Sacred 2 - Fallen Angel – Vorschau

PC | XBox 360

Zu Besuch bei Ascaron: Erstmals durften wir die Action-RPG-Hoffnung anspielen!

6
von Matthias Grimm, 20. Februar 2008 14:00 Uhr

Sprachverwirrung in Ancaria

Streng genommen sind wir aber nur die Zweiten, die Hand an den Fallen Angel legen dürfen. Der Allererste ist der 16-Jährige Jan Bögemann, Sacred-Fan der ersten Stunde. Der gemeinnützige Verein WünschDirWas hatte dem schwer kranken Schüler seinen größten Traum wahr gemacht: einmal die Sacred-Entwickler in Natura zu treffen und dabei die aktuelle Version des im September erscheinenden Action-RPGs anzuspielen.

Screenshot zu: Zu Besuch bei Ascaron: Erstmals durften wir die Action-RPG-Hoffnung anspielen!In der Grafik-Abteilung wird zuerst ein komplexes 3D-Modell von jedem Charakter erstellt.

Entsprechend sprachlos vor Staunen nimmt er an der Studio-Tour teil: Hier lernt er (fast) jeden der insgesamt 42 Entwickler von Ascaron kennen – abgesehen von denen, die derzeit von der grassierenden Grippewelle erfasst wurden – und erhält Einblicke aus erster Hand über den Stand der Dinge bei Sacred 2. Die Grafiker erklären ihm beispielsweise, dass von den Charakteren im Spiel zunächst ein Artwork ganz klassisch per Hand gezeichnet wird. Dann erstellen sie ein perfekt gerendertes 3D-Modell – ohne Rücksicht auf den „Polycount“ und die Performance. Erst zum Schluss wird dieses Modell seiner finalen Form angepasst, die sie nachher im fertigen Spiel annehmen wird.

„Polycount? Was ist das?“, fragt Jans Mutter. Sie nimmt den Besuch bei Ascaron zum Anlass, die Welt der Computerspiele kennen zu lernen, in denen sich ihre Kinder seit Jahren heimisch fühlen. Engine, Leveln, Loot – alles wird ihr bereitwillig von den Designern erklärt. „Ich fand es großartig hier“, gesteht sie am Ende der Führung. „Dass soviel Arbeit und Herzblut von so vielen Menschen in einem einzigen Spiel stecken, hätte ich nie erwartet – in den Medien hört man ja immer nur von der Gewalt und der Gefahr, die von solchen Games ausgehen.“ Sacred 2 gefiele ihr aber richtig gut – und die Gewaltdarstellung sei auch eher „harmlos“.