SpellForce - The Order of Dawn
(PC-Preview)
von Tobias Wüst

Ein vielversprechender Real Time Strategy (RTS) - Rollenspiel (RPG) Mix aus deutschen Landen und dazu noch »Bestes PC Spiel« auf der diesjährigen Games-Convention? Wir haben als einer der Ersten einen ausführlichen

Blick auf »Spellforce« werfen dürfen. Und was für einen.

Man nehme ein Echtzeitstrategiespiel ala WarCraft 3, ein Rollenspiel ala Gothic 2 und werfe beides in einen großen Topf. Nach erfolgreichem Umrühren erhält man hoffentlich eine erstklassige Genre-Mixtur und spricht somit Fans aus beiden Lagern an.

Spellforce - The Order of Dawn - Trailer

Ungefähr das muss sich das deutsche Phenomic-Team gedacht haben als sie vor fast drei Jahren mit den Entwicklungsarbeiten an»SpellForce« begonnen haben. Der Plan scheint aufzugehen, denn SpellForce hinterlässt einen erstklassigen Eindruck.

Eine epische Story
Die Hintergrundgeschichte zu SpellForce ist enorm umfangreich. Eine genaue Erklärung würde den Rahmen dieses Previews deutlich sprengen, denn alleine das Textmanuskript des Spieles erreicht schon fast Romanstärke. Ausserdem wollen wir nicht allzuviel verraten; alleine der Plot der Geschichte wäre ein eigenes Kapitel wert.

Während 13 Magier ein dunkles Ritual vollführen, tritt urplötzlich eine Ungereimtheit auf, wodurch die Welt von SpellForce in 32 Teile zerfällt. Diese treiben seither im Raum und sind nur durch magische Portale miteinander verbunden. Die Aufgabe des Spielers besteht darin, diese Landstriche wieder zusammen zu fügen...vorerst.

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Auf ihrem Weg durch die einzelnen Regionen erwarten Sie nun zahlreiche gut und schlecht gelaunte Kreaturen sowie eine gehörige Portion Action.

Echte Charakter-Generierung
Doch bevor es losgeht steht zuerst einmal die Charakter-Generierung an, ganz wie bei einem »richtigen« RPG. Erfreulicherweise wird man dabei nicht von unzähligen Optionen erschlagen (man denke nur an »Dungeons & Dragons«), wodurch auch RPG-unerfahrene Spieler Spaß am Helden basteln haben werden. Zur Auswahl stehen sieben Klassen, die dann jeweils noch in weiteren Unterklassen spezialisiert werden.

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Vom Krieger bis zum Schwarzmagier sind viele Kombinationen möglich, so dass jeder seinen persönlichen Lieblingshelden finden wird. Nach erfolgreichem Wählen der Klasse geht es gleich weiter zum Verteilen der Statuspunkte. Jede der sieben Eigenschaften (Stärke, Durchhaltevermögen, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Intelligenz, Weisheit, Charisma) hat einen Anfangswert von 25 Punkten. Vor dem Spielstart dürfen nun aber noch 30 weitere Punkte beliebig verteilt werden.

Angehende Krieger sollten hierbei mehr Wert auf Stärke und Geschicklichkeit legen, während Zauberlehrlinge eher in Intelligenz oder Weisheit investieren sollten.

Ganz ungeduldige Spieler können übrigens auch einen der vorgefertigten Charaktere wählen.

Überzeugendes Interface
Danach geht es ab ins eigentliche Spiel. Wer vorher schon mal ein Echtzeitstrategiespiel gespielt hat, der wird sich sofort heimisch fühlen. Ressourcen-Anzeige, Mini-Map und

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Zauberleiste sind passend an den Bildschirmrändern angeordnet. Eine nette und nützliche Idee ist ausserdem die Leiste am oberen Rand, auf der man sofort erkennen kann, welche Gruppen man welchem »Hotkey« zugeordnet hat. Lästiges Suchen oder Rumprobieren entfällt.

Wie bei WarCraft 3 wird jeder Held zusätzlich durch ein kleines Bild charakterisiert. So hat man die Lebensanzeige seiner Lieblinge ständig im Auge und kann innerhalb kürzester Zeit die Helden anwählen und reagieren. Zusammengefasst kann man sagen, dass weniger manchmal mehr ist. Phenomic hat zu Gunsten der Übersicht auf zu viele Buttons verzichtet, was die Spielbarkeit deutlich verbessert und der Übersicht zu Gute kommt.

Spaß haben mit dem Inventar
Bei keinem Rollenspiel darf ein Inventar fehlen. Hier werden unseren Helden neue Ausrüstungsgegenstände angelegt und auch Zaubersprüche erlernt. In SpellForce ist die Handhabung des Inventars hervorragend gelungen.Schon nach kurzer Einarbeitungszeit findet man sich »spielend« zurecht und kann nach einem Levelaufstieg Statuspunkte verteilen oder Runen einsetzen. Ebenfalls enthalten ist eine Übersicht über die Einheiten und Gebäude, die man zu einem späteren Zeitpunkt wird produzieren bzw. erbauen können.

Wer noch einmal ältere Aufträge nachlesen möchte oder an einer bestimmten Stelle nicht genau weiß, was zu tun ist, kann im Questbuch nachschlagen.

Sechs verschiedene Rassen
Sie haben keine Lust, ständig mit Menschen spielen zu müssen? Kein Problem, denn insgesamt sind sechs verschiedene Rassen im Spiel enthalten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die Elfen sehr gute Fernkämpfer sind, überzeugen die Orks eher im Nahkampf.

Auch die vier anderen Rassen (Menschen, Dunkelelfen, Trolle und Zwerge) haben individuelle Vorteile, die es im Spiel zu nutzen gilt. Im Gegensatz zu anderenStrategiespielen wählt man allerdings zu Spielbeginn keine Rasse aus. Der Held stößt im Verlauf des Spiels auf Runensteine (wobei jeder Rasse ihre eigene Runen zugeordnet ist), die er einsetzen muss, um in optisch beeindruckenden »Monumenten« Arbeiter und Krieger produzieren zu können.

Reisen leicht gemacht: Bindstones
Was passiert eigentlich wenn ein Held stirbt? Hier hat man sich stark an bekannte Onlinerollenspiele wie Dark Age of Camelot angelehnt. An sogenannten »Bindstones« können sich die Helden binden. Im Falle des Ablebens werden sie dann am letzten Bindstone wiederbelebt, was Sie allerdings durchaus auch in einen anderen Teil der Welt verfrachten kann. Für Sicherheitsfanatiker sei an dieser Stelle erwähnt, dass regelmäßiges Speichern selbstverständlich schnell und einfach möglich ist.

Von Händlern und Helden
Wie viel RPG steckt nun wirklich in SpellForce? Natürlich reicht es nicht an andere Rollenspielgrößen heran, aber das war auch nicht das

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Ziel des Herrstellers. Die wichtigsten und spannendsten RPG Elemente wurden sehr gut ins Spiel integriert. So kann man beispielsweise in großen Städten unterschiedliche Händler besuchen, nach Herzenslust feilschen und die gefundenen Items in Geld umsetzen. Auf seinen Reisen trifft man immer wieder auf andere Abenteurer, die einem neue Aufträge zuweisen oder wichtige Informationen zu bestimmten Quests parat haben. Die Atmosphäre, das Gefühl, welches dabei herüberkommt ist hervorragend.

Die Mischung aus Rollenspiel und Strategie ist gewagt...aber gelungen!