Es war eine riesige Enttäuschung für Fans der Horrorspielreihe Silent Hill, als Konami das geplante Projekt Silent Hills von Hideo Kojima, Guillermo del Toro und Norman Reedus cancelte. Während Del Toro es kaum fassen kann, ist Reedus wesentlich fordernder und will in jedem Fall ein Spiel mit den beiden entwickeln.

Noch im Sommer letzten Jahres sprach Game Designer Hideo Kojima auf der Gamescom 2014 über sein gemeinsames Projekt mit Regisseur Guillermo del Toro und Schauspieler Norman Reedus und versprach, dass sich die Spieler "in die Hosen machen" würden. Ihm schwebe gar eine Collector's Edition mit ein paar frischen Hosen vor, scherzte Kojima.

Für Reedus ist die Sache noch nicht gelaufen

Einige Monate später war alles vorbei. Der interne Streit zwischen Kojima und Konami brachte dem Mastermind die Kündigung und dem Projekt die Einstellung ein. Nachdem es erst Del Toro auf dem San Francisco International Film Festival erwähnte, bestätigte Konami kurz darauf ganz offiziell, dass Silent Hills gecancelt wurde. Das Aus kam nicht nur für die Fans überraschend. Auch Del Toro und Reedus wurden von der Nachricht überrumpelt. Del Toro kündigte daraufhin an, nie wieder an einem Spielprojekt arbeiten zu wollen.

Doch für Reedus ist die Sache offenbar noch nicht gelaufen. Er sei immer noch fest bestrebt, gemeinsam mit Kojima und Del Toro ein Spiel zu entwickeln.

"Ich bin wirklich enttäuscht über das, was in Japan passiert ist", so Reedus. "Aber ich habe Vertrauen. Ich habe Vertrauen darin, dass wir, wir drei gemeinsam etwas anderes machen können. Es gab so viele Ideen und coole zukünftige Aktionen, die ausgetauscht wurden. Ich sehe nicht, warum wir das nicht irgendwo aufgreifen können."

Das Schicksal habe Reedus mit Kojima und Del Toro zusammengeführt

Besonders überwältigt sei er von der Fan-Reaktion im Internet gewesen. So etwas Derartiges habe er noch nie zuvor gesehen. "Das ist eine verrückte Fan-Basis, nicht nur für die Spiele, sondern auch für die Leute, die diese Spiele machen. Und ich, der gemeinsam mit ihnen daran arbeitete, dachte einfach nur, 'Heilige Scheiße. Es muss passieren. Wir müssen das machen.'"

Tatsächlich habe man bereits einige Aufnahmen für das Spiel gemacht. Reedus spricht von Tausenden von Kameras, also wahrscheinlich von Motion Capture-Aufnahmen per OptiTrack-Systeme. Aber so wirklich sei das Team noch nicht in die Story des Spiels eingetaucht. Man war gerade dabei, es anzugehen, als das Projekt platzte.

"Hoffentlich werden sie sich noch einig und wir können es doch noch machen, oder etwas anderes, was ähnlich wäre", so Reedus. "Ich habe Vertrauen, dass wir etwas anderes machen werden. Es ist wie ein Schicksal, es muss geschehen."

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