Wie wir alle wissen, waren die Entwicklungskosten der PlayStation 3 so hoch, dass die Konsole erst nach mehreren Generationswechseln und etwa 5 Jahren Laufzeit wirklich rentabel wurde. Um nun Geld bei der Pflege des Systems zu sparen, hat Sony im Laufe der Zeit auch einige Funktionen weggelassen.

Sony - Die Entfernung von anderen Betriebssystemen auf der PS3 sollte nur Geld sparen

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Die "Other OS"-Funktion viel dem Sparfuchs zum Opfer. Sicherheitsrelevant ist die Funktion nämlich keineswegs.
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So viel dem Sparbedürfnis des japanischen Elektronikriesen nicht nur der Emotion-Chip zum Opfer, der noch in der ersten, 60-GB-Version der PlayStation 3 dafür sorgte, dass alte PS2-Spiele abgespielt werden konnten. Auch die Möglichkeit, ein anderes Betriebssystem auf der Konsole zu installieren wurde aus Gründen der Sparsamkeit entfernt, nicht etwa, weil es sicherheitsrelevant gewesen wäre.

Die Entfernung dieser Funktion per Softwareupdate hatte Sony einige Klagen eingehandelt. Unter anderem US-Universitäten hatten die Konsolen als Cluster für aufwendige Rechenoperationen eingesetzt, nachdem sie Linux installiert hatten. Der Cell-Prozessor ind er PS3 ist nämlich eine günstige Alternative zu den sonst verwendeten Großrechnern. Nach dem Update wurden diese Konsolen-Cluster allerdings völlig nutzlos. Statt einem großen Linux-Rechner, hatten die Universitäten nur noch ein Regal voll Spielkonsolen in den Laboren stehen.

Nun stellte sich allerdings im Rahmen eines Klageverfahrens heraus, dass die Funktion zum Aufspielen anderer Betriebssysteme nicht etwa aus Sicherheitsgründen entfernt wurde. Man kann nämlich überhaupt keine Spiele (und damit auch keine raubkopierten) spielen, wenn das andere Betriebssystem aktiv ist. Sowohl API als auch Grafikhardware werden blockiert, sobald ein anderes Betriebssystem geladen wird. Nein, ganz im Gegenteil: Die Funktion ist für Sony schlicht und ergreifend zu teuer in der Wartung, sodass sie qua Softwareupdate deaktiviert wurde.