Spätestens wenn der Kampfpilot sämtliche irdischen Ziele pulverisiert hat, sollte sich sein Blick gen Himmel richten. Denn die Unendlichkeit der Galaxis bietet auch unendlich viele neue Gegner und Einsatzziele.

Seit es sie gibt grübelt die Menschheit darüber, ob fernab der Erde weitere Lebensformen existieren. Diese Existenzfrage beantworten praktisch alle Weltall-Spiele mit einer guten und eine schlechten Nachricht. Zunächst die gute: Natürlich sind wir nicht alleine! Und nun die schlechte: Die meisten Außerirdischen sind ultrabrutale Fieslinge, die nichts Anderes im Sinn haben, als die Menschheit entweder zu unterdrücken oder gleich komplett auszurotten.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Der immer noch schönste aller Weltall-Shooter hört auf den Namen Freespace 2.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Aus dieser Konstellation beziehen die allermeisten Weltall-Shooter ihre Spannung. Ganz egal, ob nebenbei noch Handel getrieben, Beziehungen geknüpft oder storybedingte Ränke geflochten werden. Im Unterschied zu den flugtechnisch anspruchsvollen "erdnahen" Flightsims ist das Steuern eines Astro-Fighters weitaus einfacher. Kein Wunder, denn hier gibt es weder Gravitationskräfte noch ein Oben oder Unten, und Luftströmungen existieren im Weltall bekanntlich auch nicht. Nicht zuletzt deshalb erfreuen sich intergalaktische Flugsimulationen seit Jahr und Tag einer gleichbleibenden Beliebtheit.

Der Genre-Urknall
Vergessen wir gleich mal die zahllosen 70er Jahre-Automatenspiele wie "Space Invaders", "Phoenix" oder "Defender", bei denen der Spieler mit einem Raumjäger auf fiese Aliens ballerte. Denn die Feinde hätten dort ebenso gut satanische Sowjets , tückische Terroristen oder irre Irakis sein können. Sie waren es halt vor allem deswegen nicht, weil man so erstens den weltweiten Verkauf ankurbeln und zweitens den Aufsichtsbehörden wie etwa der hiesigen BPS eine Nase drehen wollte. Die scherten sich nämlich bislang herzlich wenig darum, wenn es Außerirdischen an den Kragen geht.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Oh Schreck, die Bullerei naht: Eine Polizeikontrolle inmitten des Weltalls (Elite: Archimedes-Version).
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das erste Spiel, welches sich ernsthaft in die unendlichen Weiten des Weltalls wagte, war der bahnbrechende Geniestreich "Elite", veröffentlicht von Acornsoft im Jahre des Herrn 1984. Dieser revolutionäre Meilenstein gilt bis heute als eines der einflussreichsten Spiele aller Zeiten und fungiert immer noch als gern zitiertes Vorbild für Sci-Fi-Epen wie etwa "Privateer", die "X"-Serie oder "Freelancer". Ersonnen wurde "Elite" von den beiden Cambridge-Studenten Ian Bell und David Braben. Letzterer ist mittlerweile Mitinhaber von Frontier Developments ("Rollercoaster Tycoon 3") und bastelt übrigens derzeit an einem Konsolen-Adventure namens "The Outsider".

Elite: Ein zeitlos geniales Spielprinzip
Beim mit 3D-Vektorgrafik ausgestatteten"Elite" bekam der Spieler zunächst etwas Klimpergeld sowie ein schrottreifes Raumschiff. Damit betrieb er Handel in einer von vielen feindseligen Aliens bevölkerten Galaxis und behauptete sich in Raumkämpfen gegen Konkurrenten und Piraten. Das auf zahllosen Systemen umgesetzte "Elite" bot dem Spieler als eines der ersten Spiele überhaupt eine schier unbegrenzte Freiheit. Hier konnte man sich beliebig lange als Polizist, als Händler oder als Pirat vergnügen, um mit den erzielten Erträgen das Raumschiff immer besser aufzurüsten.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Starglider aus dem Jahr 1986 von Rainbird/Argonaut war einer der ersten Astro-Shooter.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

1987 erschien übrigens eine farblich aufgepeppte EGA-Version und vier Jahre später eine optisch nochmals verbesserte Variante namens "Elite Plus". In den späten 80ern avancierte "Elite" als geistiger Stammvater zahlloser ähnlicher Spiele, die sich ein Scheibchen von dessen überwältigendem Erfolg abschneiden wollten. Sie hießen beispielsweise "Federation of Free Traders", "Starglider", "Mercenary" oder "Warhead", reichten aber allesamt nicht an die zeitlose Genialität des großen Vorbildes heran. "Elite" war ihnen vor Allem in punkto spielerischer Freiheit haushoch überlegen und ist somit das einzige erinnerungswürdige Weltall-Actionspiel der gesamten 80er Jahre.

Elites Erben: Mühe alleine genügt nicht!
1993 erschien bei Gametek endlich der "Elite"-Nachfolger "Frontier: Elite 2", der allerdings die hochgesteckten Erwartungen nicht im Mindesten erfüllen konnte. Allzu sehr hatte sich Braben auf die bessere Grafik und ausbaufähigere Schiffe verlassen und dabei das Actionelement schmählichst vernachlässigt. Noch größer war die Enttäuschung angesichts des dritten "Elite"-Aufgusses namens "Frontier: First Encounters" aus dem Jahr 1995, das ebenfalls von Braben entwickelt wurde. Aufgrund massiver Querelen mit seinem Publisher Gametek (der Rechtsstreit fand erst 1999 ein Ende) wurde "Frontier: First Encounters" überhastet veröffentlicht und verdiente sich seinen üblen Ruf als halbgarer Bugbomber äußerst redlich. Später veröffentlichte Patches beseitigten immerhin die gröbsten Fehler und dank des nachgeschobenen "JJFFE"-Upgrades ließ sich das DOS-Spiel dann immerhin auch unter Windows betreiben.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Außen hui, innen pfui: Frontier: First Encounters krankte an unzähligen Bugs.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

1998 begann Braben mit den Arbeiten an "Elite 4". Gerüchteweise sollte es Ende 2006 veröffentlicht werden, was sich jedoch letztlich als journalistische Ente erwies. Daraufhin befragt meinte Braben nämlich, dass er zunächst die Arbeiten an "The Outsider" beenden wolle, um danach das "Elite 4"-Konzept komplett umzukrempeln und für den Online-Betrieb anzupassen. Erst im letzten Jahr erschien mit dem Freeware-Spiel "Oolite" ("Object oriented Elite") eine brauchbar Neuauflage des unverwüstlichen Klassikers. Nähere Infos sowie den Gratis-Download des Spiels findet ihr übrigens bei oolite-pc.berlios.de/

Der Wing Commander tritt an
Wie erwähnt scheiterten in den 80er Jahren unzählige Entwickler am übergroßen Vorbild "Elite". Erst 1990 gelang Chris Roberts mit seiner Firma Origin ein weiterer legendärer Weltall-Knüller: "Wing Commander" ("WC") hieß das Meisterwerk, dessen phantastische Bitmap-Grafik selbst High-End-Rechner ins Stottern brachte. Dies war damals noch ein Novum, denn heute ist es ja geradezu normal, dass sich aufwändige Spiele auf den meisten Maschinen zu Tode ruckeln. Jedenfalls sorgte "WC" dafür, dass Weltall-Flieger bis zum Aufkommen der Ego-Shooter als Quasi-Benchmark für die PC-Leistungsfähigkeit herhalten mussten.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Und wieder ein Katzenvieh weniger. (Wing Commander 1)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Aber zurück zum "WC". Hier kämpfte die Menschheit in ferner Zukunft gegen katzenähnliche Aliens namens Kilrathi. Der Spieler mimte den Kampfpiloten Christopher Blair, der auf dem interstellaren Schlachtschiff Tiger´s Claw seinen Dienst verrichtete. Die zahllosen Raumkämpfe, die er zu bestehen hatte waren schon mal superspannend. Am Wichtigsten aber war die einsteigerfreundliche Bedienbarkeit der Jäger und Bomber. Dazu gab es eine klasse Story, die in zahllosen zwischengeschnittenen Sequenzen gezeigt wurde sowie einen genialen Missionsbaum. Je nach dem Abschneiden bei den Einsätzen entwickelte sich die Geschichte anders weiter.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Zwischen den Einsätzen gab´s so manche Plauderei mit den Teamkollegen. (Wing Commander 1)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

"WC" war so erfolgreich, dass zunächst zwei Addons ("Secret Missions 1 + 2") und 1991 noch der aufgebohrter Nachfolger "Wing Commander 2: Vengeance of the Kilrathi" erschien. Letzterer wurde sogar via nachgeschobenem "Speech Pack" mit Sprachausgabe ausgestattet sowie ebenfalls um zwei Addons ("Special Operations 1 + 2") erweitert.

Lucas Arts pokert hoch
Anfang der 90er Jahre waren Spiele so aufwändig, dass sie nicht selten auf einem halben Dutzend Disketten ausgeliefert wurden. Offensichtlich waren die Disks an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen, aber zum Glück kamen damals gerade die CDs auf.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Nicht wenige Spieler kauften sich nur wegen Rebel Assault ihr erstes CD-Laufwerk.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

1993 erschien mit dem Weltall-Shooter "Rebel Assault" von Lucas Arts das allererste Spiel, welches nur auf CD ausgeliefert wurde. Das war ziemlich riskant, denn damals verfügten nur wenige Rechner über ein CD-Laufwerk. Das Wagnis gelang jedoch, die PC-Freaks rüsteten eifrig nach und bald sollten Diskettenspiele der Vergangenheit angehören. Zugegebenermaßen flog man bei dem auf "Star Wars" basierenden "Rebel Assault" nur vorberechnete Bahnen automatisch ab, die Optik aber war von revolutionärer Güte. Der menschliche Pilot hatte nichts Anderes zu tun, als im richtigen Moment den Feuerknopf zu betätigen, um etwa Geschützstände eines Sternzerstörers auszuschalten. Spötter tauften das Spiel übrigens "Rebel Insult", da es selbst auf hochmodernen Rechnern zur Ruckelorgie verkam.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Welche Bordkanone darf´s denn sein? (Privateer)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Origin wollte sich derweil nicht lumpen lassen und holte mit "Privateer" zum erfolgreichen Gegenschlag aus. So viel spielerische Freiheit ward seit "Elite" nicht mehr gesehen: Frei von jeglichen Storyzwängen verdingte man sich hier als Händler oder Söldner. Ziel des Ganzen war es, die erzielten Gewinne in Raumschiff-Upgrades zu investieren. Ein echtes Genre-Highlight war geboren, von dem sich mindestens ebenso viele Spiele inspirieren ließen wie von "Elite".

Das Multimedia-Zeitalter
Dank der gigantischen Kapazität einer CD hatten die Entwickler urplötzlich genügend Platz für all ihre Einfälle. Gut, dass zur gleichen Zeit der Begriff "Multimedia" ganz groß in Mode kam. Origin ging mit der Zeit und stellte 1994 mit "Wing Commander 3: Heart of the Tiger" eine zutiefst beeindruckende Space-Opera auf die Beine.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Die Co-Pilotenwahl. Übrigens hörte der blaue Bursche vorne in der Mitte in "Zurück in die Zukunft" auf den Namen "Biff" (Wing Commander 3).
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Videoaufnahmen von rund zweistündiger Länge sorgten bei den Spielern für helle Begeisterung. Zumal namhafte Hollywood-Mimen wie etwa "Luke Skywalker" Mark Hamill oder "Zwerg Gimli" John Rhys-Davies mitmischten. Das Spiel selber blieb freilich bis auf die neue SVGA-Optik so ziemlich das selbe, nämlich Navpunkte abfliegen, um dort Eskort- oder Jagdmissionen zu absolvieren. Kurz zuvor erschien übrigens mit "Wing Commander Armada" ein mäßig erfolgreicher Ableger, der zwar erstmals eine Mehrspieleroption (Modem oder Splitscreen) aufwies, die bezahlte man allerdings mit einer deutlich schlichteren Grafik.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Zum Vergleich hier eine der wesentlich weniger eindrucksvolleren Zwischensequenzen aus X-Wing.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Bereits ein Jahr vorher hatte LucasArts- Mitstreiter Larry Holland mit "X-Wing" ebenfalls einen hochkarätigen Weltall-Flieger veröffentlicht. Der setzte auf Polygon-Technik und basierte natürlich auf dem Star Wars-Universum. An Bord eines X-, A- oder Y-Wing bekämpfte der Spieler das böse Imperium. Ein schwieriges Unterfangen, denn statt eines Missionsbaumes musste jeder Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden. Zudem war die Steuerung deutlich schwieriger als bei "WC". Wohl vor allem aufgrund seiner populären Lizenz wurde "X-Wing" jedoch ein riesiger Erfolg, der etliche Sequels nach sich zog. So erschein bereits 1994 mit "Tie Fighter" das erste Spiel der Serie, in dem der Spieler für das dunkle Imperium kämpft. Dies tat er mit einer deutlich verbesserten Präsentation, die erstmals Gouraud Shading sowie ein dreidimensionales HUD aufbot.

Multimedia-Overkill
1995 startete Lucas Arts mit "Rebel Assault 2" einen weiteren interaktiven Film, bei dem der Spieler erneut eine Reihe vorberechneter Bahnen automatisch abflog und sich als Bordschütze betätigte. Insbesondere verglichen mit dem Überflieger "WC 3" bot "Rebel Assault 2" viel zu wenig Abwechslung.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Malcom McDowell schwingt mal wieder eine Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede. (Wing Commander 4)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Da verlangte der kurz zuvor erschiene Weltall-Shooter "Descent" von Interplay dem Spieler deutlich mehr ab. Man musste schon ein wahres Flugass sein, um mit seinem Raumjäger ohne anzuecken durch labyrinthische 3D-Minentunnels zu flitzen. Letztlich galt es dort Energiereaktoren zu zerstören, was aufgrund der phantastischen Lichteffekte mächtig viel Spaß machte. Nur ein Fall für Flugkünstler war auch der zwei Jahre später erschienene gleichnamige Nachfolger. Der sah zwar ebenfalls prachtvoll aus, war aber viel zu schwierig für Otto-Normalflieger.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Begleitschutz für zwei Bomber. (Wing Commander 4)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Letzterer griff lieber zum "Privateer"-Nachfolger "Privateer 2: The Darkening. Der kam bei fast unverändertem Spielprinzip ebenfalls mit reichlich Filmszenen aber auch etlichen Bugs daher. Einen ausgereifteren Eindruck hinterließ da der vierte "WC", der erneut auf die bewährte Mixtur aus interaktivem Film und Weltall-Action setzte. Es gab wieder eine tolle Story sowie einen Missionsbaum, manchmal änderten sich die Missionsziele sogar inmitten eines Auftrages. Auftritte von Schauspielern wie Mark Hamill ("Luke Skywalker") oder Malcom McDowell ("Clockwork Orange") sowie die Entscheidung, statt Blue-Screen-Aufnahmen echte Kulissen zu verwenden, sorgten für eine unglaubliche Kostenexplosion. Mit rund 12 Millionen Dollar kostete das Epos mehr als der erste Star Wars-Film und war lange Jahre das teuerste jemals produzierte Computerspiel. Obwohl sich "Wing Commander 4: The Price of Freedom" blendend verkaufte, konnten diese horrenden Kosten nicht wieder eingespielt werden - und das sollte noch böse Folgen haben...

Die Spielspaß-... äääh Kostenbremser
Mittlerweile hatte Electronic Arts Origin geschluckt und Chris Roberts samt seinem Bruder die Firma verlassen, um Digital Anvil zu gründen. EA drückte massiv auf die Kostenbremse und veröffentlichte 1997 den fünften "Wing Commander" mit dem Untertitel "Prophecy". An der Präsentation der Raumkämpfe gab es dank 3D-Kartenunterstützung und rockiger Begleitmusik wenig zu nörgeln, die Story dagegen war langweiliger als das Warten auf das Ende einer 50GByte-Installation: Unendlich lange plauderten milchbackige Piloten-Jünglinge von ihrer ach so bewegten Vergangenheit.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann schwafelt die Mechanikerin noch heute. (Wing Commander: Prophecy)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Aber zum Glück rauschte zur selben Zeit "Conflict Freespace" aus der sehr erfolgreichen "Descent"-Serie heran. Dessen Raumschlachten waren wesentlich spannungsgeladener als das mittlerweile doch ziemlich abgedroschene "WC"-Konzept. Den Todesstoß versetzte Letzterem aber ein lachhaft schlechter Film gleichen Namens. Machte aber nichts, denn eben zur selben Zeit erschien neben dem superben "X-Wing vs. Tie Fighter" mit "Independance War" (auch genannt "I-War") eine weitere brauchbare Astro-Alternative, diesmal von Atari/Ocean. Die bot neben einem soliden Flugmodell eine interessante Geschichte, bei der es um Freiheitsbestrebungen irdischer Kolonien ging.

Originellerweise nahm der Spieler dort in einem 150 Meter langen Sternenkreuzer mit dicken Kanonen, massenhaft Raketen und starken Schutzschilden Platz. Anspruchsvolle Missionen und eine sich vielfach verzweigende Geschichte konnte "I-War" als Plus verbuchen, auf der Minusseite dagegen schlugen ein arg hoher Schwierigkeitsgrad sowie ein lernintensiver Einstieg zu Buche.

Zwischen alle Stühle
1998 schnupperte sogar Microprose mal an einer Prise Astro-Action: Ihre kultige Strategieserie "X-Com" verwandelten sie mit "X-Com Interceptor" flugs in einen Space-Shooter, der sich allerdings zwischen alle Stühle setzte. Alte Fans vermissten die strategische Tiefe, Kampfpiloten dagegen hatten Null Bock auf solche Stimmungstöter wie Budgetierung oder Forschungsprojekte. Außerdem spielten sich die Missionen erschreckend monoton, und optisch hatte man schon Besseres gesehen.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Und wieder ein Fall für den Sargmacher… (Conflict Freespace)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zum Beispiel "Hardwar" von Gremlin/Interplay aus dem selben Jahr, das als ansprechende Mixtur aus "Elite"- und "Privateer"-Elementen herandüste. "Hardwar" war schon nicht schlecht, aber "Forsaken" von Acclaim war noch besser. Inspiriert von "Descent" flitzte man hier mit einer Art interstellarem Hover-Bike auf der Suche nach Gold und Gegnern durch unterirdische Minen. Der Übersicht zu Gute kam dabei der Umstand, dass es hier - anders als bei "Descent" - ein "Oben" und ein "Unten" gab. Für eine Extraportion Stress sorgten dagegen knackige Zeitlimits, kollabierende Wände und fulminante Explosionen.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Ohne Waffen sollte man besser keinen Ausflug wagen. (Hardwar)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das Meisterstück jener Zeit gelang aber einigen der mittlerweile für Volition/Interplay tätigen "Descent"-Entwickler. Die schickten mit "Conflict Freespace" (die englische Version hieß übrigens "Descent: Freespace") den optisch bislang spektakulärsten Flieger ins Rennen, in dem der Kampfpilot gigantisch große Schlachtschiffe auf´s Korn nehmen musste. Dass angesichts der mörderisch spannenden Dogfights die etwas lahme Story zur Nebensache verkam, kratzte wohl niemanden. Dafür gab es einen Missionseditor, ein geniales Rankingsystem und mit "Silent Threat" neues Kanonenfutter in Gestalt eines Addon.

Ende und Neubeginn
1999 erschien mit "X-Wing: Alliance" der bislang letzte Teil der populären "X Wing"-Serie. Hier beginnt der Spieler seine Karriere als interstellarer Händler, der sich unterwegs auch als Bordschütze betätigen muss, um so Piraten, Konkurrenten und sonstiges Geschmeiß in Sternenstaub zu verwandeln. Über 50 Missionen sowie ein solider Mehrspielermodus waren mit an Bord. Rebellenherz, was begehrtest Du mehr?

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Von solchen Lichteffekten können die meisten Weltall-Shooter nur träumen. (Freespace 2)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Vielleicht mal wieder einen "Elite"-Klon wie "X - Beyond the Frontier" der deutschen Entwickler von THQ/Egosoft? Als Testpilot eines neuen Raumschiffs flog man versehentlich ein paar Lichtjahrhunderte zu weit, wo sich zahllose Alienrassen Gute Nacht wünschten. Dort musste der Bruchpilot durch eifrigen Handel und zahlreiche Schiffs-Upgrades darauf hoffen, es eines fernen Tages wieder heim zu Muttern zu schaffen - oder vor Ort zu bleiben, sich einen Firmensitz zu erstellen und eine Karriere als Geschäftsmann zu beginnen. An Raumkämpfen und Optik hatte man zwar schon Besseres gesehen und das Universum war etwas klein geraten, aber für ein Weilchen Kurzweil reichte es allemal. Zumal die im Jahr darauf erschienene Erweiterung "X-Tension" dem Spieler aus der Missionszwangsjacke verhalf und mit zahlreichen jederzeit zugänglichen Einsätzen lockte.

Und dann gab es ja noch Volition, die mit"Freespace 2" ein aufgebrezeltes Remake des Vorgängers vorlegten, das getreu der Devise "Darf´s auch etwas mehr sein?" fabriziert wurde. Es gab mehr Schiffe, mehr Waffen sowie vor allem noch stärkere Schlachtschiffe, deren mächtige Bordkanonen glatt durch ein Gegnerschiff hindurchschlagen konnten. Vor allem aber gebot "Freespace 2" über die bis dato beste Grafik aller Weltall-Shooter, an der sich bis heute die Konkurrenten messen lassen müssen. Eine "Freespace 2: Sim of the Year Edition" bot übrigens 20 zusätzliche Missionen und vier Jahre später erschien mit "Interplay 20th Anniversary Edition" eine limitierte Sammleredition mit weiteren 20 Missionen.

Microsoft will auch mitspielen
Chris und Erin Roberts´ neue Firma Digital Anvil verbandelte sich zur Jahrtausendwende mit Microsoft, um mit "Starlancer" einen erdnahen "WC"-Klon zu erstellen. Wie so oft bei US-Produkten rangelten auch hier gute Amis gegen böse Russkis um die Weltherrschaft. Der Spieler mischt natürlich auf Seiten der "Guten" als Kampfpilot kräftig mit, indem er die üblichen Eskortier- und Angriffsmissionen schultert.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Die großen Pötte knackt man am Besten von hinten. (Starlancer)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Immerhin standen ein paar originelle Einsätze, etwa inmitten eines Asteroidenfeldes oder ein Angriff auf eine Raumstation, auf dem Einsatzplan. Und sehr nachahmenswert war, dass man sich vor jeder Mission das Schiff nebst Bewaffnung selber rauspicken durfte. Insgesamt kein spektakulärer, aber recht solider Weltall-Shooter, wobei man allerdings von einem Chris Roberts schon hätte mehr erwarten dürfen. Zumal die Optik gegenüber "Freespace 2" zweiter Sieger blieb und die peinlich schlechte Sprachausgabe insbesondere in der deutschen Version für unfreiwillige Lacher sorgte.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Wer auf schnörkellose Action steht, sollte sich mal Tachyon zur Brust nehmen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Mit "Tachyon: The Fringe" wagten sich zur gleichen Zeit auch die auf Hardcore-Flugsims eingeschworenen Experten von Novalogic in die Weiten des Weltalls. Das Experiment gelang: Selten zuvor sah man einen derart farbenprächtigen und actionbetonten Weltall-Shooter. Je erfolgreicher man sich in den Eskort-, Verteidigungs- und Angriffsmissionen schlug, desto mehr Schiffstypen samt neuem Equipment standen zur Verfügung. Dazu gab´s noch eine spannende Geschichte und einen soliden Mehrspielermodus. Schade nur, dass man hier nur rund 60 Missionen fliegen durfte, ein freier Flug durch´s Weltall war nicht möglich.

Hochtrabende Pläne - mit teils schmählichem Ende
"Jumpgate: The Reconstruction Initiative" von Netdevil aus dem Jahr 2001 spielte sich genauso interessant, wie sich sein Name anhört. Hier gingen Weltall-Shooter-Elemente mit Rollenspiel-Einsprengseln und der Mehrspielerfähigkeit eine derart geglückte Beziehung ein, dass er neben der komplexen Genre-Mixtur "Eve Online" von THQ und dem strategischen Schwergewicht "Allegiance" von Microsoft zu den besten Online-Weltall-Spielen zählt. Mehr als nur ein Trost für all jene, die in Sack und Asche gingen, weil Origin sein ambitioniertes "Wing Commander Online"-Projekt kurzerhand einstampfte.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Bei Jumpgate können sogar Raumstationen errichtet werden.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Bald darauf scheiterte noch ein hochtrabendes Projekt, diesmal an schlechtem Timing: Keine gute Idee von Westwood, ihren Weltallshooter "Earth & Beyond" in Konkurrenz zum übermächtigen "Star Wars Galaxies" von Sony/Lucas Arts online zu stellen. Zwei Jahre später wollten gerade mal 40.000 Kunden an dessen Handel und Händel teilhaben, so dass Westwood das gesamte Projekt vom Netz nahm. Und nachdem Chris Roberts mit "Starlancer" versucht hatte, seine "WC"-Erfolge zu wiederholen, versuchte er 2003 mit "Freelancer" an sein zweites Astro-Meisterwerk "Privateer" anzuknüpfen. Einmal mehr übernahm man hier die Rolle eines Söldners, der sich mit Aufträgen und Warenhandel kampfkraftsteigernde Schiffs-Upgrades verdienen wollte.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Auch die Zwischensequenzen vom Freelancer lösten keine Begeisterungsstürme aus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Eine einzige Neuerung gab es - aber die ging ziemlich in die Hose: Gesteuert wurde das Raumschiff nämlich mittels Maus und Tastatur, was nicht Jedermanns Sache war. Insbesondere bei heiklen Flugmanövern wünschte man sich die weitaus intuitivere Joystickbedienung zurück. Schwach auch, dass "Freelancer" erschreckend linear ablief. Wenn man nicht bestimmte, teils sehr schwierige Missionen schaffte, ging es in der Story nicht voran und der Großteil des Weltalls blieb gesperrt.

Die Neuzeit
Von den russischen Programmierern der Space Dream Factory stammt "Babylon 5: I've Found Her". Hierbei handelt es sich um ein Freewarespiel, das auf der gleichnamigen TV-Serie basiert und sowohl zahlreiche Einzelmissionen als auch einen Mehrspielermodus aufweist. Dank der eingesetzten "I-War"-Entwicklungsengine kann sich die Grafik durchaus sehen lassen, allerdings braucht es schon etwas Übung, um so einen Flieger steuerungstechnisch in den Griff zu bekommen. Nähere Infos sowie den Gratis-Download des kompletten Spiels finde ihr hier: ifh.firstones.com/. Damit können sich vielleicht alle "Babylon 5"-Fans so lange die Zeit vertreiben, bis der Rechteinhaber Sierra sein seit Jahr und Tag angekündigtes offizielles "Babylon"-Spiel vorlegt…

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Die Raumstation hinterlässt einen sehr realistischen Eindruck. (X3: Reunion)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dann gab´s noch im vorletzten Jahr mit "X3: Reunion" eine weitere Folge der inzwischen sehr populären "X"-Reihe von Egosoft, die über eine komplett neue 3D-Engine, neue Schiffe und ein in jeder Beziehung stark erweitertes Gameplay verfügt. Leider wurde die Bedienung nur unwesentlich vereinfacht, so dass es Einsteiger wie immer in dieser Serie ultraschwer haben werden, sich im "X"-Universum zu behaupten. Weiterer Wermutstropfen sind zudem die gewaltigen Hardwareanforderungen, die "X3" auf den meisten Rechnern zur stimmungsmordenden Ruckelorgie verkommen lassen.

Tops und Flops
Aus deutschen Landen, sprich von CDV/Ascaron, stammt das mit Adventure-Elementen angereicherte "Darkstar One", dessen Plot freilich nicht gerade vor Originalität strotzt. Als junger Pilot düst man auf der Suche nach den Mördern seines Vaters durchs Weltall. Dort lauern die üblichen interstellaren Gefahren sowie ein intergalaktischer Krieg. Auch hier hat der Spieler wieder die Wahl, seine Brötchen als Kampfpilot, Pirat, Händler oder eine Mixtur aus allen drei Berufen zu verdienen.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Achtung: Piraten! (Darkstar One)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Immerhin ist die spielerische Freiheit eine ganz enorme und das Universum mit rund 300 Sonnensystemen und sechs Rassen ein sehr großes. Das Raumschiff ist extrem ausbaufähig und lässt sich im Laufe der Sternzeit je nach Gusto in einen ultraschnellen Jäger oder einen waffenstarrenden Kreuzer verwandeln. Und überaus faszinierend ist eine Spell-Waffe, die in etwa so wirkt wie ein Rollenspiel-Zauberspruch.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Schaut gut aus, spielt sich aber gruselig. (Star Trek Legacy)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Als weit weniger faszinierend erweist sich dagegen das jüngst erschienene und immens gehypte "Star Trek: Legacy" von Ubi Soft/Bethesda, welches weder Fisch noch Fleisch bietet. Halbherzige Strategie-Elemente, eine öde Kampagne und träge Action verschmelzen zu einem ziemlich schnarchigen Einheitsbrei. Wie leider allzu oft in der TV-Serie fehlt es auch "Star Trek: Legacy" an Dynamik und Spannung. Erschwerend hinzukommen noch horrende Hardwareanforderungen und eine gewaltige Bugflut, die selbst bei Spock einen Tobsuchtsanfall auslösen könnte.

Zurück in die Zukunft
Unter dem Arbeitstitel "Star Trek Online" werkelt Perpetual Entertainment derzeit an einem gewaltigen Star Trek-Projekt, das eine Mixtur aus Action, Strategie und Rollenspiel-Elementen bieten will und noch in diesem Jahr erscheinen soll. Interessant klingt auch der Plot von "Genesis Rising", in der die Menschheit ausnahmsweise mal als Unterdrücker außerirdischer Rassen auftritt. In der Mixtur aus Action, Strategie und Rollenspiel wird der Spieler die Rolle eines Flottenkapitäns übernehmen. Die Flotte besteht aus so genannten organischen Schiffen, also einer Art Lebewesen, welches sich durch Hinzufügung von Genen beliebig verändern lässt. Darüber hinaus müssen Ressourcen gesammelt werden und es gilt fleißig zu forschen, um gegenüber den Konkurrenten die Technologienase vorne zu haben.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Die ersten Bilder von Genesis Rising können sich sehen lassen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

"Galactic Command: Echo Squad" von 3000AD (den "Battlecruiser"-Machern) will noch in diesem Sommer auftauchen. Einsteigerfreundlichkeit, jeweils über fünfzig Schiffsmodelle und Sternensysteme sowie eine famose Grafik sollen dem actionbetonten Online-Shooter, der in vier Episoden daherkommt, zu Popularität verhelfen. Die muss er sich vielleicht mit dem Ende des Jahres erscheinenden ambitionierten Projekt namens "Infinity" von fl-tw teilen. Dabei handelt es sich um einen Online-Space-Flieger, der sich gleich das gesamte Universum als Arena auserkoren hat. Dort wird dann gehandelt und gekämpft was das Zeug hält, derweil die etwas laue Story verdächtig nach "Galactica" riecht.

Zurück in die Zukunft Teil 2
Zur Überraschung aller feiert noch in diesem Sommer der "WC" seine offizielle Wiederauferstehung. Denn bislang mussten sich alle "WC"-Fans auf private Fanprojekte verlassen, die im Internet seit Jahr und Tag an zahllosen "WC"- und "Privateer"-Episoden basteln. Nur leider wird der Mehrspieler-Shooter "Wing Commander Arena" laut Electronic Arts vorerst nur auf der Xbox Live seine Flügel entfalten. Dafür dürfen sich PC-Piloten damit trösten, dass basierend auf der TV-Serie "Battlestar Galactica" von Auran Studios ein gleichnamiger Weltall-Shooter erscheint, der im Herbst schnörkellose Action auf seine Fahnen schreiben will.

SciFi-Flugsimulationen - Im Weltraum hört dich niemand schreien: das Genre der Space-Sims im Hintergrundspecial!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 9/341/34
Brenne Galactica - oder auch nicht! (Battlestar Galactica: Beyond the Red Line)
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Und wo wir gerade beim Thema sind: Zu "Battlestar Galactica": existiert ebenfalls ein Freeware-Projekt namens "Battlestar Galactica: Beyond the Red Line". Eine erste Demo des für Solisten und Mehrspieler geeigneten Projektes soll demnächst online gehen. Zumindest die Optik des Gratisspiels dürfte schwer in Ordnung gehen, denn die basiert auf der dort eingesetzten "Freespace 2"-Engine. Nähere Infos sowie erste Screenshots und Videos des privaten Kampfsterns seht ihr hier: www.game-warden.com/bsg/.