freiheitsliebendes, aber auch verträumtes Echo einer längst vergangenen Zeit.

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Platz 7: Secret of Mana - Prophecy (SNES)

Wer hat sich eigentlich den Schwachsinn mit den sieben Plätzen ausgedacht? Ich habe noch gefühlte 120 Musikstücke, die ich gern auflisten würde. Ich konnte nicht einmal Yuzo Koshiro unterbringen. Oder einen der Konami-Künster. Verflixt, „Prophecy“ aus Secret of Mana ist aber auch verdammt einprägsam obwohl das Stück nur dreistimmig und ziemlich kurz ist. Darum belegt es nun Platz sieben. Der ungewöhnliche Fünf-Viertel-Takt und das verwobene Spiel zwischen Flöte, Xylophon und Streicher brennen sich einfach im Gehirn fest.

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Die einzig wahre Top 7, powered by Matthias

Platz 1: Monkey Island 2 – “Tu was Sinnvolles”

Monkey Island 2 war das erste Spiel, das Lucas Arts’ iMuse-Soundsystem verwendete: Dabei werden nicht einfach einzelne Musikstücke abgespielt, sondern die Melodie dynamisch dem jeweiligen Raum und der Situation angepasst, dabei manchmal nur Nuancen verändert, um die richtige Stimmung zu erzeugen. Unvergessliche Stücke gaben sich so die Klinke in die Hand: das kultige Monkey-Island-Thema, die knarzige Melodie von Largo LaGrande, das schiefe Geklimper von Affe Jojo, der coole Swing beim Skeletttanz... Die denkwürdigste ist aber meiner Meinung nach eine simple, aber wunderschöne Melodie ganz am Ende: Nachdem die Endcredits gelaufen sind, wird der Spieler aufgefordert: „Schalt den Computer ab und tu was Sinnvolles“ – gefolgt von über drei (!!) Minuten, in denen das Spiel Vorschläge unterbreitet („Wasch dein Auto. Melke eine Kuh. Lerne Gehirn-Chirurgie. Mach eine Zeitschrift über Bleistiftspitzer. Bringe Muscheln das Korbflechten bei.“…) Im Video ab Minute 2:00.

Monkey Island 2: LeChuck's Revenge - Schalt den Computer ab und tu was Sinnvolles11 weitere Videos

Platz 2: Katakis – Track 11

Spricht man über Spiele-Musik, spricht man automatisch über Chris Hülsbeck, der meine Kindheit mit seinem persönlichen Soundtrack unterlegte. Turrican, X-Out, To be on Top, Rock’n’Roll, R-Type… Die Liste der Meisterwerke ist schier endlos. Herausgreifen möchte ich aber den Track 11 aus Katakis, weil dieses Spiel nicht nur grafisch und spielerisch das Nonplusultra auf dem C64 darstellte, sondern eben jenes Stück in seiner hymnischen Möchtegern-Symphonik wie kaum ein anderes ein Lebensgefühl der 8-Bit-Generation einfängt, die sich aus einfarbigen Flächen fantastische Welten erträumte, aus Pixelhaufen Charaktere werden ließ… und sich in piepsiger Schmalspurkanal-MIDI-Beschränktheit nach der epischen Erhabenheit sehnte, die in heutigen Vollorchester-Soundtracks selbstverständlich, aber dort leider ebenso austauschbar ist.

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Platz 3: The 7th Guest – Intro

The 7th Guest war 1993 eines der ersten Spiele, das nicht mehr auf Diskette, sondern ausschließlich auf CD-ROM erschien – und dementsprechend exzessiven Gebrauch von den neu gewonnen Speicherplatzmöglichkeiten machte, natürlich auch mit einem bombastischen Synthi-Orchester-Soundtrack, in herrlich morbiden Klängen komponiert von George „The Fat Man“ Sanger. Das Main Theme aus dem Intro (im Video ab Minute 0:30) verwendete er im Abspann auch für den coolen Popsong „The Game“: „Let’s take the time to find out what’s inside…“

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Platz 4: Gabriel Knight – St. George’s Book Store

Die schönsten PC-Spiele-Soundtracks komponierten Anfang der 90er die Adventure-Experten bei Sierra. Quest for Glory 3 und King’s Quest 6 lauten meine Favoriten. Weil dort aber kein spezielles Lied aus der Masse schöner Melodien heraussticht, habe ich mich für das Main Theme aus Gabriel Knight 1 entschieden, das zu Beginn in Gabriels Buchhandlung in New Orleans zu hören ist (im Video ab Minute 2:45, bei uns auch als MIDI-File zum Download). Erdacht wurde es vom Ehemann der Gabriel-Knight-Erfindern Jane Jensen, Robert Holmes, der abgesehen von seinen Melodien für die Gabriel-Knight-Serie nicht nennenswert in Erscheinung getreten ist. Demnächst steuert er aber für Gray Matter wieder die Musik zum neuesten Spiel seiner Frau bei.

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Platz 5: Pinball Dreams – Title Theme

Wenn selbst mein Vater erstaunt ins Zimmer kommt und gebannt murmelt: „Die Kiste kann ja mehr als piepsen. Das ist ja richtige Musik“ – dann hat irgendjemand etwas richtig gemacht. Pinball Dreams entlockte dem Amiga jedenfalls Töne, die man zuvor auf keiner Daddelkiste zu hören bekam, etwa eine E-Gitarre – oder zumindest etwas, das sich einigermaßen so anhörte…

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Platz 6: Discworld Noir – “Why Must I Be So Blue?”

Wer glaubt, Grim Fandango sei das beste Spiel im Film-Noir-Stil mit einem unvergleichlich coolen Jazz- und Blues-Soundtrack, der hat bestimmt nicht Discworld Noir gespielt, das dem Lucas-Arts-Klassiker in jederlei Hinsicht überlegen ist. Höhepunkt ist der Bluessong „Why Must I Be So Blue“, gesungen von der Trollsängerin Sapphire in einer schäbigen Kaschemme namens Octarine Parrot, das in seiner etwas unbeholfenen deutschen Übersetzung “Warum bin ich / unglücklich? Keine Zeit / für Tränen um dich“ sogar noch besser zur Geltung kommt, weil sie die Tragik einer gescheiterten, weil zarten, aber in einem plumpen Trollkörper und -gehirn gefangenen Existenz perfekt einfängt.

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Platz 7: Edna bricht aus dem Kinderspielregal

Den Höhepunkt des generell tollen Soundtracks von „Edna bricht aus“ bildet zweifellos der melancholische Edna-Song im Abspann. Dennoch präsentiere ich an dieser Stelle ein Lied, das vermutlich weniger bekannt ist: Da „Edna bricht aus“ in etlichen Elektromärkten und Kaufhäusern fälschlicherweise ins Kinderspielregal einsortiert wurde, erdachte Publisher Daedalic eine gewitzte Marketing-Aktion, bei der „Edna“-Autor Jan „Poki“ Müller-Michaelis jeden Spieler, der Edna aus der Kinderecke „befreit“, mit einem eigens gedichteten Lied auf YouTube ehrte.

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