Wenn ein zwei Meter großer Hüne mit doppelt so großem Schwert auf ein kleines japanisches Mädchen einschlägt, dann hat der Große nix zu lachen. Zumindest wenn das Ganze bei Soul Calibur passiert, denn bei Namcos neuestem Teil der Serie geht es wieder rasant zur Sache und Größe allein ist dabei nicht alles. Wird sich Project Soul mit der neuen Episode des Waffenkampfes selbst ins Bein schneiden oder die Konkurrenz zurechtstutzen?

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Die Qual der Charakterwahl

Wieder schickt das Schicksal die unterschiedlichsten Krieger auf die Suche nach den beiden Schwertern Soul Edge und Soul Calibur. Beide besitzen große Macht und nur der stärkste Kämpfer kann die Klingen in seinen Besitz bringen.

Soul Calibur 4 - Brachiale Action, heiße Mädels und sogar Darth Vader

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Die Optik von Soul Calibur IV bringt die Serie ins Next-Gen-Zeitalter.
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Wie schon in den Vorgängern bietet auch Soul Calibur IV eine große Auswahl an Charakteren. Diesmal geben sich 34 Männer, Frauen und andere Wesen die Ehre. Neben altbekannten Gesichtern wie Cervantes oder Mitsurugi greifen auch neue Abenteurer nach den legendären Schwertern. Sogar Algol, der Erschaffer von Soul Calibur, und Yoda, Jedi-Meister der Herzen, greifen erstmals in das Geschehen ein. Viele Charaktere müssen jedoch erst einmal im Story-Modus besiegt werden, damit sie zur Auswahl stehen. Andere müssen wiederum vom hart erkämpften Spielgeld gekauft werden.

Wäre diese Auswahl nicht schon genug, kann jeder Charakter auch individuell ausgerüstet werden. Soll die nette Ivy ein dickes Kettenhemd tragen oder doch lieber ein knappes Latextop? Hier kommt gar der geneigte Sims-Spieler auf seine Kosten. Von Frisuren über Kleidung bis hin zu neuen Waffen lässt sich alles ändern und verbessern. Sogar im Level können die tapferen Kämpfer aufsteigen und somit neue Gegenstände oder Fähigkeiten ausrüsten.

„Boah! Die hat aber große Polygone.“

Neben dem klassischen Arcade-Modus, in dem man sich wie gewohnt von einer Runde in die nächste kämpft, gibt es auch Story-, Turm- und Multiplayermodus. Besonders der Turm-Modus ist interessant, denn hier kämpft der Spieler sich mit mehreren Charakteren einen Turm, Etage um Etage, nach oben. Dabei tritt er gegen eine Vielzahl ständig nachrückender Gegner an.

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Dürfen nicht fehlen: lange Beine, große... äh, Polygone.
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Für die einzelnen Kämpfe gibt es Geld, für das man sich neue Gegenstände, Artworks und Charaktere kaufen kann. Sogar geheime Schätze lassen sich durch besondere Aktionen heben, diese schalten dann neue Kleidungen und andere Sachen frei. Wer sich nicht alleine grün und blau schlagen möchte, kann sich auch mit einem Freund zusammen die Grütze aus dem Kopf schlagen. Soul Calibur IV bietet erstmals einen Online-Mehrspielermodus.

Bewährtes Gameplay in neuartiger Optik: Sinnvolle Verbessserungen wie der Soul Gauge hieven die Serie ins Next-Gen-Zeitalter.Ausblick lesen

Wer es dann endlich geschafft hat, sich durch die große Menü- und Charakterauswahl zu wühlen, wird schnell erkennen, dass Project Soul die Reihe wirklich ins Next-Gen-Zeitalter geholt hat. Detailreiche Charaktere und atmosphärisch gut gelungene Kampfarenen erfreuen den Grafikfetischisten ebenso wie knallige Effekte im Kampf. Wenn zwei blutjunge und schöne Mädels sich die Silikonimplantate aus dem Körper prügeln, weiß man einen HD-Fernseher wirklich zu schätzen.

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Hübsche Effrekte begleiten die coolen Moves.
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Verschiedene Musikstücke unterlegen die Kämpfe mit passender akustischer Untermalung, auch wenn man diese zwischen den knalligen Soundeffekten selten hört. Wer die englischen Sprecher nicht leiden kann oder Originalgefühl haben möchte, kann in den Optionen die japanische oder die englische Sprachausgabe wählen.

Die Steuerung geht nach ein paar Kämpfen leicht von der Hand. Besonders erfreulich ist, dass jede einzelne Taste vom Spieler selbst mit einer Aktion belegt werden kann. Etwas üben sollte man jedoch schon, denn sonst verfrachtet man sich auch gerne einmal selber aus der Arena.

„Ich mach dich nackig!“

Das bewährte Spielprinzip ist zwar zu großen Teilen gleich geblieben, jedoch erfuhr der neueste Teil der Serie auch einige Verbesserungen. So wurde unter anderem der Soul Gauge eingeführt, der durch einen kleinen Kristall neben der Gesundheitsleiste angezeigt wird. Dieser verfärbt sich bei verschiedenen Aktionen grün, blau oder rot.

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Wer ordentlich zuhaut, sieht die Mädels in Unterwäsche.
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Letzteres passiert wenn der Spieler blockt. Macht man das aber zu lange, wird der Soul Gauge knallrot und blinkt. Für den Gegner ist das eine tolle Gelegenheit, denn nun kann er mit einem einzigen Schlag einen Teil der Rüstung zerschlagen. Da die Rüstungen der Kämpfer in drei verschiedene Bereiche eingeteilt sind, lassen sich die Charaktere wie eine Zwiebel aus ihrer Rüstung schälen.

Dieses neue Feature kann aber auch zu Verwirrung führen, nämlich dann wenn die hübsche Dame plötzlich nach einem harten Treffer nur noch in Unterwäsche vor einem steht. Wenn der Gegner nun weiterhin blockt und der Spieler es schafft, dessen Soul Gauge erneut zu erschöpfen, kann er einen verheerenden, kritischen Schlag ausführen, der sofort tödlich endet.

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Im Gegensatz zu den Trailer-Szenen werden Yoda und Vader nicht gegeneinander antreten können.
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Beim zweiten Teil der „Soul Calibur“-Reihe bekam jede der Konsolenplattformen einen einzigartigen Charakter spendiert. Auch der vierte Teil lässt jeweils einen exklusiven Kämpfer für die Xbox 360 und die Playstation 3 auf den Spieler los. Die Xbox 360 bekommt den machterprobten Kampfflummi Yoda spendiert, und der finstere Darth Vader versucht die Playstation 3 auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Beide können spezielle Machtattacken einsetzen, um sich einen kleinen Vorteil vor ihrem Gegenüber zu verschaffen.

Passend zu den beiden Lichtschwert schwingenden Kämpfern steht auch eine Arena im Hangar eines Sternenzerstörers zur Verfügung, und während sich im Hintergrund das Imperium eine erbitterte Schlacht mit den Rebellen liefert, trällert dazu die berühmte „Star Wars“-Musik aus den Lautpsrechern. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Da Yoda und Lord Vader ihre Auftritte exklusiv auf verschiedenen Konsolen absolvieren, werden leider keine aufregenden Lichtschwertduelle zwischen den beiden möglich sein.