Nachdem Kaz Hirai offiziell zum Präsidenten von Sony Computer Entertainment ernannt wurde (er übernimmt das Amt offiziell am 1. April 2012), äußert er sich nun über die Vergangenheit und die mögliche Zukunft der PlayStation-Hardware. Es war ganz offensichtlich keine all zu angenehme Zeit - und ihm ist auch ganz klar, das Sony deutlich umdenken müsse. Denn so, wie es aktuell läuft, könne es nicht weitergehen.

Sony - Kaz Hirai berichtet von einer Vielzahl an Problemen

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Sony muss umstrukturiert werden, wenn die Firma überleben will.
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Sobald Hirai offiziell die Position des Präsidenten von Sony Computer Entertainment übernommen hat, will er einige Änderungen durchführen. Nachdem er die Geschichte der PlayStation 3 Revue passieren ließ, kam er zu dem Schluss, dass sich das Unternehmen an die neuen Gegebenheiten anpassen müsse, da man ansonsten in ernsthafte Schwierigkeiten käme.

„Ich denke nicht, dass jeder [bei Sony schon bei den Änderungen mit an Bord ist], aber ich denke, die Leute kommen so langsam auf die Idee, dass wenn wir‘s jetzt nicht umdrehen, wir in ernsthaften Schwierigkeiten stecken könnten.“

Zum Ende des aktuellen Fiskaljahrs, am 31. März 2012, erwartet Sony einen Verlust in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar zu machen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie ursprünglich erwartet war.

„Ich dachte, das PlayStation-Geschäft umzukrempeln würde die größte Herausforderung in meiner Karriere werden, aber ich schätze ich habe ich geirrt. Es ist ein Problem nach dem anderen. Ich fühle mich wie ‚Heilige Scheiße - was jetzt?‘“

Im Jahre 2006 übernahm Hirai das PlayStation-Geschäft, als der damalige SCE-Präsident Ken Kutaragi bekannt gab, dass die PlayStation über 2 Milliarden Dollar Verluste machen würde. Kurz, nachdem Hirai als Nachfolger für die PlayStation-Abteilung feststand, unternahm er recht schnell Schritte, um die Produktionskosten der Hardware zu senken und das finanzielle Ausbluten von Sony Computer Entertainment zu beenden.

Als nächste große Aufgabe, nachdem er Geschäftsführer von Sony geworden ist, will Hirai die gesamte Produktpalette von Sony, immerhin über 20.000 Produkte, umkrempeln.

„Sony kann nicht weiterhin den gleichen Weg beschreiten. Sony muss neue Geschäftsgebiete finden, wie zum Beispiel die Medizin. Wir müssen außerdem unser Geschäftsportfolio selektieren und eingrenzen. Wir können nicht einfach weiterhin ein großer Lieferant von Hardwareprodukten sein, auch wenn einige Leute von uns erwarten, dass wir genau das tun.“

Hirai will, dass sich das Unternehmen auf die Nutzererfahrung konzentriert. Die Schüsselfragen für die Hardware, die sich momentan in der Herstellung befindet, sollten auf drei essenziell bedeutsame reduziert werden: „Was kannst du mit dem Produkt machen? Was sind unsere Dienstleistungen? Was für einen Inhalt hast du? Es geht nicht allein um die Hardware, es geht um die Nutzererfahrung.“

Eine derartige Einstellung ist keineswegs neu. In der Tat erinnert sie sehr an die Firmenphilosophie von Apple: Weniger Produkte haben, die dafür eine optimierte Nutzererfahrung bieten.