Zensur, Zensur, Zensur … Wenn ich das schon höre. Titel werden für volljährige Menschen freigegeben und trotzdem einer Zensur unterzogen. Was soll das? Haben die Herren Zensurella Angst, ich könnte nach dem Spielen von „Der Stab der Wahrheit“ meinen Furz anzünden und Feuer fangen? Quasi meine Versicherung um ihr hart verdientes Geld betrügen, weil ich den Kenny gemacht habe? Wie schlimm kann dieses Spiel denn … bitte … Was zur …!?

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Der Hammer der Wahrheit

Ihr müsst diesen Aussetzer entschuldigen. Die Konzentrationsfähigkeit kann schon einmal nachlassen, wenn ein abgetriebener Fötus mit Hakenkreuzarmbinde auf dich zukriecht und mit wunderbar klischeehafter deutscher Stimme „Guten Tag“ brüllt, während er sein kleines Ärmchen hebt.

Durch den plumpen Versuch, rechtsradikale Symbole und Verhaltensmuster durch einen einfachen schwarzen Balken zu zensieren, beziehungsweise schlichtweg zu verstecken, wird diese Situation nur noch skurriler. Um nicht zu sagen: angsteinflößend.

South Park: Der Stab der Wahrheit - Schwarzer Humor kann niemals zu weit gehen … Wohl aber schlecht sein.

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Eine der Szenen, die zensiert wurden.
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„Schocken“ heißt das Zauberwort. Und wer versteht sich besser darauf, den Zuschauern eine Idee, einen Gedanken - wie mit einem harten, dicken Brett – direkt ins Gesicht zu klatschen und noch zwei- / dreimal nachzuschlagen, als die berühmten Schöpfer von South Park?

Doch ist dieses Spiel in der Serie – vor allem in den späteren Staffeln – mit subtilen Andeutungen, bitterbösen Humor und politischen Kinnhaken gespickt. Selbst plump wirkende Versuche, das Publikum zu schocken, zu ärgern oder einfach nur anzuekeln, haben an sich immer einen sehr interessanten und oftmals auch aussagekräftigen Grundton.

Packshot zu South Park: Der Stab der WahrheitSouth Park: Der Stab der WahrheitErschienen für PC, PS3 und Xbox 360 kaufen: ab 12,90€

Wäre es also zu viel der Erwartung, wenn ich mich dem Wunsch hingebe, die gleichen wohlüberlegten, doppeldeutigen und von bitterbösen Zungen gesungenen Tiefschläge auch in der Videospieladaption genießen zu dürfen?

Für South-Park-Fans: hui. Als Rollenspiel: pfui.Fazit lesen

Scheinbar schon. Denn „South Park – Der Stab der Wahrheit“ ist keine Plattform für eine neue Geschichte, für neue Diskussionen, neue Andeutungen, Zweideutungen und dreifach versteckte Anspielungen. Sondern ganz plumper Quatsch mit Hinterlader-Witzen.

South Park: Der Stab der Wahrheit - Schwarzer Humor kann niemals zu weit gehen … Wohl aber schlecht sein.

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Furzen. In diesem Spiel muss man einfach verdammt oft ... furzen.
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Furzen. Pupsen. Dampf ablassen.

Dabei fing alles so schön an. Als neues Kind in der Nachbarschaft von South Park mit den anderen „spielen“. Alte Bekannte treffen, viele mehr oder weniger versteckte Andeutungen auf die Serie und einzelne Folgen genießen. Sich an bestimmte Momente erinnern, liebgewonnene Orte besuchen und sich einfach daran erfreuen, wie die Kinder mit der Macht der Vorstellungskraft spielen.

So stehe ich da – mit meinem kleinen Holzschwert – und stelle mir vor, ich wäre ein mächtiger Krieger aus einem Reich, dass nur in der Imagination von unschuldigen Kindern existiert. Im Kampf gegen die bösen Dunkelelfen und immer im Dienste, um den Stab der Wahrheit zu verteidigen. Ja, so kann das Abenteuer starten …

Wenige Stunden später blicke ich auf diese naive Einstellung zurück. Vor mir hängt der entblößte Hodensack von einem alten Mann. Feuer und Explosionen überall. Nazi-Zombies brüllen: „Wir haben Mittel und Wege Sie zum sprechen zu bringen“. Ich trage ein Kondom als Mütze. Meine ritterliche Kleidung, kaum mehr als die pubertäre Version einer Kriegerinnen-Rüstung. Meine Waffe: ein zu groß geratener Dildo mit angeklebten Schamhaar. Was ist passiert? Wo bin ich falsch abgebogen?

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Der Stab der Wahrheit. Könnt ihr ihn beschützen?
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Die Antwort ist ernüchternd und enttäuschend zugleich: gar nicht. Ich bin einfach nur dem Strom des Spielverlaufs gefolgt und habe mich von dem Nonsens und Albernheiten wegspülen lassen. Weg von jeglichem Verstand. Weg von aller Hoffnung auf schwarzen Humor und bösem Gelächter. Und weg vom letzten Fitzelchen Niveau und der Hoffnung auf eine Geschichte, die dem Ruf von South Park gerecht wird.

Bestenfalls ist der gesamte Titel eine Aneinanderreihung von allen Folgen, Ereignissen, Charakteren und Storyverläufen, die es in siebzehn Jahren Dauerschwachsinn gegeben hat. Ein: „Schaut, was es alles gab und erinnert euch, wie lustig ihr das einstmals fandet“. Das kann für einen waschechten Fan sehr interessant und erheiternd zugleich sein. Doch ist es kein Ersatz für die Erwartung, ein „richtiges“ Spiel zu bekommen. Mit einer „richtigen“ Geschichte.

So werdet ihr in dem ganzen Spiel keine Szene, keinen Spruch und kein Ereignis miterleben, welches ihr noch nicht kennt. Nichts ist neu. Nichts ist einfallsreich. Als würde man sich eine Doku mit den besten Szenen und größten Lachern aus vielen Jahren SP ansehen. Und ist dann eine Szene – ein Charakter oder ein Ereignis – doch mal „neu“, so will es nur billig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der kurze Lacher durch den skurrilen Schocker.

Klar musste ich schmunzeln, als ich durch den Dickdarm von Mr. Sklave wanderte. Als im Hintergrund die Ballade von Lemmiwinks trällerte und der Spatzenprinz mir den Weg wies. Doch das ist eher ein Problem meines Humors. Und nicht einfallsreich. Nicht neu. Nichts aufregendes. Es ist wie Brot backen. Und zwar aus anderem, alten Brot. So lecker es einstmals war … Jetzt ist es Mist.

Das bessere Browsergame

Am Ende soll eigentlich nur gesagt werden, dass der Humor in diesem Spiel genau das ist, was „South Park“-Fans lieben und SP-Gegner verteufeln. Doch unterm Strich ist es nicht der gleiche Humor. Sondern der Selbe. Schade eigentlich. Da hätte man auch ein Best-Of bringen können oder gar eine Doku. Ein Spiel dafür herhalten zu lassen, siebzehn Jahre South-Park-Gags neu aufzuwärmen ist irgendwie … arschig.

Doch auch das Kampfsystem kitzelt zu Beginn mit seiner Eigentümlichkeit und übergibt sich über mehrere Stunden in eine festgefahrene Situation, die irgendeinen Fluss in irgendeine Richtung vermissen lässt. Ganz nach dem Prinzip „Anfangs hui – später pfui“, zieht sich das Kampfsystem in die Länge und wird dabei immer dünner und dünner, bis nur noch der Schein von Balancing und ausgeklügelter Strategie übrig bleibt.

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Das Kampfsystem ist simpel und überschaubar. Aber auch recht umfangslos.
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Gerade zu Beginn fasziniert das Kampfsystem in „Der Stab der Wahrheit“ mit seiner Andersartigkeit. Ihr werdet aktiv in die rundenbasierten Kämpfe mit eingebunden und eure Aufmerksamkeit wird genauso gefordert, wie euer Reaktionstalent. Schritt für Schritt lernt ihr, Gegenstände zu verwenden, Zauber zu wirken, mächtige Fähigkeiten einzusetzen und im richtigen Moment Tasten zu drücken, um perfekte Angriffe vom Stapel zu lassen und um zu blocken.

Und … das wars. Nein, wirklich. Mehr kommt da nicht? Am Ende stehe ich da, mit fünf Fähigkeiten, von denen ich sowieso nur zwei regelmäßig nutze. Vier Zaubern (die von Klasse zu Klasse gleich sind) und den immer gleichen Gegenständen, um Mana und Fähigkeitenpunkte, sowie Lebenskraft zu regenerieren.

Und dann klicke ich mich so durch die Welt. Bekämpfe die immer gleichen Gegner, auf die immer gleiche Weise. Es wird nicht größer. Es gewinnt über die Zeit nicht an Umfang. Erfindet sich nicht selbst neu oder überrascht noch zum Ende. Nein, es bleibt wie es ist.

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Ein Held im Schlafanzug. Warum nicht?
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Rechtzeitig blocken und die verschiedenen Gegnertypen mit den entsprechenden Attacken angreifen. Mehr tut ihr nicht. Nie. Und das ist schade. Denn gerade ein so simpel gestricktes Kampfsystem, dass auf dem Prinzip „Ich hau dich, dann haust du mich“ basiert, braucht Umfang, Damit die lieben Käufer nicht ihren Arm brauchen, um den Kopf zu stützen und vor Langweile anfangen, nebenbei wirklich South Park zu gucken.

Dieses ermüdende Gefühl der Enttäuschung wird noch dadurch verstärkt, dass sich die vier Klassen im Spiel nur marginal voneinander unterscheiden. Ihr erhaltet zwar – je nach Wahl - vier völlig individuelle Fähigkeiten, jedoch werden diese auch nach angestrengtem leveln nicht großartig anders. Es kommt nichts wirklich neues hinzu.

Die Tatsache, dass jede Klasse die gleichen vier Zauber erlernt und absolut jeder, absolut jeden Gegenstand, jede Waffe, jede Rüstung verwenden kann, senkt den Wiederspielwert enorm und macht die Wahl eurer Klasse zu einem simplen Spiel der Vorlieben. Oder des Humors. Aber nicht der taktischen Entscheidung.

Und um der ganze Sache noch die Krone aufzusetzen – die eigentlich niemand tragen will – könnt ihr mit jedem gewonnenen Level lediglich eine Sache an einer Fähigkeit verbessern. Eine. Und noch eine spezielle Fähigkeit für jeden Batzen Facebook-Freunde, die ihr im Spiel selbst gewinnt. Fertig ist … Na, ja. Eigentlich nur eine Art besseres Browser-Game.

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Die "mächtigen" Beschwörungen sind ein kleines Highlight im Spiel.
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Für das gesamte Spiel braucht ihr eh lediglich euren Standard-Angriff, zwei Fähigkeiten, die ihr im Dauertakt verwendet und einen Begleiter, der eure eigenen Unzulänglichkeiten ausgleicht. Was wiederum alle später folgenden Begleiter obsolet macht. Die sind aber eh völlig overpowert und vereinfachen das Spielprinzip dadurch von doppelt zu dreifach.

Wenn es nach mir geht, braucht man eh nur Butters. Der kann einen heilen. Hat eine Lache, dass ich mich regelmäßig selbst vom Hocker gehauen hätte. Und ist einfach unfassbar liebenswert. Außerdem kloppt er gut rein, wenn es sein muss.Was brauche ich mehr? … Nein, ernsthaft: was brauche ich mehr? Nichts.

Ausrüstungsgegenstände, Make-Up und anderen Krims und Krams findet ihr am laufenden Band. Ebenso Kleidung und Waffen, die in regelrechten Massen in das Spiel eingebaut wurden, jedoch überschaubar wenige Bonuseigenschaften aufweisen. Am Ende ist euer Inventar mit hunderten Gegenständen zugewürgt, die alle irgendwie das Gleiche machen.

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Wenn ihr mal nicht wisst, wie es weiter geht: einfach furzen.
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Die minimalen Veränderungen und Unterschiede in den Werten wären ja gar nicht so schlimm. Wenn man eine gute Übersicht hätte. Oder wenigstens ein Menü, dass nicht so unfassbar fuddelig aufgebaut ist, dass man die Gegenstände schon gar nicht mehr ändern will. Weil es einfach zu viele Nerven kostet.

Ja. Es nervt. Es nervt nicht zu wissen, wo man was findet. Es nervt, nach Stunden und noch mehr Stunden, immer noch nicht zu wissen und sich beantworten zu können, was sich die Programmierer hierbei nur gedacht haben. Nervt. Nervt. Nervt. Das gesamte Menü könnte man auch in die Tonne kloppen, durchschütteln und wieder in das Spiel schütten. Würde wohl keinen Unterschied machen …

Weil einfach einfach einfach ist

Verschiedene Schwierigkeitsgrade hin oder her. Sobald ihr euch auf das eingestellt habt, was das Spiel euch entgegen wirft, wird es auch schon zu einfach. Das Balancing in „South Park – Der Stab der Wahrheit“ ist einfach ein Witz.

Die gesamte Zeit über kloppt man sich ohne Widerstand durch. Dann kommt plötzlich ein Gegner, der sich wirklich Mühe gibt, so etwas wie einen spannenden Kampf aufkommen zu lassen und dann ist es auch schon wieder vorbei. Taktik durchschaut, Gegner nicht mehr gruselig. Schlimmer noch: gleicher Gegner kommt in stärkerer Version noch einmal. Und ist schwächer als zuvor? Was zur …!?

Die Welt ist irgendwie zu klein. Die Dungeons mehr als überschaubar. Die „Verstecke“ für sammelbare Gegenstände sind zu plump. Und die Gegnermassen zu Klongesichtig. Der Umfang fehlt einfach. Das Balancing fehlt zusätzlich. Alles wirkt wie viele einzelne Ideen, ohne das gewisse Etwas dazwischen, das alles zusammenhält und miteinander verbindet.

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Viele Szenen haben es gar nicht in das fertige Spiel geschafft.
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Als hätte man einen Pott mit Ideen gefüllt. Sie fleissig reingeworfen. Mehr und mehr. Immer weiter. Scheinbar während man sich alte folgen zu rate zog. „Hey, das ist witzig. Das nehmen wir mit rein … Und das da. Und das. Und den Gag habe ich schon immer geliebt“.

Und wie machen wir daraus jetzt ein Spiel? „Ach, da fällt schon irgendwem irgendwas ein.“. Und genau das bekommen wir. Irgendwas. Für einen Moment durchaus spaßig. Für mehrere Stunden zu flach. Zu Ideenlos. Aus den einzelnen Ansätzen hätte man jeweils ein mehr als gutes Spiel zaubern können. Doch dann muss man diese Ideen auch reifen lassen. Sich Gedanken machen. Und nicht einfach hoffen, dass es schon klappen wird.

Der Lichtblick am hinteren unteren Ende von Mr. Sklave
Sollte man ein Studio dafür loben, dass sie es geschafft haben, dass ihr Spiel schei... aussieht? Nein? Doch? Bitte?

Eigentlich schon. Denn „South Park – Der Stab der Wahrheit“ sieht tatsächlich zu jeder Minute und an jedem Ort aus, als würde man selbst Hand an eine der unzähligen Folgen legen. Und auch wenn South Park den Ruf als potthässliche Animationsserie hat, ist es doch irgendwie berauschend, einmal selbst Teil der Geschichte zu sein.

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So viel Schwachsinn, so wenig Zeit.
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Die coolen Original-Synchronsprecher machen das so aufgebaute Feeling quasi perfekt. Und um der Sache noch die Krone aufzusetzen, ist die Musik im Spiel einfach nur göttlich gut gelungen und untermalt die Ereignisse geradezu perfekt. Dezent tummelt sie sich im Hintergrund. Buhlt nie um Aufmerksamkeit. Stellt sich nie ins Rampenlicht. Und macht trotzdem einen fantastischen Job.

Leider sind das wenige Punkte, die einer sehr langen Liste an Problemen gegenüberstehen. Entscheidungen im Spiel, die keine sind, bilden da nur den Anfang. Doch in diesem Moment … Wenn die Musik und das Bild sich abstimmen. Mein herrlich doof dreinblickender Charakter sich im Zentrum des Geschehens befindet und wie in Zeitlupe der Schwachsinn Überhand ergreift … Ja, dann kann man erahnen, wie verdammt gut dieses Spiel hätte sein können.

In seinem Kern ist es ja auch gar nicht so schlecht. Nicht unterirdisch oder verkorkst. Es ist nur unsagbar enttäuschend. Warum hat man nicht mehr aus dem Kampfsystem rausgeholt? Warum hat man nicht Entscheidungen, die auch wirklich welche sind? Warum ist das Spiel so kurz? Warum ist der Wiederspielwert so gering? Warum ist das Balancing so schlecht?

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"South Park: Der Stab der Wahrheit" erscheint bei uns am 06.03.2014.
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Fragen, die keine Antworten brauchen. Es ist nunmal so. Ein schlechtes Spiel, das eigentlich keines ist. Doch das macht die Entrüstung nur noch größer. Die Enttäuschung noch belastender.

Ja. ich habe gelacht. Oft. Ja, es sind wirklich gute Momente dabei. Manche Ideen … Einfach grandios. Ich will dem geneigten Käufer unter euch auch gar nicht zu viel verraten. Denn die Ereignisse leben von ihrem Moment. Von der Überraschung. Und leider stehen sie ganz alleine da. Gute Ideen treffen auf schlechte Umsetzung und ein gerademal besseres Browsergame führt durch siebzehn Jahre South Park. Ist die Enttäuschung da nicht allzu gerechtfertigt?