In einem Interview sprach Horror-Mastermind Guillermo del Toro über das plötzliche Aus von Silent Hills, dem gemeinsamen Horrorspiel-Projekt mit Hideo Kojima, das ihn wohl ziemlich mitgenommen haben muss. So wolle er wohl kein weiteres Spielprojekt mehr angehen.

Das urplötzliche Aus von Silent Hills kam eigentlich nicht überraschend. Lange vor der offiziellen Bestätigung, dass der neue Ableger der Silent Hills-Reihe gecancelt wurde, gab es bereits Anzeichen dafür. Schließlich ist Hideo Kojima, einer der beiden kreativen Köpfe hinter Silent Hills nicht mehr bei Konami angestellt. Es bestand sogar das Gerücht inklusive Hinweisen, dass die spielbare P.T.-Demo lediglich aus Protest von Kojima Productions entwickelt wurde, um eine Botschaft Kojimas zu transportieren.

Einen, den das Aus aber besonders traf ist Guillermo del Toro. Der mexikanische Regisseur mit einem Faible für das Morbide erlebte mit Silent Hills zum zweiten Mal den Niedergang eines seiner Spielprojekte. Das erste war Inferno, das er ursprünglich mit THQ plante. Das Schicksal des Publishers besiegelte auch das erste Spielprojekt von Del Toro. Und nun also auch Silent Hills. Dabei hatten die beiden großen Namen ebenso Großes vor.

"Was wir mit dem Spiel erreichen wollten - und darin stimmten wir überein - war es, die Technologie zu verwenden, um es so innovativ wie möglich zu gestalten und wahren Terror zu erzeugen", so Del Toro. "Diese Idee war sehr, sehr von Atmosphäre durchtränkt."

Gerade auch in Bezug auf den enormen Erfolg der P.T.-Demo könne sich Del Toro das Ende einfach nicht erklären. Dass beide Spielprojekte auf derart unrühmliche Weise abrupt endeten, habe ihn sehr mitgenommen. "Nun, wisst ihr, ich habe es zweimal probiert und ich weiß nicht, ob ich es jemals wieder versuchen werde. Einmal ging das Unternehmen unter und das andere Mal passiert das Unerwartete - Kojima und Konami trennen sich. Das hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen."

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