Eine Insolvenz muss noch lange nicht das Ende bedeuten. Bestes Beispiel dafür ist momentan Ascaron. Nach der Einreichung des Insolvenzantrags im April 2009 hat man nicht nur Konsolenversionen von Sacred 2 veröffentlicht, nun steht auch noch das erste Addon in den Startlöchern.

Ende August soll Ice & Blood für PC erscheinen und alle Hack ´n Slay-Jünger zurück nach Ancaria lotsen. Xbox 360-Besitzer schauen nach derzeitigem Stand der Dinge allerdings leider in die Röhre. Wir haben der eisig-blutigen Erweiterung schon mal einen kleinen Besuch abgestattet.

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Zwei neue Zonen

Eines vorweg: Die Hauptkampagne bleibt durch das Addon unangetastet. Ascaron integriert vielmehr zwei Nebenschauplätze, die völlig unabhängig voneinander und von den Missionen der Hauptquest gespielt werden. Verfügt ihr bereits über Sacred 2-Helden, könnt ihr den beiden neuen Gebieten im Nordwesten, respektive Südosten, sofort eure Aufwartung machen. Wer allerdings die neue Klasse des Drachenmagiers ausprobieren möchte, erhält erst nach Level 5 Zugang.

Sacred 2: Ice & Blood - Angespielt: Trotz Ascaron-Pleite kommt das Addon

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Zwei neue Gebiete erwarten euch in Ice & Blood.
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Das stellt indes keine große Hürde dar und ist innerhalb weniger Momente bewerkstelligt. Die beiden neuen Regionen sind zwar dank bequemer Teleporter einfach erreichbar, stellen jedoch in sich geschlossene Areale dar. Sie sind klein und kompakt und haben abgesehen von den Reiseverbindungen keine weiteren Kontaktstellen zur übrigen Welt Ancarias.

Die zwei Zonen sind dementsprechend auch designtechnisch eigenständig ausgefallen, aber definitiv sehenswert. Während im Norden eine kristalline Eiswüste auf euch wartet, verschlägt es euch im Süden in einen blutgetränkten Wald voller Zombies und anderer Untoten. Die Hauptquest führt euch zumindest im Blutwald stringent durch die düstere Landschaft. Bereits ohne eine Minute gespielt zu haben, ist vorhersehbar, an welcher Stelle das Abenteuer enden wird.

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Todesboten und ihre Diener bekämpft man dagegen mit Flächenschaden.
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Auch die auf euch lauernden Monster unterscheiden sich in beiden Bereichen grundsätzlich voneinander. Wirft euch die Kristall-Ebene mit kalkweißen Yetis, Eisbären und glitzernden Eisdrachen und als neuen Endgegner einen Eisphönix entgegen, habt ihr es auf den Schlachtfeldern im Süden mit bestialischen Dämonen, aggressiven Todesboten und schlussendlich dem Oberbösewicht Ashibai zu tun.

Abwechslungsreiche Landstriche

Unsere Spielerfahrung ist in beiden Landstrichen bisher etwas unterschiedlich ausgefallen. Der Blutwald stellt von Beginn an eine recht herausfordernde Umgebung dar, in der es aufgrund vieler "Adds" häufig zu unübersichtlichen aber auch gleichzeitig überraschenden Kämpfen kommt.

Der Start in der Kristall-Ebene gestaltet sich dagegen zunächst sehr einfach, bald steigert sich der Schwierigkeitsgrad jedoch auch hier zusehends und macht die Absolvierung von Missionen nicht eben zu einem Zuckerschlecken. Über die Inhalte der beiden Hauptquests wollen wir euch an dieser Stelle jedoch noch nichts verraten.

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In der Kristall-Ebene warten spezielle Aufgaben und Gegner auf euch.
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Dafür stellen wir euch natürlich den Drachenmagier ein wenig genauer vor. Diese zaubernde Klasse kann in der Sacred 2-Hauptstory sowohl in der Licht- als auch Schattenkampagne eingesetzt werden.

Die drei Disziplinen Drachenmagie, Elementarmagie und Mentalist sollen vielfältige Spielmöglichkeiten und Spezialisierungen gewährleisten und erweisen sich tatsächlich als ziemlich schlagfertig bzw. durchschlagskräftig. Je höher man mit seinem Drachenmagier aufsteigt, desto weniger haben euch die Widersacher entgegenzusetzen.

Der Drachenmagier

Viele Feinde kapitulieren bereits beim ersten Zauberspruch der Marke "Gedankenschlag", ganze Feindesgruppen haltet ihr euch mit dem "Windstoß" vom Leib, während ihr den Nahkampf am besten als "Berserker" bestreitet. Hier verwandelt sich eure Spielfigur in ein mächtiges Echsenwesen, das gewaltige Hiebe austeilt und vor allem gegen Massen von Gegnern zum Einsatz kommt.

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Der Drachenmagier erhält seine Ernennungsurkunde von allerhöchster Stelle.
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Alternativ verwandelt ihr euch für kurze Zeit in einen Drachen und spuckt ein bisschen Feuer (was sich bisher als nicht sonderlich effektiv entpuppt hat), heizt den Fieslingen mit "ewigem Feuer" ein oder lasst euch von Beschützer-Kreaturen (Buff) helfen. Wir haben jedoch bis dato den Eindruck, dass die Drachenfertigkeiten im Vergleich zu den beiden anderen Disziplinen in puncto Durchschlagskraft und Effektivität noch ein wenig nachstehen.

Heißblütig & eiskalt - Das Addon hinterlässt einen guten Eindruck.Ausblick lesen

Neu ist darüber hinaus die Fertigkeit "Zauberstabkämpfer", die nun auch den magischen Klassen endlich verbesserte Optionen beim Einsatz ihrer Stäbe an die Hand gibt, inklusive der Möglichkeit, aus der Distanz zu kämpfen und magische Geschosse abzuschießen. Eine weitere Neuerung gibt es zudem im Bereich der Combos, wo man nun fünf statt vier Kampfkünste hintereinander abfeuern kann. Liebhaber spezieller Reittiere greifen zukünftig außerdem auf das Einhorn bzw. Flammenpferd zurück.

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Der Talentpfad des Drachenmagiers lässt euch viele Optionen offen.
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Übrigens erhalten mit dem Addon nun alle Spieler den Kistenträger, der bisher nur Käufern der Special Edition vorbehalten war: Immer und überall dürft ihr nun einen kleinen dämonischen Sklaven herbeirufen, der erbeutete Items in eurer persönlichen Truhe herumträgt. Schade allerdings, dass bei all den Neuerungen nicht auch an einige sinnvolle Verbesserungen gedacht wurde. Nach wie vor gibt es beispielsweise keinen direkten Vergleich der Gegenstände, sodass man bei jedem neu erbeuteten tollen Schwert oder Brustpanzer umständliche manuelle Abwägungen anstellen muss.

Nicht ausgemerzt wurde zudem die zu hakelige Steuerung der Figuren, die immer noch viel zu häufig an kleinen Objekten hängen bleiben. Merkwürdig war in unserer Version darüber hinaus die teilweise nicht vorhandene Reaktion von Mobs und Gefährten auf Attacken, die sie gleichmütig über sich ergehen ließen.