Sony versteht keinen Spaß mehr, was die Hacks der PlayStation 3 angeht. Obwohl für die gehackte PSP eine Firmwareupdate herausgebracht wurde, dürfte klar sein, dass es kaum möglich ist, die Piraterie auf dem Handheld einzudämmen. Was die PS3 angeht, deren Entwicklungskosten auch um einiges höher waren, kämpft Sony mit deutlich härteren Bandagen.

Sony - Sony richtet sein Juristen-Team neu aus - Streitwert auf 1 Million Euro festgelegt

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Eine Million Euro Streitwert im Fall graf_chocolo. Hacken ist offensichtlich ein teurer Spaß.
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Derzeit wird das Juristen-Team aufgestockt, um ein Anti-Piraterie- und Markenschutz-Team zu bilden, das sich dann primär um die Abwicklung von Klagen und die Betreuung von Agenturen, deren Aufgabe es ist, für den Schutz geistigen Eigentums zu sorgen, kümmern wird. Dass das Team vergrößert werden muss, zeigt sich allein schon an der großen Anzahl von Leuten, gegen die Sony mittlerweile juristisch vorgeht, weil sie an Hacks der Konsole beteiligt waren. So, wie es momentan aussieht, werden es auch noch viel mehr Klagen gegen PS3-Hacker.

Erst kürzlich wies Sony in einer offizielle Stellungnahme darauf hin, dass die Konsumenten umgehend aufhören müssen, die Hacks zu benutzen, alle im Umlauf befindlichen Geräte (USB-Sticks und Co.) zum Knacken der Konsole entfernen und alle nicht autorisierte Software löschen müssen.

Dass ein Hack der Konsole nicht unbedingt zu den günstigsten Dingen gehört, die man so machen kann, zeigt die Geschichte des Hackers Alexander Egorekov, alias graf_chocolo. Das Amtsgericht Hamburg hat unter dem Aktenzeichen 310 O 24/11 das Verfahren gegen den Hacker eröffnet und einen Streitwert in Höhe von 1.000.000,00 Euro festgelegt. Dies geht aus einer Aufforderung gegenüber Website-Betreibern hervor, auf denen Egorekov die Dateien des PS3-Betriebssysstems abgelegt hatte. Die Betreiber wurden nun mehr von der Anwaltskanzlei Arnold & Ruess in Düsseldorf dazu aufgefordert, die entsprechenden Dateien zu entfernen, da sie sich ansonsten der Mittäterschaft schuldig machen würden.

Egorekov kümmern derartige Dinge recht wenig, denn er gesteht zu, dass er weiter hacken will. Es bedeute ihm mehr als sein Leben oder alles Geld, das Sony von ihm verlangen würde - dementsprechend sind ihm derartige Klagen auch relativ egal.