Auch im Detail gibt es Probleme. Auf der Seekarte ist vom „Nord Meer“ die Rede, der Ärmelkanal heißt hier „Straße von Dover“. Letztere Bezeichnung ist hierzulande zumindest unüblich. Einige Schiffe weisen Unkorrektheiten auf, die „Warspite“ etwa hatte auch nach dem Umbau als Mittelartillerie Kasemattgeschütze anstelle von Doppeltürmen. Gut, das geht schon in die Richtung wie mancher Hammer in früheren Zeiten und stört den Spielfluss nicht wirklich.
Hier die Übersichtskarte: Mit dem Eindeutschen üben wir das noch, hier haben wir das „Nord Meer“, die „Straße von Dover“ und die „Deutche Bucht“.Dann: die Ziellösungen vom Computer. Torpedos lassen sich von Hand einstellen oder mit einem Vorhaltrechner berechnen. Nur sind die Angaben des Ersten Offiziers nicht wirklich hilfreich, denn er behauptet steif und fest, dass sich jedes Schiff mit 0 Knoten vorwärts bewegt. Jetzt ist die Geschwindigkeit allerdings nicht ganz unwichtig für die Ziellösung. Nach einiger Zeit kann man das selber abschätzen, aber das ist nicht Sinn und Zweck der Übung.
Verkehrte Welt: Der Frachter hält brav die Tiefe, während unser U-Boot rechts oben über Wasser fährt.Auch blöd: das Hydrophon. Das lässt sich zwar Anklicken, aber ihr hört immer nur das gleiche. Nämlich undifferentes Rauschen. Scheinbar lässt sich damit kein Schiff aufspüren. (Anm.: Nach Aufspielen des ersten Patch funktioniert das Horchgerät zwar jetzt, man kann Schraubengeräusche hören, aber nicht notwendigerweise da, wo ein Schiff ist…)
Wie beim Vorgänger bringt Ubisoft für rund 20 Euro mehr eine Collector’s Edition in den heimischen Bootshangar. Anders als beim letzten Mal gibt's nun eine Steelbox. Darin befinden sich das Spiel, der Soundtrack und eine Karte. Auf der sind ein paar kleine Fehler drauf, interessanterweise andere als im Spiel selbst.
Hilfe, wir ertrinken! Gebt ihr den Tauchbefehl, harren eure Mannen tapfer an Deck aus. Unter Wasser verschwinden sie zwar, sind aber wieder zur Stelle, wenn ihr aus dem Turmluk aussteigt.Dann ist da ein hübsches kleines, fest gebundenes Büchlein inklusive Fadenbindung (hier kommt der Print-Herstellungsspezialist in mir durch!) mit Namen „Offical Guide“. Davon nicht irritieren lassen, darin befinden sich keine Tipps & Tricks. Stattdessen sind dort einige Redundanzen zur normalen Anleitung zu finden. Das historische Szenario steht dort wortwörtlich wie in der Anleitung, dann kommen Beschreibungen der einzelnen Mannschaftsmitglieder. Die lesen sich, als wäre der gleiche Originaltext zum zweiten Mal übersetzt worden.
Und dann sind dort eine Menge Schiffssilhouetten mit der Beschreibung der Schiffe. Hier gibt es eine Reihe Fehler, die vermutlich nur Experten auffallen werden, etwa falsche Bewaffnungsangaben. Viel blöder ist jedoch z.B. die Übersicht der „Queen Mary“-Klasse. Die Daten gehören zu einer Schlachtkreuzer-Baureihe aus dem Ersten Weltkrieg, die 1939 sicherlich nicht mehr im Dienst waren, insofern sie die Skaggerakschlacht überlebt haben.
Dann bin ich auf die Idee gekommen, vielleicht handelt es sich um das Passagierschiff. Die Abbildung ist zwar einem Passagierschiff ähnlich, um die RMS „Queen Mary“ handelt es sich aber jedenfalls nicht. Was immer das jetzt auch für ein Schiff sein mag.
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