Secret Weapons over Normandy
(von Martin Schnelle)

Auch wenn man Anderes erwarten mag, versteckt sich hinter Larry Hollands neuem Baby knallharte Action und keine klassische Flugsimulation. Kleine Probleme vermiesen dabei die Manöverkritik, ansonsten macht das Rumballern durchaus Spaß.

Im Tiefflug zischt die "Moskito" auf den norwegischen Staudamm zu. Zwei Patrouillenboote nehmen Kurs auf den zweimotorigen leichten Bomber, doch dessen Feuer aus 57mm-Kanonen versenkt die Boote schnell. Dann ist das Ziel nah: Ein Generator an Fuße des Staudamms. Erschwert wird der Angriff durch die Tatsache, dass der Generator am Ende eines Hangars steht.

Zu spät darf der Pilot keinesfalls abdrehen, denn für eine Kurve ist die riesige Halle dann doch zu klein. Zielen und feuern - dann explodiert der Generator.

Die Nazis sind somit vom Bau der deutschen Atombombe wieder weit entfernt, eine entsetzliche Gefahr ist gebannt.

Larry Holland ist wieder da
Nach einer längeren Pause legt "Totally Games"-Chefdesigner Lawrence Holland seinen neuen Titel vor. Nach dem kommerziell nicht sehr erfolgreichen "Star Trek - Bridge Commander" setzt der Erfinder der "X-Wing"-Reihe auf beinharte Action.

Auch wenn die Hauptprotagonisten seines neuen Spiels Kampfflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg sind, brauchen Sie auf Dinge wie einen Radarschirm oder eine automatische Zielerfassung nicht zu verzichten. Ein Cockpit haben die Entwickler gleich ganz weggelassen, Sie sehen Ihre Maschine immer von hinten oder aus der Ich-Perspektive.

Secret Weapons over Normandy - Klassische Flugsimulation oder knallharte Action? Lest selbst!

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15 Einsatzgebiete, 30 Missionen
Anfang des Zweiten Weltkrieges, so will es die Mär dieses Spiels, beschloss Winston Churchill, eine Geheimstaffel mit dem klangvollen Namen "Battlehawks" zu gründen. Tatsächlich kämpften in der Realität Männer aller Nationalitäten auf Seiten der Briten in der Luftschlacht um England.

Sie hingegen werden an alle interessanten Kampforte der Welt versetzt; ob es die Flucht der Briten aus Dünkirchen ist, Stalingrad, Midway oder Spezialeinsätze in Dänemark und Norwegen. Die Seiten können Sie dabei nicht wechseln, immer kämpfen Sie als Brite oder Amerikaner gegen die Achsenmächte.
Die Aufträge beschränken sich auf die klassischen "Beschützen Sie dies!"- oder "Vernichten Sie das!"-Einsätze. Für gewöhnlich ist es aber nicht mit dem Erledigen der Primärziele getan, sondern im Kampf entwickeln sich Situationen, die Ihre weitere Anwesenheit erforderlich machen. Und wenn es nur darum geht, dass Ihr Flughafen angegriffen wird, wenn Sie gerade aus der Schlacht zurückkommen.

Simples Handling
Sie können Ihre Maschine auf Wunsch ganz einfach steuern, das heißt, wenn Sie den Joystick zur Seite bewegen, fliegt der Flieger auch dorthin - im Gegensatz zur Realität, wo seitliche Bewegungen nur die Querruder auslösen, mit den das Flugzeug rollt. Eine "realistische" Steuerung haben die Designer ebenfalls eingebaut, von der wir aber nur abraten können.

Im Einsatz können Sie Ihr Flugzeug aufmunitionieren und reparieren lassen, müssen jedoch zum nächstgelegenen eigenen Flugfeld fliegen. Dort schwebt ein Pfeil in derLuft, den Sie mit ausgefahrenem Fahrwerk ansteuern. In der Zwischenzeit kennt der Gegner natürlich keine Gnade und macht aus Ihren Verbündeten Kleinholz. Sie haben zwar Flügelleute, denen Sie rudimentäre Befehle geben können, was aber im eigentlichen Spiel nicht viel ausmacht. Sterben Sie während eines Einsatzes, gibt es Kontrollpunkte, so dass Sie nicht wieder ganz von vorne anfangen müssen.

Auswahl im Hangar
Gut 20 Flugzeuge fliegen Sie selber, darunter Klassiker wie die "Spitfire", die Mitsubishi "Zero" oder die Me-109, später kommen Maschinen wie die Il-2 "Sturmovik", die P-51 "Mustang" oder die P-38 "Lightning" dazu. Interessanter sind da Düsenmaschinen wie die Me-262 oder die Curtiss-Wright XP-55 "Ascender". Auch der Gegner hat interessantes Fluggerät wie den Amerikabomber Focke-Wulff Fw-390, dessen Prototyp in der Realität bis auf 19 Kilometer an das amerikanische Festland herankam.

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Die Bewaffnung gerät ebenfalls exotisch, denn neben den üblichen Kanonen, Bomben und Torpedos gibt es beispielsweise Lenkraketen oder die britische Hüpfbombe, die über die Wasseroberfläche springen konnte.

All diese schönen Sachen bekommen Sie nach erfolgreichem Abschluss eines Auftrages, ebenso Upgrades, mit denen Sie die Waffenkapazität Ihres Fluggerätes erhöhen können oder die Panzerung verstärken.