Spielekultur - Das belächelte First-Person-Shooter-Genre auf der Nintendo Switch
Bild 1/11
00:

Das belächelte First-Person-Shooter-Genre auf der Nintendo Switch

von Hy Quan Quach

Mit mittlerweile rund 18 Millionen verkaufter Geräte ist die Switch der größte Hit Nintendos seit Jahren. Mit der Hybridkonsole hat das Kyotoer Traditionsunternehmen bewiesen: Handheld-Gaming ist alles andere als tot, vor allem in Verbindung mit Spielen in Konsolenqualität – wenn auch technisch eine Generation im Rückstand. Der Erfolg kommt aber nicht von ungefähr: Nintendo macht dieses Mal vieles richtig, was etwa noch bei der Wii U undenkbar war. Dazu zählen neben einer vollen Unterstützung für Indie-Titel auch eine regelmäßige Veröffentlichung von First-Party-Titeln. Switch-Besitzer müssen nicht mehr monatelang darben, ehe sie mit Spielenachschub versorgt werden, egal auf welchem Weg und in welchem Genre.

Nur ein Genre wirkt aktuell etwas vernachlässigt, wenn auch aus gutem Grund: das des First-Person-Shooters. Switch, Nintendo und brutale FPS? Das passt für viele (noch) nicht zusammen. Eine im Vergleich schwächere Hardware und die eher familienfreundliche Politik - die aber immer weiter aufgelockert wird – nicht umsonst gelten Nintendos Produkte seit jeher bei Nichtkundigen als das bedenklos bei der Wahl nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk für die Kinder oder Enkelkinder. Und Nintendo baut dieses Image weiter aus: mit Nintendo Labo. Mit dem Bastelprojekt wird das Experimentieren gefördert und die Switch völlig losgelöst vom reinen Dasein als Hybridkonsole.

Doch Nintendo hat die Zeichen der Zeit auch im bislang vernachlässigten Bereich der Erwachsenenunterhaltung erkannt. Spiele wie Bayonetta 2 und Devil's Third für die Wii U hat das Unternehmen sogar als Publisher auf den Markt gebracht. Die Bemühungen sind also da. Allerdings werden ganz besonders First-Person-Shooter in der Regel noch immer mit State-of-the-art-Grafik gleichgesetzt – und die Switch kann es in dieser Hinsicht nicht mit der direkten Konkurrenz aufnehmen. Klar, die Portierung von DOOM hat bewiesen, zu was die Switch in der Lage ist und gezeigt, dass der Vorteil der Portabilität den Nachteil der Grafikleistung im Zweifelsfall aufwiegt.

Daher wollen wir euch heute fünf bereits erschienene und vier kommende First-Person-Shooter vorstellen, die (für Genrefans) einen Blick wert sind. First-Person-Spiele wie The Elder Scrolls V: Skyrim, Minecraft, Outlast, ARK: Survival Evolved und kommende Titel wie Metroid Prime 4, über die noch nicht allzu viel bekannt ist, lassen wir hier außen vor und konzentrieren uns auf “Ego-Shooter” der klassischen Definition.

Kommentare (0)
Gastkommentare sind für diesen Beitrag gesperrt. Bitte logge dich ein um einen Kommentar zu schreiben.