Nachdem die Bewegungssteuerungen Move und Kinect sich auf dem Markt etabliert haben, konzentrieren sich die Plattformhersteller auf den 3-D-Trend. Dabei will Sony nun über fünfzig Spiele auf den Markt bringen, die den neuen Grafikstandard unterstützen.

Sony - Über 50 Spiele sollen in 3-D produziert werden

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Alles wird 3-D. Aber kommt es bei den Kunden wirklich gut an?
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Der Konsolenhersteller will nach eigenen Angaben Schulungen für externe Entwicklerstudios anbieten, damit die Spiele nach einem gemeinsamen Standard entwickelt werden können.

Zwanzig Spiele will Sony intern entwickeln lassen und es soll bei der Gesamtzahl von fünfzig Spielen nicht bleiben. Die Zahl der Spiele, die den 3-D-Standard unterstützen sollen, wächst schnell.

Dabei ginge es nicht allein darum, Tiefeneffekte zu den Spielen hinzuzufügen. Die Entwickler müssten genau wissen, wie man das Beste aus der Technologie der PlayStation herausholen könnte. Um dies zu gewährleisten, spricht Sony externe Entwicklerstudios und Publisher an und offeriert ihnen Schulungen, um schneller fit für die 3-D-Entwicklung zu werden.

Die Studios sollen die Entwicklung von 3-D-Spielen nicht nur technisch beherrschen, sie sollen auch kreativ damit umgehen können und neue, innovative Möglichkeiten bei der Produktion von Inhalten finden.

„Ein großartiges Beispiel ist Killzone 3. Wenn man es in 3-D spielt und der Spieler eine Bombe an der Wand anbringen muss, dann sieht es so aus, als würde sich die Bombe mit dem Spieler im Raum befinden. Und es fühlt sich ehrlich so an, als würde die Sprengladung auf eurem Fernseher sitzen“, kommentierte es Mick Hocking von Sony Coputer Entertainment Europa auf einer Entwicklerkonferenz in Liverpool.

Die Unterstützung für 3-D-Inhalte wurde auf der PlayStation 3 bereits mittels eines Firmwareupdates Mitte diesesJahres nachgerüstet. Gleichzeitig begann der Plattformhersteller mit dem Verkauf von 3-D-Fernsehern und stereoskopische Brillen.

Das Interesse am 3-D-Markt wüchse sehr schnell, so Mocking. Die verschiedenen Zweige der Unterhaltungsindustrie wären schwer daran interessiert, 3-D-Funktionen zu nutzen und in ihre Geräte zu integrieren. Kinofilme, Fernsehen, Webseiten und Videospiele würden die Entwicklung der neuen Technologie begrüßen.

„Wenn die Leute erst einmal sehen, was für großartige Inhalte 3-D bietet, dann entscheiden sie sich dafür ein 3-D-Fernsehset zu kaufen“, behauptet Mocking.

Das widerspricht allerdings zumindest den Umfragen, die in Großbritannien gemacht wurden. Dort wollten sich höchsten 1 % der Befragten tatsächlich ein 3-D-Gerät anschaffen. Auch klagen nicht wenige Leute, die 3-D-Filme im Kino sehen, nach einer Weile über Kopfschmerzen oder Übelkeit, was nicht gerade für eine begeisterte Aufnahme der neuen Technologie spricht. Ebenfalls stören sich einge potenzielle Konsumenten an der Notwendigkeit einer 3-D-Brille. Ob sich dies also positiv für den Umsatz von 3-D-Spielen auswirkt, ist entsprechend fraglich.

Wir dürfen also gespannt sein, welche Titel Sony demnächst mit 3-D-Unterstützung auf den Markt bringen will. Bereits Anfang des Jahres 2010 kündigte der Plattformhersteller an, einige ältere Spiele mit der neuen Technologie aufzurüsten. Möglicherweise bietet der Hersteller auch aus diesem Grund die Schulungen an, denn es ist deutlich schwerer, die Patchs zu entwickeln, mit denen ein altes Spiel nachgerüstet wird, als ein 3-D-Spiel von Anfang an neu zu entwickeln.