Nachdem das PlayStation Network nun seit über fünf Tagen im Wartungsmodus ist, hat Sony zugegeben, dass sie nicht sicher sind, ob die personenbezogenen Daten der Nutzer kompromittiert wurden oder nicht. Die Gefahr, dass das tatsächlich passiert ist, ist aber vermutlich ziemlich gering.

Sony - Kredikartendaten im PSN sind sicher - wenn man keine gehackte Konsole hat

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Sony untersucht zur Zeit die Sicherheit der Transaktionsdaten im PSN.
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Ars Technica unterhielt sich mit einem Hacker, der mit der Angelegenheit vertraut ist. Dieser gab bekannt, dass das PSN das gleiche SSL-Verschlüsselungssystem benutzt, das für die Übertragung von sensitiven Informationen zwischen den Servern und Webbrowsern benutzt wird, wie man es von allen großen Anbietern wie Banken, Sparkassen oder Online-Händlern kennt. Technisch hat jede PS3 verschiedene Zertifikate implementiert, die dazu dienen, die Übertragung der Daten zwischen Konsole und PSN zu verschlüsseln.

Das größte Risiko des Diebstahls von Kreditkarteninformationen besteht für diejenigen, die sich dazu entschieden haben, eine eigene, gehackte, Firmware in der Konsole zu installieren. Damit würde dann zwar Homebrew-Software möglich, aber zugleich auch die Sicherheit des PSN umgangen. Eine selbstgeschriebene Firmware könnte ebenfalls die Möglichkeit beinhalten, die Informationen, die die PlayStation 3 an das PSN senden will, an einen Drittanbieter-Server umzuleiten, wo diese Daten dann entschlüsselt und gestohlen werden können, bevor sie an das PSN weitergeleitet würden. Dabei werden dann die Transaktionen nicht beeinflusst, aber Kriminelle könnten die persönlichen Daten zwischen den Servern abgreifen.

Angeblich sind diese Risiken für diejenigen, die eine offizielle Sony-Firmware benutzen eher unerheblich. Damit ist die Botschaft, die Sony überbringt, recht deutlich: Wer eine gehackte Firmware installiert, der läuft Gefahr, dass ihm die Kreditkartendaten gestohlen werden.