Da hat es Sony mit der PS Vita aber nicht besonders gut erwischt, könnte man meinen. Nicht nur, dass der Handheld nicht besonders erfolgreich ist, Sony musste auch schon mehrere Werbungen aufgrund Sexismus-Vorwurfs zurückziehen. Und jetzt das: Die Bundeshandelskommission der US-Regierung hat Sony aufgrund irreführender Werbung zum Start der PS Vita im Jahre 2012 zu Strafzahlungen verdonnert.

Sony - US-Regierung straft Sonys irreführende PS-Vita-Werbung ab

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Die PS Vita - Sonys Sorgenkind
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Der Vorwurf: Sony und die Werbeagentur Deutsch LA, Inc. sollen die PS Vita mit Details beworben haben, die es so nicht oder nur eingeschränkt gab / gibt. Im Grunde geht es um die Punkte Remote-Play und 3G-Gaming.

"Im Jahre 2012 bewarben Sony und die Werbeagentur Deutsch LA, Inc. die PS Vita im Internet und über Werbevideos, Fernsehwerbung und in Geschäften", so die Bundeshandelskommission, kurz FTC (Federal Trade Commission). "Die Werbung suggerierte, dass man 'Niemals mit dem Spielen aufhört', und zeigte Spieler, die 'Remote-Play, 'Cross-Save', und Echtzeit-3G-Features genossen."

Die Wahrheit sah laut der FTC aber ganz anders aus. So wurde Killzone 3 als Beispiel für Remote-Play angeführt, während es tatsächlich gar nicht über Remote-Play auf der PS Vita funktionierte.

Weitere Punkte:

  • Die Werbung von Sony suggerierte die Möglichkeit von Cross-Play und Cross-Save. Über Cross-Save sollte man ein Spiel auf der PS3 pausieren, um es dann auf der PS Vita fortzusetzen. Doch dieses Feature gab es nur mit einer kleinen Auswahl an Titeln. So nennt die FTC als Beispiel das Sportspiel MLB: The Show. Cross-Save auf der PS Vita ist nur nach einem kompletten Spiel aus neun Innings auf der PS3 möglich.
  • Sonys Werbung für die PS Vita nahm zwar Stellung zum Feature Cross-Save, versäumte es aber, zu erwähnen, dass diese Features auch nur dann genutzt werden können, wenn man ein betreffendes Spiel sowohl für die PS3 als auch für die PS Vita erworben hat.
  • Ein weiterer Punkt betraf die 3G-Version der PS Vita. Wer die 3G-Version erwarb, wollte damit natürlich auch unterwegs über das Mobilnetz Multiplayer-Spiele starten. Doch in Wahrheit funktionierte dieses Feature nie so, wie es Sony bewarb.
  • Und dann Remote-Play. Bei der PS4 und der PS Vita funktioniert das Ganze derzeit ja recht gut, aber in Kombination mit der PS3 war Remote-Play de facto kaum nutzbar. Nur wenige Titel waren auf diese Weise über die PS Vita spielbar. Killzone 3, das Spiel, das Sony zur Bewerbung von Remote-Play nutzte, schon mal gar nicht.

Diese ganzen Streitpunkte führten dazu, dass Sony seine Kunden mit irreführender Werbung lockte, und dadurch einige Kunden geschadet hat. Daher ordnete die FTC an, dass Sony Kunden, die die PS Vita vor dem 1 Juni 2012 erwarben, eine Entschädigung in Form eines 50-Dollar-Gutscheins geben oder 25 Dollar überweisen soll. Des Weiteren darf Sony in Zukunft derlei irreführende Werbung nicht mehr betreiben.

Hier ein Beispiel einer solchen Werbung für die PS Vita: