Ich kann mich noch gut an eine meiner Lieblingsszenen in Sacred 2 erinnern: den digitalen Auftritt der Heavy-Metal-Band Blind Guardian, die ein schrulliges "Live-Konzert" zum Besten gaben. Genau solche Momente voller Witz und Ironie machten für mich den Spielspaß des Action-Rollenspiels aus. Wird diese Tradition in Sacred 3 fortgeführt?
Mehr Hack & Slay, weniger Rollenspiel: Sacred 3 schlägt die Diablo-Richtung ein.AusblickUm ehrlich zu sein, habe ich da so meine leisen Zweifel. Die sind vielleicht völlig unbegründet und der Tatsache geschuldet, dass ich lediglich geschätzte 15-20 Minuten von dem Spiel gesehen habe. Aber ihr kennt das möglicherweise selbst, wenn ihr eine Demo spielt und unterschwellig ein flaues Gefühl in der Magengegend bekommt. Am Ende kann, ja wird womöglich alles ganz anders kommen und die ersten Eindrücke von Sacred 3 sind auch beileibe nicht schlecht! Sie sind nur nicht das, was ich erwartet habe.
Die Playstation-3-Vorführversion sieht optisch schon sehr ansprechend aus. Ein sattes Effektgewitter verwöhnt die Augen, tolle Licht- und Schattenspielereien versprühen intensive Abenteuer-Atmosphäre; hier züngeln ein paar Flammen, dort explodieren mächtige Kampf-Zauber, ein paar giftige Dämpfe wabern umher. Und trotz zig über den Bildschirm wackelnden Figuren bleibt die Framerate stabil. Kurzum: Da passiert so einiges und es sieht gut aus.
Die Handlung ist irgendwo 1000 Jahre nach der zweiten Episode angesiedelt und dreht sich um eine Bedrohung durch das "Ashen Empire". Und wir als Helden sollen Licht in diese vergessene Zeit bringen.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Nun, das wird sicherlich später an uns liegen. Die Präsentation erweckt bei mir jedoch den Eindruck, dass man sich aufseiten der Entwickler deutlich mehr an modernen Produktionen wie Diablo 3 orientiert. Hack & Slay steht damit eindeutig im Mittelpunkt des Spielablaufs, auch wenn die Spielmechanik eigene Akzente setzen will. Trotzdem geht das subjektiv gesehen zulasten der Rollenspiel-Anteile, dem freien Erkunden der Welt.
Äußerst schick: Die dynamische Kamera von Sacred 3 macht auch solch prächtige Panoramen möglich.Spieler von Sacred 2 hätten - behaupten die Entwickler - zu viel Zeit mit überflüssigem Herumlaufen verschwendet. Wenn es sinnloses Herumgegurke beträfe, würde ich nicht widersprechen. Mir aber hat gerade das Auskundschaften der Weltkarte unheimlich viel Spaß bereitet. Und auch der Humor ist hoffentlich auf dem Weg zu einem glattpolierten Triple-A-Hochglanzprodukt nicht verloren gegangen.
Sacred 3 wirkt dunkler (warum verbinden eigentlich plötzlich alle "dunkler" mit besser?...) und wird uns wohl viel häufiger an viele finstere Orte wie Höhlen und Verliese führen.
Auch das ist per se sicherlich nicht schlecht, auch in solchen lichtscheuen Umgebungen kann Spiel- und Wortwitz gedeihen. Dialoge habe ich aber leider keine erspäht, keine NPCs, bei denen man sich die Quests abholt. Die Welt wirkte noch ein wenig steril - das mag aber auch einfach nur dem sehr frühen Stadium des Spiels geschuldet sein.
Gesehen habe ich stattdessen jede Menge Hack-&-Slash-Klopperei, bei der es zum einen auch um die richtige Positionierung der Spielfiguren und den Einsatz mächtiger Kombo-Angriffe ankommt. Viele Feinde werden euch ihre starke Seiten zuwenden und ihr werdet ihre Schwachstellen ausfindig machen müssen, um sie zur Strecke zu bringen. Am besten wird das - und hier kommt das "Zweitens" ins Spiel - im Koop-Modus gehen, wo ihr euch die Gegner so hinbiegt, dass Mitspieler sie leicht aus dem Weg räumen können.
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Warum müssen wir nur noch Einheitsbrei zocken und es ist wirklich schwer geworden, wahre Schätze zu finden.
das frag ich mich schon ewig, früher hatte ich ständig momente bei neuen spielen die mich völlig geflasht und überrascht haben. sacred war eins davon, weil man überall lang konnte und man nicht immer links und rechts eine felswand hatte die den weg automatisch vorgab. wär echt scheiße wenn man in sacred 3 nur noch durch begrenzte areale rennt (wie in diablo und co.) die einen automtisch zur nächsten quests oder siedlung oder dungeon führen.
schon das stimmt mich traurig, denn in Sacred 2 habe ich neben dem Schnetzeln auch das Questen geliebt und ich kann einfach nicht genug Quests bekommen, mögen sie auch noch so unsinnig sein.
Sacred war schon immer ein Zwitter gewesen, denn dieses Spiel wußte nicht wirklich, wohin es gehören sollte: entweter RPG oder ARPG.
Ascaron hat beides in einem vereint und das war gut so. Für jeden war etwas dabei gewesen, wobei Sacred 3 eingleisig fahren wird und das ist nicht gut.
Das muss nicht schlecht sein, zumal die gezeigten Gefechte tadelloses Hack & Slay im Stile von Diablo 3 zeigten, das sehr stark auf Koop-Spielereien zu setzen scheint.
eigentlich wollte ich mit Sacred 3 den Nachfolger ses genialen Sacred 2: Fallen Angel (Bugs mal ausgeschlossen) spielen und nicht irgendein Klon eines Diablos.
Wer Diablo spielen will, soll Diablo spielen und wer Sacred spielen will, soll Sacred spielen, aber bitte nicht vom anderen Spiel abkupfern und die eigentliche Idee, die hinter Sacred steckte, zu ignorieren.
Warum müssen wir nur noch Einheitsbrei zocken und es ist wirklich schwer geworden, wahre Schätze zu finden.
Mir scheint, daß der Entwickler unter dem bekannten Namen "Sacred" nur ein neues Spiel publizieren möchte und um die Verkaufsaufaussichten zu steigern, hat man sich für diesen Namen entschieden, obwohl kein Saccred mehr in diesem Sacred zu finden ist.
OpenWorld sowie Seraphim ist doch das Markenzeichen Sacreds schlechthin.
Mir ist es nur ein Rätsel, warum die Entwickler nie das umsetzen, was der Fan sich wünscht und das offizielle Sacred-Forum war mit Wünschen gespickt gewesen bis hin zur Weitsicht, Rückenperspektive, sichtbarer Himmel usw.
Auch kam die Unreal-Engine zur Sprache und wenn ich an das Bild mit dem Holzsteck und den grünen Monstern denke, krieg ich den Heulkrampf.
Eine weitere Serie gegen die Wand gefahren!!!
@Lyasa:
Du vergißt noch die wunderschöne Grafik in Sacred 2 zu benennen und letztens habe ich mich in irgend einer Höhle befunden und mich gewundert, daß Stühle, Schränke usw. so hübsch aussehen können und ich habe mich gefragt, ob ich mich eigentlich in einer Miniaturwelt (Märklin läßt grüßen) befinde. Alles so detailverliebt modelliert.
Die große Welt war Pro und Contro zugleich. Am
Die große Welt war Pro und Contro zugleich. Am Anfang gut, später etwas nervig wegen dem ganzen rumgereise und langen laufwegen trotz Portalen. Das Skillsystem war wie bei D2. Unglaublich vielfältig mit bekannten guten Speccs aber auch gewagte Skillungen wurden belohnt...oder waren totale grütze :)
Wenn es in richtung D3 geht, was an sich nicht so verkehrt ist, dann bitte aber nicht die Skills auf Sparflamme halten. Das wäre ein riesen Contra!
ich hoffe das meinst du nicht ernst ...
sacred war vom skillsystem schon immer das elder scrolls unter den klickorgien.
bei diablo 2 ist das skillsystem sehr sehr viel eingeschränkter...
hab teil 1 + 2 jeweils hunderte stunden gesuchtet und gerade die riesige und offene welt, hat die serie zu etwas besonderem im hack&slay bereich gemacht!
nach einem relativ kurzen story-run hab ich in Sacred 2, nach 150std spielzeit, erst 50% der karte aufgedeckt gehabt! die kombination aus sammeln-leveln--erkunden-kämpfen funktioniert für mich in keinem h&s rpg besser...und man findet an jeder ecke irgendwas interessantes und oftmals kurioses! gibt so einige genaile easter-egs und quest in dem spiel!
das preview sorgt auf jeden fall für ernüchterung, aber das war mMn auch nicht anders zu erwarten! neue entwickler + stark verändertes, auf die breite masse zugeschnittenes, game-design...nur der versuch den bekannten namen auszunutzen um ein wenig beachtung zu finden!
Die große Welt war Pro und Contro zugleich. Am Anfang gut, später etwas nervig wegen dem ganzen rumgereise und langen laufwegen trotz Portalen. Das Skillsystem war wie bei D2. Unglaublich vielfältig mit bekannten guten Speccs aber auch gewagte Skillungen wurden belohnt...oder waren totale grütze :)
Wenn es in richtung D3 geht, was an sich nicht so verkehrt ist, dann bitte aber nicht die Skills auf Sparflamme halten. Das wäre ein riesen Contra!
Ändert nichts an dem Verkaufserfolg dieser Brühe und das jeder Depp in der Branche es gleich kopieren will (das gleiche bei WoW, schielen alle wie die letzten Trottel drauf, anstatt mal eigene Ideen zu verwirklichen).
Diablo 3 ist doch selbst schon eine halbgare Brühe die sich nur wegen dem Namen gut verkauft hat...
Was soll das Getrolle?
Mach dich nicht lächerlich. ;) *Ironie off*
Der erste Teil hatte wahnsinnig gute Sprecher, die aus Film und Fernsehen bekannt waren und sich im Spiel teilweise sogar auf ihre Sprechrollen beziehen konnten.
Sacred 2 konnte dieses Erbe konstant fortführen und krönte das ganze noch mit einer wunderbaren Hörspielreihe zum Spiel.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Charme und diese Liebe zur Welt/zum Spiel ohne den originalen Entwickler fehlen könnte ...
Ich glaube die - durchaus nachvollziehbare - Devise bei der Entwicklung von Sacred 3 ist eher: "Wir müssen das Spiel auch an die Amis verkaufen können!"
Inwieweit das für die allgemeine Qualität des Spiels zu- oder abträglich ist, werden wir wohl sehen müssen.
Hoffentlich gibt es auch selbst erstellbare Charaktere. Irgendwo erhöht das in Spielen für mich immer die Bindung zum Charakter und individualisiert die Spielerfahrung. Das fehlt mir immer in dem Genre. Torchlight 2 ist wohl die erste richtige Ausnahme...
1. die große frei erkundbare welt
2. das skillsystem das unendlich viele unterschiedliche charaktere erlaubt und in dem sich jede klasse in vielfache richtungen orientieren kann
schwächen waren dagegen die kamera (soll ja mit einer automatischen kamera gelöst werden, wobei es die bei sacred 2 auch gab und diese dort so gar nicht funktioniert hat) und das gameplay (verzögerte skills, nicht exakt genug usw)
was ist der eindruck in diese richtung?
was hat sich dabei geändert?
irgendwie ein bisschen wenig infos :/