Seewölfe - U-Boote auf Jagd (PC-Test)
von Martin Schnelle

Wie springt man auf einen fahrenden Softwarezug auf? Indem man einfach Inhalte aus dem Internet herunterlädt, auf eine CD packt und die dann »Add-on« nennt. Allerdings bekommt man hier für 20

Noch bevor es ein offizielles Add-on gibt, bringt Koch Media diese Zusammenstellung von Mods aus dem Internet und offensichtlich selbst erstellte Missionen. Somit erhält die überaus gelungene und empfehlenswerte Simulation von U-Booten im Zweiten Weltkrieg »Silent Hunter III« einigen Nachschub an Missionen, Spielveränderungen und neuen Bemalungen für die Boote.

Was gibt's Neues?
Was hochtrabend als neue Kampagne angekündigt ist, sind nicht mehr als 18 zusammenhängende Einzelmissionen, die allesamt den Pazifikkrieg als Thema haben. Ein neues U-Boot hingegen bekommen Sie nicht, stattdessen haben die Designer den deutschen Typ IXD2 entsprechend modifiziert.

Auch andere Boote haben jetzt andere Eigenschaften und lassen sich z.B. vorfluten zum schnelleren Abtauchen oder haben stärkere Motoren, sprich eine größere Höchstgeschwindigkeit. Dazu kommen vier Einsätze für die deutschen Langstreckenboote,

darunter eine reine Schießübung: hier kommt Ihnen ein schlecht gesicherter Konvoy entgegen, nach dem Motto: jeder Schuss ein Treffer. Den später auftauchenden Zerstörern und Korvetten schlagen Sie ein Schnäppchen, in dem Sie einfach in den Konvoy hinein fahren. U-Boote können zwischen den Schiffen tauchen, Verfolger nicht.

Verbesserte Kampagne
Einige weitere Verbesserungen finden sich im Pazifik, so etwa viele neue Häfen und ausgebaute Stützpunkte wie Pearl Harbor. Dazu gibt es jede Menge Funksprüche, auch in der Kampagne, die jedoch leider recht ungenau sind und dazu exaktes Navigieren erfordern. Nur zu oft finden Sie von den versprochenen Zielen leider gar nichts. Versorgungs-U-Boote ziehen nun ihre Kreise, bei denen Sie Brennstoff und Torpedos aufnehmen können. Skript-Ereignisse reichern den Feldzug an. Optische Häppchen wie schönere Bilder und Tarnbemalungen für die Tauchschiffe haben wir ebenfalls, dazu kommen Dinge wie Seeminen und Eisberge, die allerdings eher aussehen wie Grafikfehler mit

Seewölfe - U-Boote auf Jagd - Abtauchen... Absaufen?

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merkwürdigen Texturen. Teils schweben Bestandteile von ihnen in der Luft, sie schwimmen auch nicht wirklich, sondern stehen auf dem Meeresboden. Ebenso eher nicht so gut gelungen ist der Hafen Pearl Harbor, der zum einen wie tot aussieht, zweitens nicht allzu viele Details aufweist - dafür stehen Gebäude im Wasser.

MODs
Neben dem aktuellen Patch 3.1.4b in zwei Versionen mit irreführender Bezeichnung liegen eine Reihe weiterer MODs auf der CD. So etwa Tarnbemalungen für die Typen VII und IX. Oder ein Ausdauer-MOD, in dem Ihre Crew weitaus weniger schnell ermüdet. Ebenso verringert sich die

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Zeit des Aufenthaltes in Häfen, dafür steigt der zeitliche Aufwand für das Nachrüsten.

Eine weitere Modifikation sorgt dafür, dass mit der »Enter«-Taste keine Torpedos mehr abgefeuert werden können - wer's braucht. Um im geänderten GATO-Typ englische Anzeigen zu haben, führen Sie ebenfalls eine kleine Datei von der CD aus, auch die Art der Kontakterkennung lässt sich realistischer gestalten mit einem Zusatz, der keine automatische Zuordnung und Peilung der Kontakte mehr zulässt. Sogar das Erscheinungsbild des Sehrohrs ändern Sie, so dass nun ein schwarzer unscharfer Rand erscheint. Wer mag, kann auch alle originalen Missionen löschen und sich nur noch die Neuen anzeigen lassen.

Abgesehen von Softwaretestern, die sich so leichter tun, die Unterschiede zu konstatieren, hat das eher zweifelhaften Wert, wobei sogar noch einige Inhalte nur unvollständig gelöscht werden. Sehr unschön: das Menü bietet hier keine Installationsoption, Sie müssen alle MODs von Hand selbst ausführen. Zu guter Letzt finden Sie noch ein paar taktische Tipps im Begleitheft, die allerdings jeder rausbekommt, der sich ein wenig mit dem Spiel beschäftigt hat.