So langsam wird eure Stadt immer größer und dichter. Aber wie teilt ihr sie am besten auf? Wie in jedem Sim City gibt es einen ungefähren Richtwert für die Aufteilung zwischen Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten.

Im Groben muss die Summe an Wohnungen der Summe an Arbeitsplätzen plus Stadtwerken entsprechen, wobei deutlich weniger Gewerbe als Industrie vonnöten ist. Industriegebäude fassen zudem mit jedem bessern Status mehr Leute auf kleinem Raum. Ihr werdet am Ende also weniger Fläche für Industrie benötigen in den ersten Phasen.

Das Idealverhältnis ändert sich ein wenig, wenn ihr eure Stadt spezialisiert und unterschiedliche Einkommensschichten in eure Stadt lockt. Industrie ist vor allem für die untere und mittlere Einkommensschicht wichtig, benötigt aber vergleichsweise wenig Platz, wenn sie mal hochgestuft wurde. Die obere Einkommensschicht benötigt ebenfalls die Industrie, aber eher als Abnehmer statt als Arbeitgeber.

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Spezialgebäude, die mehr Platz brauchen, werden dann immer häufiger benötigt. Reiche Einwohner müsst ihr durch Technologie, hohe Bildung, exzellente Wohnlage und exquisite Einkaufsmöglichkeiten zufriedenstellen. Diese Bevölkerungsschicht ist sehr pingelig, meckert aber auch nicht so schnell, wenn ihr höhere Steuern fordert.

Was uns zu einem wichtigen Punkt in Sim City bringt: Maßgeblich ist nicht, wie viele Einwohner eure Stadt hat, sondern wie wohlhabend und zufrieden eure Bürger sind. Eine Stadt mit 150.000 bis 200.000 Einwohnern kann bereits eine Goldgrube sein, da ihr weniger Gelder für Stadtwerke und Instandhaltung investieren, gleichzeitig aber die Steuern niedrig halten könnt. Ihr könnt bei bestmöglich genutztem Platz durchaus an etwa 300.000 Einwohner herankommen, doch macht das den Alltag sehr kompliziert.

Verstopfte Straßen, viel Müll und viel Abwasser verlangen permanentes Management. Fehlt eurem Ort dann auch noch Wasser, werdet ihr permanent Gebäude niederreißen müssen, um dem Grundwasser hinterherzurennen. Dadurch wird es schwerer, Wohlhabende in die Stadt zu locken. Eine Müllplage, einmal Wassermangel oder Stromausfall und sie ziehen entnervt aus. Große Städte bestehen zudem zumeist aus zahlungsschwachen Leuten der unteren Einkommensschicht. Die benötigt ihr durchaus, aber ihr wollt ja auch ein paar Reiche in der Stadt haben.

Zumal ihr nie vollständig die Kontrolle über den Zulauf eurer Stadt habt. Ihr könnt lediglich Anreize bieten. Am wichtigsten für alle Gewerbe- und Industriegebiete ist der Umsatz. Bei Einwohnern zählt die Zufriedenheit. In den grafischen Statistikfiltern des Spiels seht ihr anhand von Balken, wie zufrieden jeder Hauseigentümer ist. Klickt ihr ein Haus an, seht ihr zudem, was den Anwohnern gefällt und was nicht. Geht auf diese Wünsche ein und sortiert notfalls eure Gebiete um, damit ihr die Zufriedenheit steigert.

Erheblich wichtiger als ein ideal ausgereizter Bauplatz ist also, dass die Stadt und ihr Service funktionieren. Der eigenwillige Verkehrsfluss in Sim City (der eventuell noch durch einen Patch verbessert wird) macht euch hier am meisten Probleme, denn Müllabfuhr, Polizei, Krankenwagen und Co. bleiben in Staus hängen. Ihr müsst dem System ein Schnippchen schlagen, um diese Probleme zu umgehen. Und zwar durch eine gute Straßenstruktur.

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