Autor: Martin Schnelle

Wasser, nichts als Wasser - das und noch sehr viel mehr verspricht der nächste Streich der erfolgreichen U-Bootsimulation, die mittlerweile seit zehn Jahren auf dem PC die Tiefen auslotet. Alles wird besser, schöner und neuer - wir haben uns den vierten Teil, der im Frühjahr 2007 erscheinen soll, genauer angesehen.

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Abtauchen und gut: Wieder entführt uns Ubisoft Romania in die Tiefen der Ozeane, um dort auf böse gegnerische Schiffe zu lauern und sie spektakulär zu versenken. Der Realismus steht dabei nach wie vor im Vordergrund. Dieses Mal seid ihr der Skipper eines amerikanischen U-Bootes während des Pazifikkrieges 1941 - 1945.

Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific - Über Wasser gehen kann jeder - unter dem Meeresspiegel wartet die wahre Herausforderung!

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Völlig wahnsinnig: ein Artillerieduell gegen einen japanischen Kreuzer.
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Doch nicht nur das Szenario ändert sich. Die Designer haben auch eine Menge neuer Sachen ins Spiel eingebaut, alte Probleme behoben und den Rest aufpoliert - ob auf Hochglanz wird sich nächstes Jahr herausstellen, wenn »Silent Hunter IV« in die Geschäfte kommt.

Alles ist schöner
Die Programmierer polieren die Optik auf, und zwar in mehrfacher Hinsicht: Trefft ihr mit einem Torpedo ein Schiff, gibt's ein Loch. Soweit, so gut. Das war schon seit jeher so. Doch nun könnt ihr euch genau ansehen, wie es dahinter aussieht. Das Schiff ist also auch von innen modelliert.

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Es gibt schönere Arbeitsplätze: die Kommandozentrale eines amerikanischen »Gato«-U-Bootes.
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Auch die anderen Schadensauswirkungen stellt das Programm nun detaillierter dar. Einzelne Teile lösen sich und fallen ins Wasser, außerdem gibt es eine ganze Reihe verschiedener Sinkanimationen. Besonders spektakulär: das Zerbrechen eines Pottes in zwei Teile.

Auch die Wellen bekommen mehr Polygone und Partikel, wodurch sie feiner und detaillierter aussehen. Laut den Programmierern werden auch Wasser-Turbulenzen simuliert, um eine möglichst glaubwürdige Darstellung zu gewährleisten. Wirklich reales Verhalten, das auf Strömungsdifferenzialgleichungen basiert, bleibt natürlich nach wie vor Supercomputern vorbehalten. Aber vielleicht nur noch ein paar Jahre… in der Zwischenzeit müssen wir uns mit hübsch anzusehender Brandung begnügen.

Auch über Wasser mehr zu sehen
Das Wetter zeigt sich realistischer, es ziehen unterschiedliche Wolkenformationen über den Himmel, die dynamisch je nach Wetterlage beleuchtet werden - unter anderem auch von Blitzen. Ist die Witterung freundlicher, erkennt ihr unter Wasser die Lichtstrahlen.

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Hier hat wohl irgendwas die Munitionskammern erwischt: eine Mordsexplosion erschüttert die See.
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Auch der Detailgrad an Land nimmt zu. So sollen die Dschungelinseln im Pazifik viel mehr Bewuchs aufweisen als Landstriche in »Silent Hunter III«, im Hafen bewegen sich die Kräne, und in der Nacht beleuchten Lichtquellen wie Leuchttürme die Umgebung. Kleiner Gag am Rande: Es laufen Männchen über Deck. Und die eigene Besatzung putzt sich auch raus, denn die haben nun Skelette und bekommen gleich die dazu passenden Animationen spendiert.

Crewmanagement
Bisher musstet ihr euch vor allem auf längeren Fahrten um die Crew kümmern, denn irgendwann wird auch der härteste Seebär müde und mag trotz doppelter Ration Fischstäbchen nicht mehr. Dies könnt ihr nun ganz bequem delegieren - oder euch noch um den kleinsten Fitzelkram kümmern, je nach eigenem Gusto. Wie in einem Rollenspiel erhalten die Besatzungsmitglieder Erfahrungspunkte und können im Rang und vor allem den Fähigkeiten aufsteigen - eine erfahrene Crew ist halt Gold wert.

Im Spiel selbst wurden ein paar Ärgernisse beseitigt. Es war z.B. überaus lästig, im Hafen immer nach Sicht steuern zu müssen, weil auf der Navigationskarte bestenfalls grobe Details dargestellt wurden, teils auch noch falsch. Das gehört nun der Vergangenheit an, denn nun sind die Küstenlinien und Häfen exakt abgebildet. Die Tiefe müsst ihr aber nach wie vor immer noch berücksichtigen - und die steht nicht auf der Karte.

Dynamik im Geschehen
Ebenfalls schön: Unter Umständen ändert sich euer Auftrag, wenn ihr schon längst in See gestochen seid. Zum Realismus sollen auch die Radiosender beitragen, die ihr per Funk abhören könnt. Dort erfahrt ihr sogar in den Nachrichten, was ihr wieder angestellt habt. Die Designer setzen hier aber auch stark auf die Mod-Community, denn Missionen und Schiffe, Grafiken, Missionen und Kampagnen können nach Herzenslust selbst entworfen werden. Die sollen übrigens noch stärker dynamisch ausfallen.

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Und so sieht es in den Büroräumen von Ubisoft Romania aus.
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Trotzdem sind alle wichtigen Schlachten und Schauplätze im Spiel dabei, etwa die Schlacht um Midway oder das Gefecht im Golf von Leyte oder bei Guadalcanal. Wichtige historische Ereignisse werden, und das ist neu, als Zwischensequenz abgespielt und halten euch in der Story.

Was erwartet euch?
Für langweilige Fahrten auf See dürft ihr nun die Zeitbeschleunigung deutlich höher raufschrauben als beim letzten Mal. Doch das wird wohl gar nicht nötig sein, denn spätestens wenn die »Yamato«, das größte Schlachtschiff aller Zeiten, im Periskop auftaucht, ist jede Ruhe dahin. Durch die dynamischere Grafik wird das eigentliche Spielerlebnis noch aufgewertet, alles in allem also eine runde Sache.