"Zero Gravity ist etwas besser als sein Vorgänger, schafft es aber auch nicht, Segas einstige Kultfigur aus dem Mittelmaß zu befreien." - Leo R. Scholz-Liederscheidt

Wirklich überzeugen kann Segas blauer Igel auch dieses Mal nicht. Die Ideen der Entwickler wie der Gravi-Effekt, das Schwarze Loch als Multifunktionswerkzeug oder die sehr individuellen Fahrzeuge sind dabei gar nicht schlecht. Atmosphärisch macht der Titel allerdings vieles falsch, die lahme Steuerung gibt dem Spiel dann den Rest. Vor allem in Punkto Grafik sollte man den Designer ordentlich was auf die Finger geben.

Sonic Riders: Zero Gravity - Spezialfähigkeiten TrailerEin weiteres Video

Für Liebhaber und Alleskäufer ist Zero Gravity kein Fehlkauf, Speedjunkies allerdings sollten die Hände davon lassen: Die Gefahr, vor lauter Lenk-Frust den Controller auch ohne Schlaufe durch das Zimmer zu werfen, ist zu groß. Eigentlich schade: Besonders schlecht ist Zero Gravity nämlich nicht, nur leider auch nicht besonders gut.

Sonic Riders: Zero Gravity ist für Wii und seit dem 22. Februar 2008 für PS2 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

Pro

  • Mehrere Steuerungsvarianten
  • 16 Charaktere zur Auswahl
  • Ausreichende Anzahl von Strecken und Fahrzeugen

Contra

  • „Neue“ Stunts nicht wirklich nachvollziehbar
  • für Wii antiquierte Grafik
  • Kein Steuerungsmodus unproblematisch
  • Steuerungsansprache nicht kompatibel zur Spielgeschwindigkeit

Grafik

Da meinten die Entwickler zu sehr auf das alte Flaggschiff PS2 achten zu müssen und haben äußerste Vorsicht walten lassen. Fataler Fehler, denn genügend Spiele der alten Lady würden hier im Vergleich mit Siebenmeilenstiefeln davonziehen. Einzig die Inszenierung des Gravi-Effekts ist gelungen.

Sound

Anfangs wirklich gute Beats, technisch manchmal etwas zu unausgereift. Nach einer Weile nerven die monotonen Bassrhythmen allerdings nur noch.

Gameplay

Klar: Die Hintergrundstory ist wie bei den meisten Renn-Spielen ziemlich uninteressant. Die Vielfalt der Fahrzeuge, Charaktere und Strecken ist dagegen anständig. Der Spielspaß-Funke will dank Gruselsteuerung trotzdem nicht überspringen.

Multiplayer

Bis zu 4 Spieler können in den verschiedenen Modi per Splitscreen miteinander spielen. Das Handicap ist wieder die Steuerung, insbesondere im sogenannten Vorwärtsmodus. Ist das Zielen schon im Einzelspiel schwierig, wird es im Multiplayermodus fast unmöglich.