"Wir konnten uns nicht vertragen, drum lieg ich hier begraben." - Heiner Gumprecht

Wer Sacred und Sacred 2 mochte/liebte/vergötterte, hat keinen geistigen Freifahrtsschein, um auch an Sacred 3 Gefallen zu finden. Das Spiel ist an sich ganz nett, wenn man nach einem harten Tag nach Hause kommt, die Auswahl an Spielen im eigenen Besitz eher gering ist und man nur ein/zwei Stunden schnetzeln mag, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Schöne Level, nette Musik und Effekte. Was will man mehr?

Und genau das ist die Frage: was will man mehr? Vielleicht Loot. Ja, Loot wäre gut gewesen. Irgendwas, das mehr ist, als die bloße Möglichkeit, 4 bis 6 Waffen/Rüstungen freizuschalten/-kaufen. Oder Level, die nicht ganz so schlauchig sind. Eine richtiger Skilltree wäre gut gewesen. Oder überhaupt die Möglichkeit, mehr als vier Fähigkeiten zu verbessern und mehr als zwei im Kampf verwenden zu können.

Charaktere, Nebencharaktere und Bosse, die nicht dauernd so viel Grütze von sich geben und mich mit ihrem Humor in den Wahnsinn zu treiben versuchen. Ja, dass hätte was gehabt. Nicht mit Mist zugequatscht werden.

Und so 'okay' das Kampfsystem auch ist, die geringe Gegnervielfalt und die eben bereits erwähnten zwei mickrigen Fähigkeiten, nagen am Spielspaß und sorgen dafür, dass sich schnell Eintönigkeit einstellt.

Sacred 3 ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen oder direkt downloaden bei gamesrocket.

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Pro

  • Passables Hack&Slay-Gameplay
  • Angenehme Sounduntermalung
  • Nette Grafik

Contra

  • Kein Sacred (!)
  • Viel zu einfach
  • Wenig Abwechslung
  • Geringe Spielzeit
  • Kein Skilltree
  • Unterirdischer und sehr nerviger Humor im Dauertakt
  • Absolut lineare Schlauchlevel
  • Kein Loot (!)

Grafik

Für ein Hack&Slay sieht es alles andere als verkehrt aus und die Lichtsetzungen und die Kampfeffekte sind sehr nett. Über den Wert "Sehr nett" bewegt sich hier aber leider nichts.

Sound

Ruhige Sounduntermalung, die sich einigermaßen ins Spielgeschehen eingliedert. Typische Kampfgeräusche. Nichts Besonderes also. Mit Ausnahme dessen, was die vielen verschiedenen Figuren so von sich geben. Der Schwachsinn tut nämlich dem Gehirn weh.

Gameplay

Schlauchlevel, umfangloses Kampfsystem, ermüdende Gegnerhorden, kein Loot-System, kein richtiger Skilltree, kein... Sacred.

Multiplayer

Unbedingt im Koop spielen, damit ihr euch nicht alleine durch diese Wüste an Ideenvielfalt prügeln müsst. Vorteil: ihr leidet im Team und könnt dem Ganzen vielleicht noch etwas Spaß abgewinnen. Nachteil: es wird viel zu einfach.