Nach dem jähen Aus für das ambitionierte Projekt Scalebound hat sich nun Platinum Games' CEO Kenichi Sato zu Wort gemeldet und sich hierfür entschuldigt.

Scalebound - Platinum Games entschuldigt sich für das Aus

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Scalebound ist nicht mehr
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Auf der E3 2014 wurde Platinum Games' Exklusivtitel für die Xbox One der Öffentlichkeit vorgestellt, noch auf der vergangenen Electronic Entertainment Expo wurde ein weiterer Gameplay-Trailer enthüllt. Nun hat Microsoft das Projekt eingestampft. Der Grund: Laut Insidern habe es wohl massive Probleme bei der Entwicklung gegeben. Die Frage, die im Raum steht, lautet allerdings, ob das Unternehmen einfach noch immer kein Händchen für japanische Entwickler besitzt.

Was genau vorgefallen ist und wieso das alles zum Ende geführt hat, wird man wohl so nie erfahren von offizieller Seite aus. Zumindest hat sich nun Platinum Games' CEO Kenichi Sato persönlich für das Desaster entschuldigt. Und seine Entschuldigung klingt nicht danach, als sei das Projektende einvernehmlich gewesen:

"Was das Aus von Scalebound betrifft, tut es uns sehr leid, sagen zu müssen, dass Microsoft am 9. Januar das Ende des Spiels verkündet hat. Wir sind enttäuscht, dass die Dinge so enden mussten, vor allem, da wir wissen, dass sich viele Fans da draußen auf dieses Spiel genauso wie wir gefreut haben. Wir werden auch künftig kämpfen, um euch hochqualitative Spiele zu liefern, beginnend mit Nier: Automata im März sowie mit Produkten wie Granblue Fantasy Project Re:Link und Lost Order in naher Zukunft. Wir werden weiterhin hart daran arbeiten, euren Erwartungen gerecht zu werden und wir freuen uns auf eure weitere Unterstützung."

Man kann nur darüber spekulieren, was hier der Streitpunkt gewesen sein mag. Platinum Games ist nicht gerade für konventionelle Spiele bekannt, wenn man sich die Historie des Studios und dessen Game Director Hideki Kamiya ansieht: Bayonetta, Mad World, Anarchy Reigns - alles Spiele mit durchgeknalltem Setting und ungewöhnlichen Charakteren, die nie dem konventionellen Standard entsprachen. Die größte Kritik nach dem letzten Gameplay-Trailer auf der E3 2016 galt somit auch dem Protagonisten aus Scalebound, der vielen zu "poppig" erschien mit seinen Kopfhörern und seinem Auftreten. Gut möglich, dass Microsoft mehr eine Monster-Hunter-Kopie wollte, während Platinum Games wie so oft bei eigenen IPs nach Ungewöhnlichem strebte. Waren etwa die Kopfhörer am Ende mit ausschlaggebend?

Beweise entfernen

Momentan betreibt Microsoft eine große Aufräumaktion im Netz und löscht überall Gameplay-Clips und Trailer zu Scalebound. Höchstwahrscheinlich werden die Redmonder auch andere dazu auffordern, Clips oder Trailer von ihren Kanälen zu entfernen. Hier noch einmal der Gameplay-Trailer von der E3 2016:

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