Die Dame mit dem Klemmbrett in den Händen winkt das nächste Grüppchen in den Vorführraum: Der neue Teil der Civilization-Reihe läuft bereits auf der großen Leinwand und das raumfüllende, serientypische Hintergrundgedudel sorgt für eine erste, sanfte Gänsehaut bei mir. Die Entwickler wagen viel mit dem Wechsel des Schauplatzes von unserer Erde in das unendliche Universum, wo Geschichte erst neu geschrieben werden muss. Dieser Griff nach den Sternen ist mutig - und vielversprechend.

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In den nächsten 30 Minuten soll uns frisches Spielmaterial gezeigt werden, das im Gegensatz zu dem überwiegenden Teil der bereits bekannten Videos den fortgeschrittenen Zustand statt den frühen Beginn einer Zivilisation vorführt.

Von der ersten Runde an bestimmt ihr die Entwicklung, Doktrin, moralische und philosophische sowie wirtschaftliche Ausrichtung der eigenen Kultur: Besonders spannend war es daher zu hören, wie der Präsentator mit einigem Schauspieltalent als Diplomat seiner eigenen Zivilisation im Spiel auftrat und den anwesenden Journalisten so die Besonderheiten und Spezialisierung seines Volkes vorstellte.

Sid Meier's Civilization: Beyond Earth - Beeindruckender Griff nach den Sternen

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Eine wohlhabende Stadt direkt am Alienmeer. Noch ist alles ruhig...
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Auf einem extrem fremdartig aussehenden Planeten, der komplett zufällig vom Karteneditor generiert wurde, bemühen sich die Menschen, von der Erde gerettete Samen anzupflanzen und so die alte, vertraute Flora und Fauna wieder anzusiedeln. Dies ist ein sehr rohstoffintensives Unterfangen, erfreut das Volk aus Naturburschen aber ungemein, die der Doktrin folgen, dass der Mensch in Einklang und Abhängigkeit mit der Natur leben muss.

Mit einem Klick bekommen wir den für Civilization: Beyond Earth rundum erneuerten Technologiebaum zu Gesicht: Bereits vom ersten Tag an investierte das Volk des Präsentators jede einzelne Forschung in die Synergie mit der umliegenden Natur: Fruchtbare Böden, Boni auf erhaltene Landstriche, Recycling und all den anderen Kram rund um den grünen Daumen.

Packshot zu Sid Meier's Civilization: Beyond EarthSid Meier's Civilization: Beyond EarthErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Auch unsere Soldaten und das Design unserer Gebäude unterscheidet sich teilweise deutlich von anderen Zivilisationen, was Sinn und Spaß macht. Auch dadurch wird das Gefühl bekräftigt, wirklich eine eigene Zivilisation zu erschaffen.

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Technologischer Entwicklungsgrad einer Zivilisation ist dem jeweiligen Diplomaten meist direkt anzusehen.
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Neben dem Technologiebaum spielen auch kulturelle Doktrinen eine Rolle, die an die Stelle der alten Sozialpolitiken getreten sind: Hier sind verschiedene Boni in den Kategorien Macht, Wohlstand, Wissen und Wirtschaft zusammengefasst.

Nun kann man deutlich flexibel zwischen diesen Ausrichtungen Punkte verteilen und nach und nach Meilensteinboni freischalten. Habe ich beispielsweise vier Verbesserungen der Wissenschaft freigehalten, erhalten meine Wissenschaftler einen konstanten Forschungsbonus.

Durch das einfacher gewordene Hin- und Herspringen zwischen den Kategorien und der Neugestaltung des Technologiebaums selbst wird der Spielverlauf nun deutlich flexibler, dynamischer und von Durchgang zu Durchgang individueller.

Diplomatie: Wie du mir, so ich dir!

Wir verlassen den Technologie- und Kulturbereich und werfen einen Blick auf unsere Grenzen. Im Westen stehen wir in Kontakt mit einer Zivilisation, die zwar nicht unsere technologische Ausrichtung teilt, im frühen Spiel aber nur dank der Hilfe der Naturburschen einen Angriff wilder Aliens überlebte.

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Die ehemaligen Sozialpolitiken sind einem flexibleren System gewichen.
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Dieser Gefallen wurde nicht vergessen und nun haben wir noch immer etwas gut bei ihnen. Wie passend, dass wir aktuell ein wenig Rohstoffmangel haben: Wir setzen einige Güter auf unsere Wunschliste, händigen sie dem KI-Partner aus und erinnern an unseren vergangenen Beistand.

Freizeit, deine Tage sind gezählt: Beyond Earth ist auf dem Weg zu uns!Ausblick lesen

Nur aus diesem Grund stimmt man unseren Forderungen zu und wir erhalten die kostbaren Rohstoffe - unser Bonus ist nun allerdings dahin und wir werden beim nächsten Mal sicher mehr Verhandlungsgeschick an den Tag legen müssen. Neben diesem neuen Feature wurde die Diplomatie weiterhin verbessert, so dass die Entwickler behaupten, das beste Diplomatiesystem der gesamten Serie geschaffen zu haben.

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Die einheimischen Aliens besitzen eine eigene Kultur und Diplomatie - rechnet mit Vergeltung, wenn ihr euch mit ihnen anlegt!
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Gleichzeitig gibt es im Norden Probleme. Eine Cyber-Nation, die in ihren Bewohnern alle möglichen kynetischen Erweiterungen verbauen, um sie weitestgehend unabhängig von ihrer biologischen Natur zu machen, hegt seit den ersten Spielzügen eine stetig wachsende Abneigung gegen uns.

Die technologische Ausrichtung und der Grad des Fortschritts wird durch das bloße Aussehen des jeweiligen Diplomaten einer Kultur auf den ersten Blick deutlich - sehr schön!

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Der Kartengenerator sorgt Spiel um Spiel für neue, frische Herausforderungen.
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Um der Roboterkultur zuvor zu kommen, erklären wir ihr den Krieg und greifen mit unserer Armada aus Boden- und Lufttruppen die Gegner an. Der Krieg wird wohl lange andauern und womöglich werden sich auch die neutralen einheimischen Aliens miteinmischen, die im Gegensatz zu den Barbarenvölkern der Vorgängerspiele nun auch eine eigene Diplomatie besitzen.

Hier endet die Präsentation und wir werden mit wachsender Vorfreude auf den Release im Oktorber 2015 entlassen. Civilization will hoch hinaus - und erstmals fast frei von jeglicher Skepsis behaupte ich: Das könnte wirklich klappen.