Letzte Woche sorgte ein Plagiatsfall beim IGN-Magazin für Aufsehen. Der Redakteur Filip Muicin hat offenbar eine Review fast wortgenau bei einem YouTuber abgeschrieben. Nachdem der verantwortliche Redakteur entlassen wurde, will das Magazin nun seine anderen Artikel auf Plagiate untersuchen und hat sie deshalb proaktiv offline gestellt.

Auf Twitter äußerte sich IGN-Editorial Manager Justin Davis zur Situation und dazu, wie in der Sache weiter vorgegangen wird. „Tief enttäuscht und verärgert, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass wir unwissentlich eine Arbeit bezahlt haben, die direkt von anderen abgelöst oder bestenfalls von anderen abgeleitet wurde. Ich versichere euch, dass wir sehr aktive Schritte unternehmen, um alles zu entfernen und es richtig zu machen. Ich fühle mich betrogen“, schrieb Davis.

Darüber hinaus hat IGN, um weitere Skandale zu verhindern, einen extremen Schritt unternommen: Das Magazin hat Muicins Arbeiten vollständig von der Webseite getilgt. „Zu denen, die fragen - Alle vom Autor geschriebenen Inhalte werden proaktiv entfernt, unabhängig davon, ob ein Problem festgestellt wurde“, erklärte der Manager hierzu. „Einige davon können später wiederhergestellt werden, einige wichtige Berichte können von anderen Autoren überarbeitet werden, und vieles davon wird offline bleiben.

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In einem bereits wieder gelöschten Video äußerte sich Muicin zu der Situation und entschuldigte sich bei allen, nur nicht beim YouTuber, den er plagiiert hat. Er habe nicht absichtlich abgeschrieben, so seine Erklärung. Kurze Zeit später konnten auch Plagiate bei seiner FIFA 19- und Metroid: Samus Returns-Review nachgewiesen werden.