Der deutsche PS3-Hacker Alexander Egorenkov, besser bekannt als „graf_chokolo“ hat ein Problem: Er kann weder die Gerichtskosten noch die von Sony geforderten Schadensersatzsummen aufbringen. Damit bleibt ihm nun keine andere Wahl, als ins Gefängnis zu gehen.

Sony - PS3-Hacker graf_chokolo geht ins Gefängnis - kann Gerichtskosten nicht zahlen

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuSony
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 7/81/8
Hacken kann teuer werden - besonders wenn man dabei Urherberechte verletzt. Das bekommt nun auch graf_chokolo zu spüren.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Sony verlangt eine Million Euro Schadensersatz für den Hack der PS3. Egorenkov hatte versucht, die Firmware so zu manipulieren, dass es wieder möglich werden sollte, Linux auf der Konsole zu installieren - eine Funktion die Sony offiziell entfernt hatte. Eine Summe, die man nicht einfach mal eben so aufbringen kann - zudem hat ihn allein das Gerichtsverfahren schon arm gemacht.

Auf seiner Internetseite hinterließ er den Kommentar, dass er „kein Geld mehr übrig“ habe. „Ich werde bald ins Gefängnis gehen, weil ich die Gerichtskosten nicht zahlen kann. Aber ich bin bereit für alles, einzustehen, was ich sagte und auch dafür ins Gefängnis zu gehen.

Es ist nicht wichtig zu gewinnen. Viel wichtiger ist es ihnen zu zeigen, dass man zu kämpfen bereit ist und so einfach können sie mich nicht einschüchtern. Ja, ich bin bereit für meinen Glauben und meine Prinzipien ins Gefängnis zu gehen.“

Zudem will er unbedingt seine Arbeit fortsetzen, denn diese bedeutet ihm sehr viel. Wie er das im Gefängnis machen will ist allerdings fraglich. Es erscheint, in Anbetracht der Umstände, zumindest sehr unwahrscheinlich, dass man ihm einen Computer und eine PlayStation 3 zur Verfügung stellen wird.