Ein kleines Wort des Chefredakteurs vorweg: Ab sofort wird unser leitender Newsredakteur Florian Schröder unter dem Stichwort Schröder blickt zurück immer sonntags einen kleinen Rückblick auf die Woche wagen - leicht ironisch und nicht ohne eine gesunde Portion Sarkasmus. Aber ich will hier nicht viele Worte verlieren, am besten wir lassen den guten Florian gleich zu Wort kommen. Viel Spaß ;). Kommentare dazu wie immer direkt über den unten angezeigten Kommentarlink.

Garry Leusch
Chefredakteur

Schröder blickt zurück [#1]
Was hat uns die Woche gebracht? Was hat uns diese feierlich-besinnliche Zeit zwischen dem zweiten und dem dritten Advent zurück gelassen, außer kümmerlicher Überreste der heruntergebrannten Kerzen? Sie informierte uns, gab uns zu denken, ließ uns lachen - oder: Gab uns hungrigen Surfern einfach nur neues News-Futter!

Das Schlimmste erreichte uns gleich zu Beginn der Woche: Die Black Isle Studios sind zu! Für immer geschlossen! Klassiker wie Baldur's Gate und Fallout bleiben damit zwar in guter Erinnerung, ein Nachfolger ist ihnen jedoch nicht vergönnt. Die Nostalgie wich der Wirtschaftlichkeit.

Bald schon drohte es mit Ankunft der Vivendi -Hiobsbotschaft eine Schließungswoche zu werden: Auf 70 Mitarbeiter könne der Konzern verzichten. Aua! Müssen wir deshalb Angst um weitere Toptitel der Franzosen haben?

Nein nein, soweit kommt's noch nicht. Und selbst wenn, denkt sich der informierte User und Surfer, es gehen doch schon bald andere Glitzersterne am Gaming-Himmel in die zweite Runde - Call of Duty und True Crime sind da zwei hoffnungsvolle Beispiele. Beide bekommen actiongeladenen Sequel-Nachwuchs.

Ach ja, die Action! Action dürfte Take 2 diese Woche genug gehabt haben. Der Publisher gab im ewig erscheinenden Tauziehen um sein Sorgenkind GTA: Vice City Mitte der Woche nach und will nun entschärfte Versionen auf den Markt werfen.

Dem Kraftakt vorausgegangen war die Drohung des New Yorker Bürgermeisters Bloomberg , Take 2 wegen Verletzung der Menschenrechte vor Gericht zu bringen. Es bewahrheitet sich eben manchmal doch: Der Klügere sollte in gewissen Situationen nachgeben. Wer will denn schon Jahre im Zuchthaus oder in einem Erdloch unterhalb eines Bauernhauses verbringen?

Derart abgeriegelt von jeglicher Zivilisation verpasst man doch die schönsten Dinge des Lebens. Die Dinge, die diese Zeit erlebenswert machen: Zum Beispiel das zehnjährige Jubiläum des ewig jungen Shooters Doom! Da schwelgt man doch gleich wieder in den alten Erinnerungen - irgendwo zwischen Fallout, Actionsequels und der größten Menschenrechtsverletzung überhaupt: Weihnachten!

Mit weihnachtlichen Grüßen
Schröder