Mit einer Finanzabteilung im Rathaus einer eurer Städte könnt ihr die Steuersätze jeder einzelnen Schicht und jeder Steuerzahler-Sparte einzeln kontrollieren. Je größer eure Stadt wird, desto empfindlicher reagieren vor allem Industrie und Gewerbe auf zu hohe Steuern. Schon bei 11% dauert es nicht lange, bis einige gehen. Allerdings könnt ihr die obere Einkommensklasse ein wenig länger belasten als alle anderen, falls die Finanzen mal knapp werden.

Generell sind 10% als Richtwert für alle Steuerzahler angemessen – da beschwert sich niemand. Durch das Senken von Steuern könnt ihr aber eine bestimmte Bevölkerungsschicht in die Stadt locken, wenn ihr sie braucht. Richtet euch dabei nach ihrer Zahlungskräftigkeit. Die untere Schicht liebt die magische 9%-Hürde. Klappt natürlich auch mit der Mittelklasse, kostet euch aber auf Dauer viele Einnahmen, da die Mittelklasse meist am stärksten vertreten ist. Bis sie nachwächst, entsteht ein großes Loch im Haushalt.

Hebt ihr die Steuern danach wieder um 1%, rennen euch ein paar der neuen Einwohner davon, aber nicht alle, sofern sie sich anderweitig wohl in eurem Ort fühlen.

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Gerade bei diesem Thema zeigt sich, dass hohe Einwohnerzahlen nicht das ultimative Ziel des Spiels darstellen, denn egal wie viele Leute Steuern zahlen, die Summe, die ihr braucht, um sie zu versorgen, ist meist deutlich höher. Eine Anwohnerzahl von 150.000 bis 200.000 Bürgern kann gut gehalten und versorgt werden.

Sie lässt zudem Platz für eure Spezialisierung. Sollen es mehr werden – möglich sind knapp unter 300.000 –, hilft nur Gegenfinanzierung durch Tourismus oder exzessiven Handel. Als erfolgreich im Sinne des Spiels zählen schon Städte mit mehr als 75.000 Einwohnern. Solange ihr damit Geld verdient und alle Zunften zufriedenstellt, ist alles in Butter. Einige Bauflächen lassen kaum mehr als 120.000 Einwohner zu, weil sie durch Flüsse und Berge versperrt sind.

Eng mit dem Thema Finanzen verwoben sind die Themen Wasser und Energie, denn jedes Gebäude und selbst jeder Park benötigt eine Grundversorgung aus Geld, Wasser und Strom. Werden die Finanzen knapp, habt ihr nur wenige Möglichkeiten, einer Pleite aus dem Weg zu gehen. Entweder ihr nehmt noch einen Kredit auf und seht zu, dass der Laden wieder läuft, oder ihr erhöht die Steuern, was euch Zulauf in der Stadt kostet und eventuell Gesellschaftsschichten verärgert. Alternativ könnt ihr wenig genutzte und wenig profitable Gebäude abschalten oder sie gleich abbauen. Überlegt euch das mit dem Abbauen zweimal, denn das Wiederaufbauen kostet erneut Geld.

Kredite

Kredite sind verführerisch, wenn das Geld zuneige geht. Mit ihnen flickt man gerne Lücken im System – wenn etwa auf einmal der Wasserpumpe der Saft ausgeht oder die Polizei Verstärkung bleibt. Der Kredit über 50.000 Credits ist dabei am finanziell ausgeglichensten und belastet eure stündlichen Einnahmen nicht zu sehr. Nehmt nur 100.000, wenn ihr unbedingt die ganze Summe braucht und eine stabile Wirtschaft am Laufen habt. Wir raten zudem, nicht mehr als zwei von den drei möglichen Krediten anzunehmen, sonst zahlt ihr euch an den Zinsen tot. Denkt daran, dass ihr Kredite vorzeitig zurückzahlen könnt – dadurch spart ihr auch Zinsausgaben.

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