„Three king size beers and five eggs please.” “Sure!” - Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die man nicht verstehen muss und dann noch solche, die man zu verstehen gar nicht versuchen sollte. Aber dazu komme ich später.

Unser erster Morgen begann mit einem frühmorgentlichen Test der PC- und der Xbox-Version, um zu schauen dass auch alles läuft. Ein paar Einstellungen, einige Testläufe der Präsentation und etwa drei Stunden später waren wir dann auch irgendwann wirklich wach und machten uns auch den Weg in die Stadt, unseren einzigen richtigen freien Tag zum Sightseeing zu nutzen.

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Unser Weg führte uns als erstes zum Pier, wo wir am sogenannten Fisherman’s Wharf bei blauem Himmel und fantastischem Wetter einen klasse Ausblick auf Alcatraz genießen konnten. Da in den USA ja bekanntlich viele Läden auch Sonntags geöffnet haben, machten wir uns an unserem bis dato vermutlich einzigen freien Tag auf den Weg, bei einem für uns sehr guten Dollar-Kurs möglichst viel an Souvenirs, Mitbringseln und Kleidung zu besorgen.

Sacred 2 - Fallen Angel - Verschweißtes Pinienholz und neue Hosen: Das Sacred-Team berichtet von der GDC.

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Im Hintergrund seht ihr das berühmte Alcatraz.
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Heiko nutzte die Gelegenheit, um beim „Jeans-Händler seines Vertrauens“ fünf echte Levis für nur 200,- Dollar zu erstehen und handelte wegen der angeblich zu hohen Preise ein schickes T-Shirt für mich heraus.
Somit sind wir sowohl am Pier als auch in der Ashbury Street mehr als fündig geworden, mussten dann aber doch nicht auf unsere Notlösung „ein Koffer geht hin, zwei kommen zurück“ zurückgreifen.

Die Ashbury Street erwies sich dann in mehrerlei Hinsicht als Highlight. Man stelle sich eine kleine, zweispurige und mit vielen Läden gesäumte recht europäisch anmutende Strasse vor, die man dann mit sehr hippiemäßigem Volk füllt. Dieses darf aufgrund seiner Nationalität zwar nicht mal ein Bier an der frischen Luft trinken, aber dafür mit aromatischem Rauchwerk, das zumindest für deutsche Verhältnisse recht fragwürdig erscheint, offen auf der Strasse rumlaufen. So weit, so gut.

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Ein näherer Blick auf die Geschäfte ließ dann allerdings unsere Kinnladen herunterfallen. Ein wirklich wilde Mischung aus Hippieklamotten, Musikläden für sowohl Instrumente als auch Records, Skatershops, Kiosks, 70er-Klamottenläden und vor allem den zu 50 Prozent Ende der 60er stehen gebliebenen Fußgängern machte den Shoppingausflug zu einem Erlebnis der dritten Art.

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Marktlücke: Verschweißtes Pinienholz.
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Wie bereits angedeutet, scheint es völlig normal zu sein, drei Bier und fünf Eier zu bestellen. Wieso auch nicht… ich für meinen Teil hätte als Tresenkraft wohl erstmal einen längeren Aussetzer gehabt, aber die nette Dame zögerte keinen Moment und hakte die Anfrage freundlich und schnell mit einem einfachen „Sure!“ ab. Gut, in einem Laden, der Pinienholz in einzeln verschweißten Paketen verkauft als wäre es Süßigkeitenriegel, sollte man eh keine Fragen mehr stellen…

Nach einer längeren Odyssee mit einem Taxifahrer, der uns mal ganz geschmeidig abzocken wollte, sind wir dann noch zum Golden Gate Park gefahren. Dort halten sich tagtäglich viele Leute auf, die der seit den 60er Jahren fortschreitenden Zeit wacker mit großen Bongotrommelsessions und einer nicht minder entspannten Lebenseinstellung trotzen.

Abends ging es dann zur Sache. Für mich als kulinarisch eher weniger international gesinnten Gourmet sollte dieser Abend eine hochinteressante Woche einläuten, beginnend mit einem Besuch in Chinatown und Heikos Ansage, dass auch ich da was zu essen finden würde.

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... und chinesisches Essen schmeckt doch!
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Nachdem der Laden, den Heiko eigentlich gesucht hatte, nicht geöffnet war, fiel mir bereits ein Stein vom Herzen. Aber - wie konnte es anders sein - wir betraten eines der vielen chinesischen Restaurants gegenüber. Und nein, ich meine keines dieser üblichen Touristenrestaurants, sondern eines, in dem wir die einzigen Weißen waren.

Und was soll ich sagen, ich habe mich tatsächlich breitschlagen lassen, nach 29 Jahren harter Resistenz gegen das meiste ausländische Essen echtes China-Food zu mir zu nehmen. Und man soll es kaum glauben, ja, ich habe mich bekehren lassen, es ist wirklich sehr, sehr lecker.

Mit mehr als gut gefüllten Mägen haben wir uns dann quasi die Straße Richtung Hotel von der schieren Schwerkraft tragen lassen, um nach einer weiteren Nacht dann mit unserer eigentlichen Aufgabe loszulegen: den Presse-Präsentationen der aktuellen Version von Sacred 2.

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Die Messehalle...
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Am Montag morgen haben wir uns um halb neun in Heikos Zimmer getroffen, wo wir dann verschiedene Termine mit internationaler Presse aus unter anderem Polen, Italien, und, wie kann es anders sein, wenn man schon in ein anderes Land flüchtet, auch aus Deutschland hatten.

Nach einiger Nervosität vor dem ersten Durchlauf haben wir uns jedoch recht schnell in eine zufriedenstellende und aufgrund des großen Interesses für uns immer besser laufende Präsentation stürzen können, die unsere Gäste doch schon sehr beeindruckt hat. Insgesamt waren sieben Teams da, die sich ein Bild vom aktuellen Stand der Entwicklung gemacht und viele Fragen gestellt haben und alle sehr zuversichtlich und zufrieden gegangen sind.

Dienstag haben wir dann die Location und checkten in dem Schwesterhotel unserer Unterkunft ein, wo wir in Zusammenarbeit mit unserem US-Publisher einige weitere wichtige Termine hatten, die nicht mehr in den normalen Terminkalender für die Messe passten.

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... und der im Aufbau befindliche Messestand.
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Für zwei Tage außerhalb der eigentlichen Messe, die mit Terminen so überfüllt war, dass wir auf diese Lösungen zurückgreifen mussten, waren der Erfolg und das Gefühl schon vor der Messe Eindrücke vom Spiel weitergegeben und echte Begeisterung ausgelöst zu haben, wirklich toll!

Nach diesen Präsentationen machten wir uns dann auf den Weg in die Messehalle im Moscone Center North, um unseren Stand vorzubereiten. Es erwarteten uns ein bereits stehendes Gerüst, viele zu verkabelnde Monitore und ein paar schicke Highend-Rechner, auf denen wir dann Sacred 2 aufspielen konnten.

Nach etwa zwei Stunden liefen dann auch alle PCs und die beiden Xbox 360, und wir waren bereit für die eigentliche GDC. Da Messen in den USA etwas anders organisiert sind als daheim bei uns, war der etwa 2 Meter große, muskelbepackte Mann von der Hall Security, der sehr an Vin Diesel erinnerte, mal ein Erlebnis für sich.

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Ted spielt die XBox-Version.
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Mit einer Stimme, die wie frisch aus der Hölle importiert wirtke, fragte er uns recht freundlich „When do ya think ya will be leavin’? Da Hall be closed down in ten minut’s.“, woraufhin wir freundlich nickten und uns beeilten. Eine Nacht noch, dann sollte die Messe und damit auch der Stress beginnen. Ich halte Euch auf dem Laufenden!