Die Welten in Spielen werden immer größer, dicker und prächtiger. Aber was bringt eine große Welt, wenn sie unbelebt und langweilig wirkt? Da die „Sacred 2“-Welt auch ziemlich groß wird, geben wir uns natürlich alle Mühe, sie so lebendig wie möglich zu gestalten. Dass die Umgebung schon sehr detailreich und hübsch daherkommt, kann man auf zahlreichen Screenshots sehen – aber wie sieht es mit den lebenden Teilen der Welt aus: den NPCs?
Weltenvariation
Ein NPC (Non Player Character) ist ein vom Computer gesteuerter Mensch, Gegner oder ein neutrales Wesen wie zum Beispiel eine Kuh. Um einen NPC zu produzieren, muss folgendes geschehen: Ein Conceptgrafiker zeichnet ein Konzept, der Lead Artist nimmt dieses ab oder gibt Verbesserungswünsche zurück.
Mehr Liebe für NPCs: Nicht nur die Charaktere werden äußerst aufwendig designt.Ein 3D-Modellierer modelliert dann den NPC in einer sehr detaillierten (nicht spieltauglich) Version, überträgt diese Details in eine spieltaugliche Version, gibt dem Modell Farbe, indem er es texturiert, baut ein Skelett für die Animation ein, animiert verschiedenste Bewegungen (laufen, rennen, winken, trinken, essen, freuen, schüchtern zum Boden schauen …) und exportiert bzw. testet die Figur im Spiel. Als letztes nimmt der Lead Artist das Resultat ab oder gibt Verbesserungswünsche zurück.
Dieser Zyklus dauert ohne die Animation zwei Wochen und ist für jeden einzelnen NPC nötig. In einem Jahr (abzüglich der Wochenenden aber ohne Urlaub ;) und nach zwei Wochen für die Animationen) könnte man also ca. neun verschiedene NPCs erschaffen – nicht gerade viel für eine so große Welt. Aber man muss ja nicht jeden NPC komplett von Grund auf neu bauen.


























