Nach den Entlassungen im vergangenen Jahr ist der Entwickler Silicon Knights, Machern von Eternal Darkness - Sanity's Requiem und Blood Omen: Legacy of Kain, offenbar nur noch ein Schatten seiner selbst.

Silicon Knights - Bericht: Studio besteht aus weniger als fünf Mitarbeitern, arbeitete an Eternal Darkness 2

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X-Men: Destiny konnte keine guten Kritiken einfahren
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In einem ausführlichen Bericht über die Arbeiten im Studio und speziell die Entstehung von X-Men: Destiny, dem bisher letzten und nicht sonderlich guten Spiel von Silicon Knights, äußern sich acht ehemalige Mitarbeiter zu ihren Erfahrungen.

Vor allem Denis Dyack, Präsident des Entwicklers, wird von ihnen kritisiert. Nach dem letzten Projekt mit Nintendo (Metal Gear Solid: The Twin Snakes) habe sich die Zusammenarbeit mit Publishern drastisch geändert. So seien sie etwa bewusst im Dunkeln gelassen worden, was die Produktion und den aktuellen Stand des Spiels angeht, und Dyack wollte sich von Außenstehenden ohnehin nichts sagen lassen.

Schließlich wurde das Entwickler-Team auch noch aufgeteilt, um nicht nur an X-Men: Destiny, sondern zusätzlich an einer Demo für einen neuen Titel zu arbeiten. Rund 40 Prozent der Mitarbeiter beschäftigten sich mit dem, was Eternal Darkness 2 hätte werden können. Aber auch hier war die Entwicklung von zahlreichen Problemen geplagt, weshalb es nie potentiellen Publishern vorgestellt wurde.

Zwar hieß es vergangenen November noch, dass 45 Mitarbeiter bei Silicon Knights tätig sind, aktuell wollte man sich zu den Zahlen jedoch nicht äußern. Es seien jedoch weniger als fünf Mitarbeiter, hieß es von einigen der ehemaligen Mitarbeiter. Das wirft natürlich Fragen auf, wie das angekündigte Next-Gen-Projekt entstehen soll. Angesichts des eindringlichen Berichts dürfte zudem kaum jemand mehr dort arbeiten wollen.