Ein planlos selbstherrlicher US-Präsident mit Superkräften, der sich während einer Pressekonferenz plötzlich mit einer globalen Alien-Invasion konfrontiert sieht – kaum zu glauben, aber Volition gelingt es in Teil 4, den totalen Irrsinn aus Saints Row: The Third in Höhen zu schrauben, in denen sonst nur Reinhold Messner oder der Yeti anzutreffen sind. Auf der E3 durfte ich eine halbe Stunde lang mit Dubstep-Kanone und Schwarzen Löchern Jagd auf E.T.s schlecht gelaunte Verwandtschaft machen.

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Land of the Saints

Die Saints als Führer der freien Welt? Das klingt in etwa ähnlich absurd wie ein österreichischer Bodybuilder als Gouverneur von Kalifornien. Entsprechend geht es im Weißen Haus zur Sache wie im Penthouse des Duke Nukem: leicht bekleidete Stripperinnen servieren Alkohol in rauen Mengen, ein Tiger als Haustier räkelt sich in der Ecke und wenn mir auf dem Gang zufällig jemand aus der Opposition begegnet, stellt sich lediglich die Frage, ob ich ihm lieber in die Weichteile boxe oder direkt die Fresse poliere.

Saints Row 4 - Sagt eurem Verstand Winkewinke!

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Hail to the President, Baby! Die Saints im Weißen Haus.
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Unverständlich, wie sich bei so viel Frohsinn der Unmut im Volk über meinen Führungsstil regen kann. Jedenfalls soll ich auf einer Pressekonferenz der aufgebrachten Meute Rede und Antwort stehen. Dass diese Journalisten einem auch immer die Worte im Mund verdrehen müssen... Mein „Ich bin hier der Chef, und ihr könnt mal schön die Klappe halten!“ war jedenfalls total aus dem Zusammenhang gerissen.

Zum Glück kann ich die Zeit auf dem Weg dorthin noch mit wirklich wichtigen Dingen nutzen: schnell noch nen Drink nehmen zum Beispiel, und mal eben den Krebs besiegen. Oder lieber doch den Hunger in der Welt bekämpfen? Immer diese moralischen Entscheidungen… Ich habe aber gehört, dass sie sich sogar aufs Ende auswirken sollen. Also wohl überlegen… Hmm, „Sollen sie doch Kuchen essen“, ja, das klingt gut. So nach Kultur.

Los kann’s gehen! Noch ein High-Five mit den Homies und dann sollen diese Typen mich mal kennenlernen. Party on!

Doch was ist das?! Ausgerechnet jetzt taucht einer auf, der so gar keinen Spaß versteht. Und noch dazu die komplette Decke meiner schönen neuen Butze mit seinem Raumschiff pulverisiert, die Menschheit versklavt und anscheinend so gar nichts von Kuchen hält. Nennt sich Zinyak aus dem Zin-Imperium. Na warte, Amerika mag nicht mehr The Land of the Free sein, aber solange ich hier was zu sagen habe, ist es immer noch The Land of The Saints…

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Spaßbremsen: Die Aliens crashen die Pressekonferenz. Und das komplette Weiße Haus.
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Waffen!

Schließlich verfüge ich seit Kurzem über jede Menge cooler Superkräfte, kann z.B. schneller laufen als Speedy Gonzales, Wände empor spurten, ein Feuerinferno entfachen, Schockwellen erzeugen, Autos per Telekinese durch die Luft schleudern. Fahren könnte ich sie natürlich auch. Aber warum sollte ich? Denn fliegen beherrsche ich seit neuestem auch. Dadurch bin ich ein bisschen wie der Typ aus Prototype, aber natürlich viel lässiger.

Denn logisch: Waffen! Beachtet das Ausrufezeichen. Waffen! In dieser Hinsicht macht mir keiner was vor. Ich kann Schwarze Löcher verschießen, die ganze Autos verschlucken! Ich habe eine Wasserspritzpistole, die… ähm, egal, fetzt jedenfalls. Mit dem Inflator blähe ich die Köpfe meiner Gegner auf wie in einem Tom-und-Jerry-Cartoon. Und: Ich kann die ganze Welt zum Tanzen bringen mit meiner Dubstep-Kanone!!! Hey! Das mit den Ausrufezeichen macht Spaß! Saints Row 4 ist ein einziges dickes Ausrufezeichen von einem Spiel, der Open-World-Wahnsinn als pure Spaßbombe. Punkt.