Sommerspiele (PC-Test)

Tastensport: Sommer 2004, Olympia ist im vollen Gange und Gold gibts auch wieder zu holen. Virtuelles Gold !!! In »Sommerspiele« könnt ihr jetzt das bekommen was jeder Sportler auf dieser Welt gerne hätte. Doch ganz so einfach ist das nicht,

denn Sportler aus allen Ländern machen euch das Leben schwer und der Sieg rutscht in nicht greifbare Ferne. Doping gibt es im übrigen auch keines ;-). Da hilft nur eines... Trainieren und besser werden.

Mögen die Spiele beginnen
Die Idee von Olympia wurde bisher auf dem PC nur recht selten umgesetzt und wenn doch, dann waren die Ideen, welche die Entwickler einbauten, nicht gerade umwerfend. Leider führt Independent Arts diese Tradition fort und bringt mit »Sommerspiele« wenig neue Innovationen in das Genre.

11 Disziplinen in den Bereichen Leichtathletik, Schwimmen und Schiessen sind nicht gerade viel und Sportarten wie Speerwerfen oder Kugelstossen sucht man vergebens. Fans von Titeln wie »Track and Field«, die eine Abwechslung suchen, kommen aber trotzdem auf Ihre Kosten, denn der Turnier-Modus macht für eine gewisse Zeit Spass

Sommerspiele - Haben Sie das Zeug zum Top-Athleten?

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und das Erreichen von Goldmedaillen ist meist Anreiz genug, es doch immer wieder zu versuchen.

Das eigentliche Ziel ist es aber, die Rekorde von anderen Sportlern zu brechen und seine eigenen Rekorde zu verewigen.

Das ist leichter gesagt als getan, denn die Steuerung des Spiels ist teilweise etwas knifflig, wenn nicht sogar umständlich, die Befehle werden trotzdem ohne bemerkbaren Verzögerungen umgesetzt. Wer mehr als zwei Hände hat ist hier klar im Vorteil, denn einige Sportarten verlangen 3 Tasten an unterschiedlichen Stellen auf eurer Tastatur gleichzeitig.

Am besten ihr legt euch neben »Sommerspiele« auch noch eine neue Tastatur zu, denn eure jetzige wird mit Sicherheit sehr unter diesem Tastaturgehacke leiden.

Packshot zu SommerspieleSommerspieleErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Allein im Stadion
Was die grafische Leistung angeht, kann »Sommerspiele« nicht mit aktuellen Sportspielen mithalten.

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Fast alles was im Stadion dargestellt wird, sieht selbst mit 2 Ghz Rechenpower, nicht nach einer Spitzenleistung aus. Mit einer Radeon 9700 »128MB« und 512MB DDR Ram ist man allerdings gut im Rennen und erzielt eine gute Spielperformance.

Das Publikum besteht lediglich aus nicht beweglichen zweidimensionalen "Pappwänden", was das Stadion in einen Friedhof verwandelt und auch die 3D Sportler weisen teilweise sehr seltsame Mängel auf. Die Stadien selbst sind allerdings schön anzusehen und recht farbenfroh. Lediglich über die Soundausgabe stellt man fest, das irgendwo auch ein Publikum vorhanden sein muss. Dieses jubelt sogar wenn ihr mit euren Leistungen ganz hinten liegt und verliert. Solche ergebenen Fans wünscht sich aber wohl jeder Sportler. Zur Soundausgabe und Einleitung jeder Disziplin gehört auch immer eine langwierige Startansage.

Diese kann bei mehrmaligem Wiederholen der Disziplinen schon recht nervig werden, da sie nicht zu unterbrechen ist. Auch die Replay-Funktion »TV-Übertragung« lässt einige Wünsche offen, denn mehr als ein simples Filmchen und einige Funktionen wie Zeitluppe werden nicht angeboten. Realismus kommt durch diese Mängel fast niemals auf und so wird ein Olympia- oder Sportfeeling recht schnell zerstreut.Gold oder Bronze
Je nach Schwierigkeitsgrad sind die vom Computer gesteuerten Sportler besser oder schlechter als ihr. Die Disziplinen verlangen weniger eure Aufmerksammkeit, sondern vielmehr eure Schnelligkeit mit den Fingern und gleichen sich viel zu sehr. So unterscheiden sich die Laufdisziplinen fast gar nicht

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von den Schwimmdisziplinen, mal abgesehen davon, das eines von beidem im Wasser stattfindet. Im Prinzip geht es hier darum durch schnelles oder angepasstes drücken von zwei unterschiedlichen Tasten, eine hohe Geschwindigkeit zu erzielen. Hochsprung und Hürdenlauf verlangen hier sogar noch eine Taste zusätzlich, wobei dies in Fingergymnastik ausarten kann. Hier sollte man sich auf jeden Fall eine eigene Tastaturbelegung einfallen lassen. Die Schnellfeuerpistole ist mit der Maus zu steuern, wobei dies allerdings recht viel Übung erfordert, denn die Waffe ist doch recht eigenwillig. Schon im leichtesten Grad müsst ihr manchmal stark auf die Tasten hauen, damit ihr nicht der Letzte werdet. Im schwierigsten und fast nicht zu schaffenden Grad, qualmen ausser der Tastatur auch noch eure Finger und das grenzt dann doch schon an Sport. Wer nicht nur gegen den Computer spielen mag, der kann das auch gegen 8 andere reale Spieler tun. Hierzu gibt es im Spiel die Option "Hotseat" oder wenn ihr nur zu zweit seit, reicht auch eine Tastatur. Je nach Disziplin treten alle Spieler gleichzeitig oder nacheinander an. Dies macht nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch zeitfüllender als der Simultanmodus. Am Ende liegt aber auch hier der Spielspass viel zu schnell unter einer zumutbaren Grenze, so das »Sommerspiele« am Ende nur als Lückenfüller für Pausen oder Langeweile zu empfehlen wäre. Spielspass viel zu schnell unter einer zumutbaren Grenze, so das »Sommerspiele« am Ende nur als Lückenfüller für Pausen oder Langeweile zu empfehlen wäre.