Weiterhin kann der kleine, durchgedrehte Hase in die Zukunft blicken. Mit einem Klick auf markierte Gegenstände oder Personen erhalten wir so Hinweise, wie wir in der Geschichte weiter kommen, wobei sich das Hinweissystem je nach Erfahrungsgrad des Spielers anpassen lässt. Die letzte vorgestellte übersinnliche Option ist die Verwandlung in andere Gegenstände mit Hilfe von Knetmasse, Skun-Ka’pes Theorie scheint nicht all zu weit hergeholt zu sein.
Stiky’s Diner ist erneut einer der Hauptorte im Geschehen. Hier lassen sich die grafischen Verbesserungen leicht erkennen.So wird das Häschen zu einem wandelnden Blumenkübel, hinter dem sich Sam verstecken kann, oder zu einer Bazooka, die dem wilden Affen ein Ende bereitet. Insgesamt ist das Rätseldesign wieder extrem abgefahren, ohne dabei komplett unlogisch zu werden. Dabei gibt es deutlich weniger Inventarrätsel als bisher, viele davon wurden anscheinend durch Max’ abgedrehte Fähigkeiten ersetzt, die in der neuen Staffel wohl noch eine wichtige Rolle spielen werden.
Dabei erkundet das chaotischste Polizeiteam der Spielegeschichte zahlreiche bekannte, aber auch neue Orte. Was Abraham Lincolns überdimensionaler Kopf aus Wackelpudding in der Kanalisation zu suchen hat, wollen wir euch hier aber nicht verraten. Grafisch hat sich einiges verbessert, was besonders an Orten aus vorherigen Episoden, wie Stinky’s Diner auffällt. Vor allem die Ausleuchtung der Szenarien trägt viel zur Stimmung bei. Das ändert jedoch nichts daran, dass man aus modernen Computern problemlos mehr herausholen könnte, so detailliert die verschiedenen Orte auch ausgestattet sein mögen, so kantig und eintönig wirken viele Objekte.
Trotz aller Verbesserungen ist die Grafik dennoch nicht zeitgemäß. Der hervorragend passende Stil macht dieses Manko jedoch leicht wieder gut.Rundum hervorragend gelungen ist die Vertonung, zumindest in der englischen Version, die wir getestet haben. Nahezu jeder Satz sorgt für Verrenkungen der Hirnwindungen, überall sind ironische Seitenhiebe auf ältere Episoden oder auch Filme wie Rosemaries Baby versteckt. Die Dialogoptionen erinnern dabei an Mass Effect 2: In einem kreisförmigen Menü wählen wir Stichpunkte aus, die daraufhin angesprochen werden. Schade ist bei diesem System nur, dass man nicht mehr im Voraus erahnen kann, wohin die Dialoge führen. Musikalisch hingegen wird Einheitsbrei geboten, der auf Dauer nervig wird.
Den Konsolenumsetzungen ist es wohl zu verdanken, dass sich auch die übrige Steuerung geändert hat. Sam lenken wir wie in einem Actionspiel mit den Tasten WASD, alternativ klicken wir mit der linken Maustaste an einen beliebigen Punkt und halten diese gedrückt. Es erscheint ein virtueller Analogstick, den wir mit gedrückter Maustaste und entsprechenden Mausbewegungen steuern – genau wie beim letzten Telltale-Titel Tales of Monkey Island. Dieses System ist etwas gewöhnungsbedürftig und immer wieder bleibt man, gerade in der Anfangsphase, an Gegenständen hängen.
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